Herzen endlich zuhause in Israel


Arkadi und Raisa

„Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen und sein Erbteil nicht verlassen" (Psalm 94,14).

Wunder in Israel!

Arkadi Puhovizkiy wurde am 7. November 1923 in einer kleinen Stadt in Weißrussland geboren. Seine Eltern hatten drei Kinder und Arkadi war der älteste. Er erinnert sich, dass sein Zuhause ein warmer und freundlicher Ort war. Ihr Vater liebte seine Frau sehr. Die Mutter Arkadis war eine sehr hübsche Frau und die Leute nannten sie “wunderschöne Dina”. Arkadi besuchte die Schule und schloss alle Klassen und einige Kurse an einem pädagogischen Institut ab, während er ab sieben Jahren auch im Haushalt mitarbeitete und sich um die Kühe kümmerte.

Als er 17 Jahre alt war begann am 22. Juni 1941 der Krieg. Er war gerade bei seinem Cousin in der Hauptstadt Weißrusslands zu Besuch, als zwei Tage später Minsk bombardiert und niedergebrannt wurde. In der Woche darauf kam die deutsche Armee und übernahm die Stadt. Ein Teil der jüdischen Bevölkerung floh aus Weißrussland, aber viele von ihnen verstanden nicht, warum sie Weißrussland verlassen sollten. Sie glaubten nicht, dass die Nazis sie tatsächlich töten würden. Auch die Familie Arkadis blieb in ihrer Heimatstadt. Er selber kam aus Minsk zurück und schloss sich seiner Familie an.

Am 4. Juli kamen die Deutschen und übernahmen auch dieses Gebiet. Nazis begannen, die jüdischen Häuser auszurauben, die mit einem gelben Stern markiert waren. Sie richteten eine Torffabrik ein, wo die Juden, Männer und Frauen, ohne Lohn zur Arbeit gezwungen wurden. Sie zwangen sie auch dazu, 12 Kilometer zu Fuß zu gehen, um den Torf für die Fabrik zu sammeln. Polizisten wachten darüber, dass jeder arbeitete und Arkadi war einer der Arbeiter. Die Fabrik wurde zu einem Ghetto, wo sie unter ständiger Bewachung lebten und nicht mehr die Freiheit hatten, hinaus zu gehen und ihre Familien zu treffen.

Nach sechs Monaten wurden sie nach Hause geschickt. Der Plan war, dass die gesamte jüdische Bevölkerung erschossen werden sollte und jeder wusste, dass es früher oder später geschehen würde. Als die Polizisten begannen die Juden zu sammeln, kletterte Arkadi zusammen mit seiner Mutter und Schwester auf den Dachboden ihres Hauses. Nach Einbruch der Dunkelheit sprang er hinunter in den Schnee und lief in den Wald, wo er sechs Tage verbrachte. Von einigen Leuten, die in kleinen Hütten lebten, bekam er etwas zu essen, und einer von ihnen, ein polnischer Christ, sagte ihm, wo er die Partisanen der Roten Armee finden konnte, die im Wald in der Gegend lagerten. Und so wurde Arkadi zu einem Partisanen.

Nach zehn Monaten Dienst im Wald überquerte er die Front und schloss sich der sowjetischen Armee an. Es war nicht seine Entscheidung gewesen, dieses Risiko einzugehen. Die Partisanen wollten einfach keine Juden mehr in ihren Reihen haben. Arkadi diente zwei Jahre als Feldsanitäter in der sowjetischen Armee. Die anderen Mitglieder seiner Familie wurden gefangen genommen und getötet.

Nach dem Krieg wurde Arkadi Direktor einer Abendschule. Zu der Zeit war er 23 Jahre alt. Später begann er, bei der Bank der Sowjetunion zu arbeiten. Er heiratete und lebte zusammen mit seiner Frau Raisa über 42 Jahre lang in einer weißrussischen Stadt. Sie bekamen zwei Kinder. In 1995 wanderten Arkadi und Raisa nach Israel aus. Beide waren bereits Rentner.

Der Grund für die Auswanderung war ein sehr ernster. Ihre 37-jährige Tochter hatte einen Gehirntumor. Der Familie war klar, dass sie in Weißrussland nicht die nötige Hilfe bekommen konnten. Verwandte hatten ihnen gesagt, dass in Israel Wunder vollbracht werden. Also packten sie ganz schnell ihre Sachen und kamen nach Israel. Und sie bekamen in einem Krankenhaus in Jerusalem ihr Wunder! Die Operation dauerte 18 Stunden, endete aber erfolgreich. Das Leben der Tochter konnte gerettet werden! Ihr Sohn zog im gleichen Jahr mit seiner Familie nach Israel. Das Leben in dem Land war nicht leicht. Jedes Mitglied der Familie arbeitet hart und sie alle haben ihren Platz in der israelischen Gesellschaft gefunden. Auch die beiden Rentner Arkadi und Raisa arbeiteten in Israel noch 11 Jahre, bevor sie “zu alt” wurden. Sie sind Gott und dem Staat Israel für das Wunder und die großartige Hilfe, die sie hier erhalten haben, sehr dankbar.

Als Rentner können Arkadi und Raisa in unser Verteilzentrum kommen, wo sie Kleidung und Bettwäsche für sich holen können. Wir haben auch ihr Zuhause in Jerusalem besucht. Arkadi ist den Christlichen Freunden Israels sehr dankbar, nicht nur für die materielle Hilfe, sondern auch für die geistliche Unterstützung, die seinen Glauben an den Gott seiner Vorväter gestärkt hat.

Tiina Karkkainen
Projekt Offene Tore

Der Ruf in ihren Herzen

In den vergangenen paar Monaten hatte ich das Vorrecht, Teil des CFI-Projektes „Offene Tore“ zu sein. Ich durfte neuen Olim dienen und sie in dieser Übergangszeit nach ihrer Ankunft in Israel unterstützen. Diese Menschen kommen aus verschiedensten Orten aus der ganzen Welt, jeder mit seiner eigenen Persönlichkeit und seinen Geschichten. Gana kommt aus Odessa in der Ukraine und lernte in der Schule über Israel. Sobald die Idee in ihr Herz gepflanzt war, wuchs diese über viele Monate in ihr heran, bis sie schließlich entschied, als junge Erwachsene nach Israel auszuwandern. Jetzt dient sie in der israelischen Armee. Weiter zu Deborah, Ilan und Danel aus Brasilien. Es lag Deborah auf dem Herzen, hierher zu ziehen und sie überzeugte ihre Freunde Ilan und Danel, mit ihr zu kommen.

Sie sind alle vor Kurzem angekommen und leben in einem Aufnahmezentrum. Sie erfuhren über das Internet von CFI und freuten sich sehr über die Kleidung und Küchenutensilien für ihre Wohnungen. Nur wenige Wochen zuvor lebten diese jungen Leute – Gana aus der Ukraine; und Deborah, Ilan und Daniel aus Brasilien – auf verschiedenen Hemisphären. Sie machten als Kinder unterschiedliche Erfahrungen, sprachen unterschiedliche Sprachen und lebten in sehr unterschiedlichen Kulturen. Nachdem sie auf den Ruf in ihren Herzen gehört hatten, in dem Land Israel als jüdisches Volk zu leben, kamen sie in dieses kleine nahöstliche Land, das an der östlichen Küste des Mittelmeers liegt. Hier werden sie viele neue Dinge kennen lernen: Essen, Sprache und Kulturen aus der ganzen Welt, vereint zu einem einzigartigen Volk. Das ist wahrlich ein Wunder Gottes - und in einer Position zu sein, in der ich diesen wunderbaren Menschen helfen konnte, war eine enorme Freude!

Ein wichtiger Teil dieser Freude war die Zusammenarbeit mit dem CFI-Team, in dem auch eine Vielzahl von Kulturen und Sprachen vertreten sind. Sie hießen mich freundschaftlich Willkommen und lehrten mich, wie ich meine Aufgaben bei „Offene Tore“ erledigen konnte. Es ist sehr berührend, den Leib des Messias in Aktion zu sehen, diese Menschen zu lieben und sich um sie zu kümmern! Es war wirklich eine einmalige Zeit.

Emma Kiser
Projekt Offene Tore


Spendeninformation für dieses Projekt
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BIC: GENODEF1DCA
Volksbank Raiffeisenbank Dachau EG
Verwendungszweck: Offene Tore

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Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in 10 Ha Rav Agan, Jerusalem, 91015, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 16.11.2016 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

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