Der Herr wird - mir - helfen!


Avevo's Unterrichtsstunde mit Gadi„... darum muss ich mich nicht schämen; darum machte ich mein Angesicht wie einen Kieselstein, denn ich wusste, dass ich nicht zuschanden würde“ (Jesaja 50,7).

Ich möchte Ihnen einen erstaunlichen jungen Mann vorstellen, den ich vor Kurzem kennenlernen durfte. Er und seine Familie siedelten in 2004 nach Israel um – und lebten zwei Jahre lang in einem Aufnahmezentrum für äthiopische Einwanderer. In Äthiopien aufwachsend hatte Avevo als junger Bub eine noch größere Hürde zu überwinden als die meisten Kinder jüdischer Herkunft – er hatte Epilepsie. 

In 2006 verließen Avevo und seine Familie das Aufnahmezentrum und zogen nach Bnei Brak nahe Tel Aviv. Im September 2006 kam Avevo zum WIZO Pardes Katz Nachschulprogramm. Dies war der erste Tag an dem das Zentrum seine Tore für die äthiopischen Kinder in der Nachbarschaft öffnete. Rachel, die Direktorin des Nachschulprogramms, erinnert sich daran, dass Avevo ein „Gedächtnisproblem“ hatte. Seine Nachhilfelehrer verbrachten nur fünf Minuten mit ihm bevor sie sehr frustriert aufstanden und „davonliefen“. Genauso können Sie sich vorstellen wie sehr Avevos Zustand seine Familie belastete – die alle drei Monate neue Medizin besorgen musste um sein „Gleichgewicht“ zu erhalten. Obwohl die Mitarbeiter und Lehrerschaft des Zentrums Rachel dazu drängten, ihn fallen zu lassen, gab sie nicht auf, denn sie erkannte in Avevo seinen Ehrgeiz. Zusätzlich zu seiner täglichen Hausaufgabe fing er an selbständig mit Hilfe des Internets englisch zu lernen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt bat Avevo Rachel ihm ein Buch zum Lesen zu kaufen. Auf ihre Frage hin welches Buch, sagte er „Ein Wörterbuch“.

HFZ schenkte Avevo einen Laptop 

Avevo bleibt oft bis Mitternacht in Rachels Büro um zu lernen. Seine Noten haben sich von „0“ auf überdurchschnittlich verbessert. Rachel zeigte mir eine Englischprobe, in der Avevo einen Prozentsatz von 82,5 erreicht hatte. Avevos Sozialarbeiter war ebenfalls über die Note erstaunt. Nun, im Alter von 17 Jahren, plant Avevo im Herbst auf die Universität zu gehen. Auf Grund dessen und auf Rachels Anfrage hin freuten wir uns, einen Laptop für ihn kaufen zu können.

Im Januar 2014 verbrachten Jim und Vicki Tjarks von David’s Harp Ministries zwei Wochen in Israel. Der Hauptauftrag ihres Dienstes ist es, „der müden Seele Frieden und dem gebrochenen Körper Heilung zu bringen, indem die Bedürftigen mit Liedern der Freisetzung umgeben werden, auf Englisch und Hebräisch“. Jim – ein „Harfenbauer“, Musiker und Psalmist, und Vicki, eine gesalbte Sängerin – erhielten von Rachel die Erlaubnis mit Gottes Liebe und Seinem Schalom [Frieden] durch ihre Musik den Kindern, deren Eltern und den Mitarbeitern des Zentrums zu dienen.

Durch Musik Menschen berühren

Der gesalbte Klang von Harfenmusik und Psalmen brachten im Zentrum wahrlich den Himmel herab, als die Liebe und die Gegenwart des Vaters das Herz eines jeden dort berührte. Avevos Nachhilfelehrer war an dem Abend Gadi, der momentan im Militär dient. An seinem freien Tag bietet er ehrenamtlich (seitdem er 14 Jahre alt ist) seine Zeit als Nachhilfelehrer in Mathe und Englisch an. Die Harfenmusik, gekoppelt mit den Lesungen aus der hebräischen Schrift, bewegten Gadi und einige andere zu Tränen – sie waren überwältigt von der Tatsache, dass Christen sie so sehr liebten, dass sie etwas so besonderes für sie tun würden. Die Mitarbeiter und die Kinder gingen in der Musik auf und tanzten sogar zu einem der rhythmischeren Liedern über Jerusalem mit. Was für ein besonderer Abend, von Gott orchestriert! An diesem Abend traf ich Avevo zum ersten Mal.

Vielen Dank für Ihre aus Liebe wachsende Treue gegenüber dem Herrn und Seinem Volk aus Äthiopien. Es ist erstaunlich und inspirierend zusehen zu dürfen, wie diejenigen, die scheinbar im Nachteil sind, Hindernisse überwinden. Es ist offensichtlich, dass Avevo sein Angesicht wie einen Kieselstein gemacht hat, mit der Zuversicht, dass er nicht zuschanden werden würde oder sich schämen müsste, denn der Herr Gott selbst ist sein Helfer.

Von Linda Edwards, Koordinatorin von Hoffnung für die Zukunft

 


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