Die Pfade der Vorzeit zum Leben erwecken


"So spricht der HERR: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!" (Jeremia 6,16).

Die erste Generation äthiopischer Juden kam nach der Euphorie über den Flug und die Ankunft in Israel mit sehr gemischten Gefühlen an. Sie verspürten Erleichterung, dass sie endlich in dem Land, in dem Milch und Honig fließen, angekommen waren. Mir wurde von einem älteren äthiopischen Herrn gesagt, dass etwa 90 % der Einwanderer aus Äthiopien Bauern seien, die auf einen neuen Start hofften. Ein anderer älterer Herr erklärte es so: „Als wir ankamen, stellten wir fest, dass uns kein Land zur Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt wurde. Sie wollten einfach, dass wir so leben wie andere Israelis.“ Dies war die einzige Vision, die sie für die Äthiopier hatten. Vielleicht schien es die einfachste Lösung zu der Zeit, doch nach kurzer Zeit mussten die Äthiopier erkennen, dass sie erhebliche Verdauungsprobleme mit den israelischen Nahrungsmitteln hatten, vor allem mit dem Mehl. Die Nahrung ist hier so anders und der Zuckergehalt machte viele von ihnen krank. Heute sind Wissenschaftler davon überzeugt, dass einer der Hauptgründe für Gesundheitsbeschwerden vieler Äthiopier – wie Nierenversagen im direkten Zusammenhang mit Diabetes – die Nahrungsumstellung ist.

Ein älterer Mann teilte unserer Freundin Rachel seine Vision mit, die traditionelle Landwirtschaft der älteren Menschen in Bnei Brak wiederherzustellen. Eine unserer Herausforderungen ist es, Erinnerungen und Traditionen in Verbindung mit der Landwirtschaft in dieser Kommune wieder neu zu beleben. Hoffnung für die Zukunft nahm sich dies zu Herzen und half dabei, ein Stück Land frei zu räumen, zu eggen und zu kultivieren, das für „Gartengebrauch“ reserviert war. Dieser „Garten der Hoffnung“ wurde zu einer echten Möglichkeit, als James Levi, ein motivierter Volontär aus Kamerun, zu CFI kam, um seine vielen Talente und Gaben hier einzusetzen.

Es dauerte zwei Tage, um das Projekt zu vollenden. Im dem Prozess konnte man die freudige Aufregung und Erwartung der Männer und Frauen in dem Komplex regelrecht spüren und sehen. Am ersten Tag befreiten wir das Land von hohem Gras, Steinen und Müll. Das erforderte viel Schweiß und Muskelkraft! Einige der älteren Männer kamen sogar, um uns zu helfen, was ein echter Meilenstein war. Wie wir wissen, hat diese schweigende Generation unzählige Tage damit verbracht, in ihrem Hof zu sitzen und in Gedanken versunken ins Nichts zu starren, mit sehr wenig zu tun, und nichts, das sie motivieren könnte. Wir bemerkten sofort eine Veränderung in ihrem Ausdruck. Ein Lächeln und freudige Unterhaltung ersetzten die leeren Blicke! Sogar die Jugendlichen, die nach der Schule nach Hause kamen, zeigten ehrliches Interesse an dem Projekt. Wir wurden am zweiten Tag mit dem Projekt „Garten der Hoffnung“ fertig. Kim Brunson half James bei der Bepflanzung der Wintersamen. In dem folgenden Monat werden wir Frühlingssamen wie Paprika und Gewürze anpflanzen. Rachel teilte uns später mit, dass die ganze äthiopische Kommune dort voller freudiger Aufregung sei! Sie haben nun das Gefühl, etwas Eigenes zu haben, das sie pflegen und kultivieren können. Hoffnung für die Zukunft erhielt heute viele Lächeln als Dankeschön, dass Hoffnung ihre Herzen wieder gefüllt hat – ein wunderschönes Ergebnis dieses wichtigen Projekts.

„Und sie werden kommen und auf der Höhe Zions jubeln und herbeiströmen zu der Güte des HERRN, zum Korn, zum Most und zum Öl und zu den jungen Schafen und Rindern; und ihre Seele wird sein wie ein bewässerter Garten, und sie werden nicht länger verschmachten“ (Jeremia 31,12).

Marcia Brunson
Projekt Hoffnung für die Zukunft


Spendeninformation für dieses Projekt
Christliche Freunde Israels
IBAN: DE19 7009 1500 0000 7322 30
BIC: GENODEF1DCA
Volksbank Raiffeisenbank Dachau EG
Verwendungszweck: Hoffnung für die Zukunft

Sie können gerne auch über Pay-Pal spenden

PayPal

 

Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in Jerusalem, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 13.11.2018 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok