Äthiopier altern in Zion

„Ich komme der Morgendämmerung zuvor und schreie; ich hoffe auf dein Wort“ (Psalm 119,147).

Die ältere äthiopische Bevölkerung in Jerusalem enthält Quellen von reicher Geschichte, Kultur und Tradition. Es wird erwartet, dass bis zum Jahr 2050 die ältere äthiopische Bevölkerung um 50% zunehmen wird. Viele Äthiopier über 75 fühlen sich aber zum großen Teil an den Rand gedrängt. Väter, die einst für ihre Weisheit und ihr Wissen in Äthiopien hoch angesehen waren sind nun dazu verbannt, tagelang in Abgeschiedenheit zu leben, ohne soziales Leben. Diese Bevölkerung lebt als „stille Generation“. Stille Generation, weil die ältere Generation von Äthiopiern Amharisch spricht und nicht Hebräisch, wie die jüngere Generation. Diese Menschen konnten das Hebräische nicht schnell genug lernen und in den meisten Fällen sogar gar nicht.

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Das größere Bild von Hoffnung …

„Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben“ (Jeremia 29,11).

Viele äthiopische Familien kommen aus einem Leben, in dem sie es gewohnt waren, misstrauisch zu sein und sich bedeckt zu halten, um der Unterdrückung zu entfliehen. Leider neigen viele von ihnen nach wie vor zu diesem ungesunden Verhalten. Heute, nachdem sie bereits 20 Jahre in Jerusalem leben, sehen wir dieselben traurigen, bedrückten Gesichter – man könnte es „aufgeschobene Träume“ nennen. Einige erleben einen Zyklus von Teilnahmslosigkeit und dem Gefühl von Misstrauen und beabsichtigter Isolation, und sie vergessen den Traum, der sie ursprünglich hergeführt hat, um ein neues Leben in Jerusalem aufzubauen. Langston Hughes Gedicht „Dream Deferred“ (aufgeschobener Traum) spricht darüber, was mit Träumen geschieht wenn sie aufgeschoben werden.

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Dämmerung einer neuen Zeit

Wärme für Herz und Heim„Vom HERRN werden die Schritte des Mannes bestätigt ...“  (Psalm 37,23)

Die Nation Israel arbeitet schon seit langem an dem Aufnahmeprozess, um viele Kulturen der ganzen Welt in die israelische Gesellschaft zu integrieren. Bis 1983 war bei den Unterkünften, Bildungs- und Arbeitsplätzen und praktisch-organisatorischen Dingen für die äthiopischen Juden bereits viel erreicht worden, aber in vielen Aspekten wurden die gewünschten Resultate noch nicht erzielt. Heute sehen wir, dass viele Familien, die in Aufnahmezentren gekommen waren, innerhalb einer angemessenen Zeit, aus den Zentren wieder ausgezogen sind, andere wiederum leben dort jetzt bereits seit über sieben Jahren. Eines dieser Absorbtionszentren wurde im letzten Jahr durch das Alijah- und Integrationsministerium verkauft, was dazu führte, dass viele äthiopische Familien einen Räumungsbefehl erhielten, die nur wenig Möglichkeiten hatten, schnell eine andere geeignete Unterkunft zu finden. Im Mevaseret Zion Absorbtionszentrum wurde schnell eine Bitte um Aufschiebung der Räumung eingereicht und wir bitten Sie zu beten, dass schnell eine echte Lösung gefunden werden kann.

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Beta-Israel dienen

Mutter mit autistischem Kind„Schafft Recht dem Geringen und der Waise, den Elenden und Armen lasst Gerechtigkeit widerfahren“ (Psalm 82,3)

Äthiopische Juden begannen nach 1973 in bedeutenden Zahlen nach Israel einzuwandern, nachdem der sephardische Großrabbiner Rabbi Ovadia Yosef entschied, dass sie tatsächlich jüdisch sind und unter Israels „Recht auf Rückkehr“ fallen – ein Gesetz, das es jedem Juden erlaubt, sich in dem Land niederzulassen. (Newsweek.com)

In 1984 wurden bei der jüdisch-äthiopischen Luftbrücke „Operation Moses“ ungefähr 8.000 Äthiopier in das Heimatland ihrer Vorfahren zurückgebracht. Sie wurden mit mehr als 30 Flügen mit ungefähr 200 Personen pro Flug aus dem Sudan gebracht. In 1985, kurz nach ihrer Ankunft, begann Christliche Freunde Israels – Jerusalem damit, viele dieser kostbaren Familien zu unterstützen. Für den Start in ein neues Leben in Israel war Hilfe dringend nötig. In 1991 kehrten israelische Flugzeuge wieder nach Äthiopien zurück, um weitere 14.000 ähtiopische Juden in weniger als 36 Stunden abzuholen. Ein äthiopischer Mann soll gesagt haben: „Wir haben keine Kleidung mitgebracht, wir haben keine unserer Sachen mitgebracht, aber wir sind sehr froh hier zu sein.“ Nun, nach 3 Jahren mit wenig Einwanderern aus Äthiopien sehen wir wieder eine Zunahme an äthiopischen Juden, die Aliyah machen. Berichten zu Folge wird erwartet, dass bei diesem Anstieg bis 2020 weitere 9.000 äthiopische Juden nach Israel kommen werden. 

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Liebe ist Geben, nicht Empfangen

CFI Repräsentanten besuchen das Nachschulprogramm für äthiopische Juden„Wer aber die Güter dieser Welt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt – wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? Meine Kinder, lasst uns nicht mit Worten lieben noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit!“ (1. Johannes 3, 17–18). Welch wunderbare Gelegenheiten CFI in Israel hat, Gottes Segen und Liebe in die äthiopisch-jüdische Gemeinschaft hineinzubringen!

In der Bibel wurde Äthiopien als Cush bezeichnet.  Heute ist es bekannt als ein Land der Kontraste. Viele wurden von Gott herausgerufen und mit von der Regierung durchgeführten Luftbrücken im Laufe der letzten Jahre nach Israel nach Hause geholt. Vor Kurzem berichteten wir über Rachel Mangoli, Direktorin eines Horts für äthiopisch-jüdische Schüler, und unsere Hilfe dabei, ein Nachschulprogramm aufzubauen. Sie erinnerte uns daran, dass CFI seit 9 Jahren jungen Menschen Gelegenheiten und Möglichkeiten eröffnet, die sie sonst nicht gehabt hätten. Als CFI den Lohn für die Direktorin abdeckte und die ersten Computer für die Schule finanzierte, war das ein Erlebnis für die Schule, das sie nie vergessen würde. Wie in all unseren anderen Projekten, ist es unser Bestreben, anhaltende Beziehungen mit der äthiopisch-jüdischen Gemeinschaft im ganzen Land aufzubauen. Sie sagen, dass CFI wirklich einen Unterschied in ihrem Leben bewirkt hat. Unser Zeugnis durch Gerechtigkeit und Zuneigung hat oft laut geredet, vor allem in Zeiten, als es sonst niemanden gab, an den sie sich wenden konnten.

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Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in 10 Ha Rav Agan, Jerusalem, 91015, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 13.11.2018 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

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