Die Ukraine verlassen


Tiina hilft neuen Olim aus der Ukraine

„Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen Samen vom Osten herführen und dich vom Westen her sammeln. Ich will zum Norden sagen: Gib heraus!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bringe meine Söhne aus der Ferne herbei und meine Töchter vom Ende der Welt" (Jesaja 43,5-6).

Tatyana und Arseniy

Dieses nette Paar kam im Februar 2018 in unser Verteilzentrum. Sie hatten vor Kurzem aus der Ukraine „Aliyah“ gemacht und erzählten uns gerne aus ihrem Leben.

Tatyana und Arseniy haben zwei Kinder. Ihr Sohn, Nikita, war der erste aus der Familie, der sich in das Land Israel verliebte und dort hin zog. Seit der 5. Klasse besuchte er die jüdische Schule in Kiev, wo sie Hebräisch als zweite Fremdsprache lernten. Die Kinder waren in dieser Schule auf viele verschiedene Arten mit Israel verbunden.

Als Nikita 12 Jahre war, nahm er an einem Wettbeberb für Roboter-Technologie in Israel teil. Dies war eine besondere Veranstaltung für Schulkinder aus verschiedenen Ländern. Zwei Jahre später ergab es sich, dass dieser Junge seine Schulbildung in einem Internat in der Nähe von Tel Aviv weiterführen konnte. Nikita ist jetzt 17 Jahre alt. Er geht immer noch auf die gleiche Schule und will Arzt werden. Auch die Armee wartet darauf, dass er in nächster Zukunft eintritt.

Die Eltern zogen Ende 2017 mit ihrer Tochter Nastya nach Israel. „Wir haben in Israel ein neues Leben begonnen“, sagen sie. Nastya ist 14 und geht auf eine normale Schule in Israel. Sie kann etwas Hebräisch, aber jeder Tag ist für sie immer noch eine große Herausforderung. Die Schule gibt ihr besonderen Nachhilfeunterricht. Die Familie ist dafür sehr dankbar. Nastya war am Anfang nicht besonders glücklich über „das neue Leben“, was für sie eine leere Wohnung und den Verlust von vielen gewohnten Dingen für sie bedeutete. Sie kämpft noch, es wird aber langsam besser. Sie hat auch schon einige neue Freunde gefunden.

Die Familie zog nach Ma‘ale-Admim, einen kleinen Ort in der Nähe von Jerusalem. Der Bürgermeister tut vieles dafür, dass neue Einwanderer in seine Stadt kommen. Er reiste sogar in die Ukraine, um über die Möglichkeiten zu berichten und die jüdischen Menschen dazu zu ermutigen, nach Israel zu ziehen. Tatyana und Arseniy trafen ihn in Kiev und beschlossen, sich das Ganze mal anzusehen. Als sie letztes Jahr ihren Sohn besuchten, besuchten sie auch Ma‘ale-Adumim. Jetzt sind sie neue Bewohner dort. Die Stadtverwaltung half ihnen, eine Wohnung zu bekommen und einzuziehen. Alles wurde organisiert und die Familie musste für nichts bezahlen. Tatyana und Arseniy glauben, dass für sie in Israel neue Möglichkeiten warten. Sie glauben daran, dass in diesem Land Wunder geschehen können.

Zur Zeit lernt das Paar Hebräisch. Tatyana konnte schon in Kiev etwas Hebräisch, aber für Arseniy ist die Sprache neu und schwierig. Sie wissen beide, dass es nicht leicht sein wird, eine gute Arbeiststelle zu finden. Tatyana ist eine hochausgebildete Musiklehrerin. Sie weiß, dass es nicht möglich sein wird, den gleichen Job wie in der Ukraine zu bekommen, aber sie glaubt, dass sich trotzdem Türen für sie öffnen werden.

Sowohl Tatyana als auch Arseniy sind dankbar für die Christen, die mit den neuen „Olim“ arbeiten. „Es ist wunderbar, dass es Organisationen gibt, die uns helfen wollen!“, sagen sie. „Wir sind dankbar für jede Art von Hilfe. Wir brauchen sie auch. Für uns ist das immer noch sehr stressig. Es tut so gut zu wissen, dass sich jemand über uns Gedanken macht und Interesse an uns und unserem Leben hat.“

Wir freuen uns darauf, diese Familie wieder in unserem Verteilzentrum zu sehen.

Tiina Karkkainen
Projekt Offene Tore


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