Einleben in Israel


“Denn Ich weiß, was für Gedanken Ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben“ (Jeremia 29, 11).

Wenn die Familien so weit sind, dass sie das Aufnahmezentrum verlassen können, ist es ihnen freigestellt wo sie gerne leben möchten. Viele von ihnen ziehen es vor, in der Nähe ihrer Verwandtschaft eine Wohnung zu suchen. Wenn sie innerhalb von drei Jahren nach ihrer Einreise in Israel dafür einen Antrag stellen, bekommen sie von der israelischen Regierung 80% des Darlehens und sie müssen lediglich die 20 % des Darlehens in niedrigen Raten zurückzahlen. Viele von ihnen ziehen in die weniger teuren, älteren Stadtteile, wo hauptsächlich andere äthiopische Familien leben. Sie leben gerne nahe zusammen, doch bringt dies auch Probleme mit sich, vor allem für die Jugendlichen. Die Lebensumstände ihrer Familien entmutigen sie sehr, wie auch die Diskriminierung, die sie stark zu spüren bekommen, und so bilden sie untereinander Banden oder wenden sich Drogen, Alkohol und der Prostitution zu.

Das Leben in Israel bringt schwierige Umstellungen mit sich, vor allem für äthiopische Männer. Es fällt den Männern schwer zu akzeptieren, dass ihre Frauen nun dieselben Rechte wie sie haben, und dass es ihnen nicht mehr erlaubt ist, ihre Frauen und Kinder zu schlagen. Es ist ihnen peinlich, dass sie die Sprache nicht beherrschen und auf eine Übersetzung durch ihre Kinder angewiesen sind. Die Frauen arbeiten und verdienen das Geld für ihre Familien. In Äthiopien arbeiteten die Männer auf dem Feld und versorgten ihre Familien, während die Frauen zu Hause blieben, sich um den Haushalt und die Erziehung der Kinder kümmerten. Es ist auch so, dass die Frauen nun meinen, sie sollten in Familienangelegenheiten Mitspracherecht haben. Die Welt der äthiopischen Männer steht Kopf. Einige der Männer frustriert die Situation dermaßen, dass sie ihren Frauen gegenüber gewalttätig werden. Es gibt zwei äthiopische Sozialarbeiter in Jerusalem, die Kurse erarbeitet haben, die bei Familienproblemen und Gewalt helfen sollen. Doch sind mehr Leute benötigt, um auf diese komplexen und traumatischen Entwicklungen ausreichend eingehen zu können.

Mit all diesen Problemen im Blick, fragen Sie sich vielleicht, warum die äthiopischen Einwanderer alles zurückließen, um nach Israel zu kommen. In Äthiopien hatten einige Landbesitz und Tiere und wurden als reich angesehen, doch wurde der Traum nach Jerusalem zu kommen seit Generationen weitervererbt. Sie glaubten Israel sei das Land in dem „Milch und Honig fließen“, wie es in der Bibel beschrieben wird, doch stellten sie fest, dass das Leben hier nicht so ist, wie sie es sich erträumt hatten. Bitte beten Sie für diese Menschen.

Aktuelles über Rachel

Nach langem Ringen hat Rachel nun größere Räumlichkeiten gefunden, wo sie ihr Nach-Schul-Nachhilfe-Programm für die Kinder neuer Einwanderer abhalten kann (siehe Bericht in unserem Rundbrief vom September 2008 „Eine heilende Salbe Gileads“ unter dem Projekt "Hoffnung für die Zukunft"). Ihr Nachhilfe-Programm umfasst inzwischen über 100 Kinder und sie versuchte lange Zeit dies von einem kleinen Ladengebäude aus zu bewältigen. So hat sie nun für die neuen Räume jemanden gefunden, der ein Jahr lang die Miete zahlen wird, wie auch jemanden, der es kostenfrei für sie renovieren wird. Allerdings erzählte sie uns vor Kurzem, dass die elektrische Verkabelung nicht ordentlich gemacht wurde und somit für die Kinder eine Gefahr darstelle. Sie zog also wieder zurück in das alte Gebäude bis dieser Mangel behoben werden kann. Sie kann die Reparaturen nicht finanzieren, und sucht nun jemanden, der dies ehrenamtlich für sie erledigen kann. Sie benötigt ebenfalls Schulbücher für diese Kinder, da die Eltern der Kinder sich diese nicht leisten können.

Aktuelles über Yafit & Yoram

Yafit und Yoram, zwei sehr liebe und hartarbeitende Menschen waren sehr erstaunt und überwältigt über Ihre Reaktionen auf ihre Situation. Yafit arbeitete hart, um ihre Familie zu ernähren und die hohen Kosten und dadurch entstandenen Schulden für zum Beispiel Strom und Darlehen zu schultern, nachdem ihr Mann mit nur 36 Jahren einen Herzinfarkt hatte und anschließend für eine Weile arbeitsunfähig war, bis er sich erholen und wieder arbeiten konnte. Der hohe Stressfaktor Tag und Nacht arbeiten zu müssen, dazu schlechte Ernährung und die schwere Last der Verschuldung führten bei ihm zu diesem Herzinfarkt. Doch dank Ihrer großzügigen Spende konnten sie nun ihre Hypothekschulden und ausstehenden Rechnungen fast komplett abbezahlen. Yafit war sprachlos, als wir ihr Ihre Gaben der letzten Monate überreichen durften. Sie dankte Gott und wollte gerne ihren Dank an Sie ausdrücken. Es war sehr schön, ihr Lächeln das erste Mal seit langer Zeit zu sehen!

Von Donna Roberts

Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in Jerusalem, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 13.11.2018 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

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