Gebetsmauer - September 2018


Tiberias

„Auf meine Warte will ich treten und auf dem Turm mich aufstellen, damit ich Ausschau halte und sehe, was Er mir sagen wird und was ich als Antwort weitergeben soll auf meine Klage hin!“ (Habakuk 2,1).

Tiberias ist eine israelische Stadt an der westlichen Küste des Sees Genezareth gelegen. Herod Antipas, Sohn des Herodes der Große, baute die Stadt in 17 v. Chr., und benannte sie zu Ehren des römischen Kaisers Tiberius. Die neue Stadt wurde in einer wunderschönen Umgebung errichtet, entlang der Küste des Kinneret (See Genezareth). Es war eine Stadt, die seit dem zweiten Jahrhundert n. Chr. im Judaismus in höchsten Ehren gehalten wurde. Seit dem 16. Jahrhundert n. Chr. zählt sie zusammen mit Jerusalem, Hebron und Safed zu einer der vier heiligen Städte. Es war die größte jüdische Stadt in Galiläa und das politische und religiöse Zentrum der Juden in Israel.

In unmittelbarer Nähe befindet sich Hammat Tiberias, bekannt für ihre Heißwasserquellen, denen seit etwa 2000 Jahren heilende Eigenschaften zugesprochen werden, vor allem für Hautkrankheiten. Nach jüdischer Überlieferung wurde die Stadt Tiberias auf den Ruinen des antiken israelischen Dorfes Rakkath gebaut, das zum ersten Mal im Buch Josua erwähnt wird (Wikipedia). Sie ist auch bekannt als die „Stadt des Wassers“. Vor etwa 2000 Jahren war sie das Zentrum für Jüdisches Studium und der letzte Sitz des Sanhedrin (Oberster Gerichtshof des Jüdisches Gesetzes). Obwohl sie immer wieder im Laufe des Mittelalters Kriegen ausgesetzt war, blieb sie bestehen als der Ort, wo Jesus auf dem Wasser ging, auf dem See Genezareth (bekannt als der Kinneret). Ein kinor ist eine Harfe und der See hat in etwa die Form einer Harfe. Sie wurde zur Hauptstadt Galiläas anstelle der nahegelegenen Stadt Tzippori.

Von unserem Posten auf der Mauer des Gebets aus wollen wir nun beten:

  • Beten Sie dafür, dass mehr Menschen aus den Nationen Tiberias besuchen, auf ihren Straßen betend spazieren gehen und für ihre Einwohner und die Menschen aus der Umgebung eintreten, die eine geistliche Erweckung in ihrem Leben brauchen. „Willst du uns nicht wieder neu beleben, damit dein Volk sich an dir erfreuen kann?“ (Psalm 85,7).
  • Danken Sie Gott für den wunderschönen See Genezareth, der über so viele Jahrhunderte vom Herrn erhalten wurde. „Ihr sollt das Land nicht für immer verkaufen; denn das Land gehört mir…“ (3. Mose 25,23).
  • Machen Sie Fürbitte für diese antike biblische Stadt, da es der Ort in Israel war, an dem im Verlauf der letzten Monate die meisten Erdbeben stattgefunden haben. Obgleich die Beben relativ schwach gewesen sind, wird bereits ein großes Beben vorhergesagt. Israel trifft Vorkehrungen, falls das große Erdbeben tatsächlich kommen sollte. Einige Wohnhäuser erlitten durch die vergangenen Beben einen Schaden. „Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele…“ (Psalm 121,7).
  • Treten Sie für die Bürger in den Riss, die um den See Genezareth herum leben. Die meisten Menschen haben keinen großen Besitz, sondern sind einfache Bürger, die ihr Geld als Fischer, Hotelangestellte, und gewöhnliche Arbeiter verdienen. Beten Sie, dass in Galiläa eine geistliche Erweckung stattfinden möge, wo Jesus viel Zeit verbracht hatte. „… belebe dein Werk inmitten der Jahre! Inmitten der Jahre offenbare dich! Im Zorn sei eingedenk deiner Barmherzigkeit!“ (Habakuk 3,2).
  • Flehen Sie zu Gott, dass Er diesen Winter Regen senden möge. Wir müssen in den Riss treten und beten, dass diese Dürre zu Ende geht. „… so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit…“ (3. Mose 26,4).
  • Bedecken Sie den bedrohten See Genezareth mit Ihren Gebeten, der so nahe an den Golanhöhen und Syrien gelegen ist. Raketen sind schon einige Male in Tiberias eingeschlagen und wir müssen für göttlichen Schutz für alle Bewohner beten, die einfach in Frieden leben wollen. „Du brauchst dich nicht zu fürchten vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt …“ (Psalm 91,5).

Wie ganz Israel liegt die Region um Tiberias und der See Genezareth auf Gottes Herzen. Einfach nur auf denselben Straßen zu gehen oder mit dem Boot auf demselben See zu fahren, wo auch Jesus unterwegs gewesen ist – zumindest die örtliche Lage hat sich nicht verändert – ist eine bewegende und wunderschöne Erfahrung, vor allem an einem angenehm kühlen und friedlichen Tag. Es kommt einem so vor, als würde der Meister heute noch dort auf dem Wasser gehen und überall dort sein, wo man Ihn in Galiläa auch sucht.

Seine Wiederkehr erwartend,
Sharon Sanders

Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in 10 Ha Rav Agan, Jerusalem, 91015, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 16.11.2016 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok