Den Schritt wagen


Jaime & Flor

„Sei stark und mutig ...“ Josua 1,9

Alex

„Ich komme ursprünglich aus Kiev, Ukraine, und ich traf nach meinem Jahr im Masa Programm meinen Entschluss, Alijah zu machen. In diesem Programm konnte ich mehr über die israelische Kultur und 10 Monate lang die hebräische Sprache lernen. Ich habe gerade eine Arbeitsstelle gefunden und kann mich jetzt besser in mein neues Leben eingewöhnen. Meine Überzeugung für die Alijah und meine Liebe für meine Nation sind sehr stark und ich bin hier um zu bleiben!“

Alex erhielt die israelische Staatsbürgerschaft im Juni 2017 und kam zwei Wochen später in unser Verteilzentrum. Seine Freunde hatten ihm unser Zentrum empfohlen und ihm gesagt, dass er um genau 9 Uhr kommen sollte, weil oft Olim bereits ab 8 Uhr morgens vor unseren Türen warten. Alex hat eine israelische Freundin und er machte einen sehr glücklichen und aufgeregten Eindruck, als er uns über sie erzählte; wir erzählten ihm über unseren Brautsalon und sagten zu ihm, dass wir uns über einen weiteren Besuch freuen und gerne diesen besonderen Aspekt seines Lebens miterleben würden!

Jaime & Flor

Jaime und Flor kamen in 2011 aus Kolumbien. Obwohl Flor nicht jüdisch ist hatte sie sich schon immer sehr zu Israel hingezogen gefühlt. Sie haben fünf Kinder und zwei von ihnen leben mit ihren eigenen Familien in Israel.

Jaimes Familie kommt ursprünglich aus Rumänien. Sein Vater und seine Geschwister schafften es im Zweiten Weltkrieg zu entkommen, aber sie wurden getrennt. Das Schiff, auf dem Jaime und seine Großmutter waren, legte in Südamerika an. Die Juden von diesem Schiff wurden auf dem ganzen Kontinent verstreut. Seine Geschwister landeten in Nordamerika. Es ist noch nicht so lange her, dass seine Geschwister über das Internet mit Jaime Kontakt aufnahmen. Sie hoffen, sich in Israel zu treffen. Flor teilte uns mit, dass sie bei einem Besuch im Yad Vashem Holocaust Museum einige Erkundungen über den Vater ihres Ehemannes eingeholt hatte. Sie bekam viele Informationen an diesem Tag, Jaimes Vater war leider als tot erklärt worden. Er war jedoch nach Südamerika entkommen, nachdem seine erste Frau in einem Konzentrationslager gestorben war, meldete sich aber nicht mehr und nahm auch nicht Abschied. Er hat nie viel über die Schrecken, die er in dieser schrecklichen Zeit der Geschichte erlebt hatte, mitgeteilt.

Jaime konnte bei unserem Gespräch seine Tränen nicht zurückhalten, weil er seinem Vater bei den Schmerzen, die er sein ganzes Leben lang vor seinem Tod mit 56 Jahren getragen hatte, nicht helfen konnte. Wir ermutigten Jaime mit Bibelstellen und auch indem wir ihn an seine wunderbaren Kinder und Enkelkinder, die der Allmächtige Gott ihm geschenkt hatte, erinnerten. Was der Feind auslöschen wollte, hat Gott mit Seiner Hand gerettet.

Sofia & Leonid

Wir fuhren nach Har Gilo um Sofia und Leonid zu besuchen. Har Gilo ist eine israelische Kommune, die ungefähr fünf Kilometer südlich von Jerusalem und zwei Kilometer westlich von Bethlehem, in den nördlichen Hügeln Judäas liegt. Das ist eine sehr schöne Gegend, mit neuen Gebäuden und vielen Grünflächen. Die ganze Gemeinde ist eingezäunt und man kann ganz klar die zwei nächstliegenden arabischen Dörfer sehen. Leonid und Sofia leben bereits seit über 10 Jahren hier. Sie machten in 1991 Alijah, nachdem die Grenzen der Ehemaligen Sowjetunion für die Heimkehr der Juden in ihr Land geöffnet worden waren. Sie wollten eigentlich nicht nach Israel kommen, denn sie hatten sich ein gutes Leben in der Ukraine aufgebaut, aber sie hatten Angst, dass die Grenzen wieder geschlossen werden und sie ihre Töchter, die bereits in Israel lebten, nie wieder sehen könnten. Sofia erinnerte sich an die langen Menschenschlangen, die hunderten von Familien, die sich mit ihren kostbaren Besitztümern sammelten und darauf warteten, dass sie die Flugzeuge nach Hause bringen. Sie sagte: „Es war ein sehr großes Flugzeug und als wir uns umsahen und erkannten, dass wir alle Juden waren, fühlte es sich genau wie der Exodus an!“

Sofia wurde in einem Ghetto in der Ukraine geboren, nur wenige Monate bevor die Rote Armee dieses befreite. Sie erfuhr durch ihre Eltern und andere Juden über die Schrecken des Krieges und des Holocausts. 50 Mitglieder der Familie ihres Vaters wurden bei dem Vinnitsa Massaker exekutiert, einschließlich des einzigen Geschwisters ihres Vaters. Adolf Hitler hatte sein östlichstes Hauptquartier mit der Bezeichnung „Führerhauptquartier Werwolf“ in der Nähe von Vinnitsa eingerichtet und einige Wochen in 1943 dort verbracht. Es gibt ein berüchtigtes Foto, „Der letzte Jude von Vinnitsa“, das zeigt, wie ein Mitglied der Einsatzgruppe D kurz davor ist, einen Juden, der vor einem Massengrab kniet, zu erschießen. Die Worte„Der letzte Jude von Vinnitsa“ standen auf der Rückseite des Fotos geschrieben, das in einem Fotoalbum, das einem deutschen Soldaten gehörte, gefunden wurde. Es wurde am 20. März 1944 durch die Rote Armee beschlagnahmt.

Bei unserem Besuch stellte uns Sofia viele Fragen, so wie: „Heißt es im Tenach, dass wenn Gott Sein Volk zurück nach Israel bringt, es mit Massakern und Terrorismus konfrontiert werden würde?“ „Wird das Böse irgendwann mal aufhören und wer wird am Ende gewinnen?“ Wir versuchten, einige ihrer Fragen zu beantworten; wir zitierten einige Verse aus der Bibel, erinnerten sie auch an einige Bibelgeschichten und schlossen mit einer hoffnungsvollen Erinnerung: Israels Eiserne Kuppel ist Gottes Hand über ihr.

Kira

Kira hatte von einem Büro der Jewish Agency in der Ukraine Informationen über uns erhalten und rief uns an, um zu erfahren, wie wir den Olim helfen. Sie ist jetzt in ihren späten 80ern und hat zwei Söhne. Der jüngere hatte einige Jahre vor ihr Alijah gemacht und ihr älterer Sohn, Maxim, kam zusammen mit ihr nach Israel. Maxim diente in der russischen Armee und war im Afghanistan-Krieg verletzt worden, so dass er nun den Rest seines Lebens behindert ist. Kiras Ehemann starb in dem gleichen Krieg. Kira sagte, dass sie für gewöhnlich recht stark sei und gut mit schwierigen Situationen umgehen könne. Doch das Leben fällt ihr sehr schwer, nachdem sie 20 Jahre Direktorin einer Schule gewesen ist und nun in Israel ein neues Leben beginnen muss. Kira und Maxim kamen im März 2017 nach Israel. Nur einen Tag vor ihrer Ankunft hatte Kiras jüngerer Sohn eine Wohnung für sie gefunden, wo auch Maxim seinen Rollstuhl ohne Schwierigkeiten verwenden kann. Kira ist eine sehr angenehme Person und eine Frau des Glaubens. Wir brachten ihr und auch Maxim eine Geschenktasche und auch Sommerkleidung. Kiras jüngerer Sohn wird sie in unser Verteilzentrum bringen, wenn sie sich wieder stärker fühlt.

Daniel

Daniel war bei einer seiner Therapie-Sessions gewesen und gerade auf dem Weg zurück zu seiner Basis in Tzfat, als er an diesem Nachmittag im Juli an unsere Tür klopfte. Eigentlich hatten wir zu der Zeit geschlossen, aber wir ließen ihn trotzdem herein. Er bekam eine Geschenktasche und, obwohl das Wetter zu der Zeit extrem warm war, brauchte er Winterjacken, Socken und ein Paar Jeans. Daniel ist recht groß und Winterbekleidung kaufen kommt ihm recht teuer und schwierig vor. Wir waren gerade dabei, unseren Bestand an Bekleidung zu sortieren, und einer unserer Mitarbeiter hatte eben eine Schachtel aus dem Container aus den USA geöffnet und hängte eine XL-Skijacke auf. Diese passte Daniel wie angegossen! Er erhielt auch eine IDF-Jacke, die wir aus dem Projekt „Davids Schild“ erhalten hatten; und auch einen sehr schönen brandneuen Rucksack! Weil er aus Brasilien Alijah gemacht hatte, war Daniel auch sehr dankbar für den Tenach in Portugiesisch/Hebräisch. Er verließ unser Gebäude mit vielen Worten des Dankes und sagte, dass er seinen Soldatenkameraden von unserer Organisation erzählen wird. Lassen Sie uns für Daniel um Führung und Schutz in den letzten sechs Monaten beten, die ihm im Dienst der IDF noch bleiben.

Sommercontainer von Help International

Wir haben hart gearbeitet, um die Kleidung aus den verbliebenen Schachteln aus dem letzten Container zu sortieren, um uns auf die Ankunft des nächsten Containers vorzubereiten. Wir möchten der „Jubilee Humanitarian Aid“, einer israelischen Organisation, und der „Highway to Zion“ Gruppe aus North Carolina, USA, für ihre kostbare Hilfe beim Entladen des Containers danken. Noch bevor wir damit fertig waren, alle Schachteln in unseren Lagerraum zu bringen, sah uns ein nettes Paar orthodoxer Juden, das gerade die Straße entlang ging, wie wir in der heißen Sonne hart am Arbeiten waren, und segnete uns alle mit einer frischen Wassermelone! Einige andere orthodoxe Juden blieben auch stehen und fragten uns, wer wir sind und was das alles zu bedeuten hat. Sie baten uns dann, Ihnen in den Nationen, die diese Kleidung spenden, ihren Dank zu übermitteln! Erschöpft, aber mit einem frohen Herzen, antworteten wir: „Toda Raba und Shabbat Shalom!“

Olim-Zeugnisse an unsere Mitarbeiter im Verteilzentrum

„Niemand anders hat uns jemals so viele schöne Dinge kostenlos zur Auswahl angeboten! Die Arbeit, die ihr tut, ist das Werk von gerechten Menschen, also tut sie bitte weiter, bis Mashiach kommt!“ – Ruth

„Danke für alles was ihr tut, um den Olim zu helfen. Mir fehlen die Worte um auszudrücken, wie sehr meine Familie eure großartige Hilfe zu schätzen weiß, und vor allem auch eure Ermutigung, denn wir sind hier bei fast allen Dingen Anfänger. Mein Mann, meine drei Kinder und ich sagen zu euch allen: danke, und möge Gott euch segnen!“ – Katya

Rocio Fordham
Projekt Offene Tore


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