In Raketenangriffe hineingeboren
Gemäß Statistiken, die von dem Sderot Medizinischen Gesundheitszentrum zur Verfügung gestellt wurden, haben über 90% der Sderot Bewohner eine Explosion einer palästinensischen Kassam Rakete erlebt – sei es in der Nachbarschaft, im eigenen Heim, in der Schule, am Spielplatz, an der Bushaltestelle, im Einkaufszentrum, im Geschäft oder in anderen Wohngebieten. Viele der Opfer von Raketenangriffen leiden unter Depressionen, Schlaflosigkeit, starken Angstgefühlen und finden nur schwer in einen geregelten Alltag zurück. Diese Bewohner leiden nun unter dem posttraumatischen Stresssyndrom (PTSD). Sie müssen regelmäßig in das medizinische Gesundheitszentrum gehen um Antidepressiva einzunehmen. Ein Drittel der Sderot Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren leidet an Lernstörungen, die auf traumatische Erlebnisse zurückzuführen sind.
Manchmal bleiben Schulen in Sderot und im Süden Israels in Zeiten von schwerem Raketenbeschuss gezwungenermaßen geschlossen, und es gibt ein Problem, dass sich unter jungen Sderot Kindern zeigt. Klinische Psychologen, die im Gesundheitszentrum arbeiten, haben festgestellt, dass sich der Sprachbereich vieler Sderot Kinder nicht so entwickelt, wie es für ihr Alter gemäß sein sollte. Der konstante Raketenbeschuss auf Sderot hat einen Zustand des Stresses und der Panik erschaffen, der auf dramatische Weise die Entwicklung der jungen Sderot Kinder beeinflusst hat. Es ist herzzerreißend wenn man hört, wie ein Teenager darüber spricht, wie die ersten Worte ihres fünf-jährigen Bruders „tzeva adom“ waren („roter Alarm“, ein Radar-Sirenen-System, das vor eintreffenden Raketen warnt und den Bewohnern nur 15 SEKUNDEN Vorwarnung gibt, um sich in einen bombensicheren Bunker zu flüchten).
Kinder leiden unter Schlafstörungen
Diese Kinder entwickeln schon sehr früh die Symptome von PTSD, und leiden unter Schlafstörungen, Albträumen und Angstzuständen. Viele leiden unter Zurückentwicklung und Nässen ihre Betten. Jüngere Kinder wollen wieder die Flasche oder den Schnuller und haben es extrem schwer, sich von ihren Eltern zu trennen. Kinder haben Angst, alleine ins Badezimmer oder in die Dusche zu steigen, aus Angst vor einem Raketenangriff. Die Situation führt zu ungesunden Familienbeziehungen; zum Beispiel schlafen 12-jährige Kinder noch im Elternbett mit weil sie Angst haben. Diese Kinder wurden in eine Realität konstanter Raketenangriffe hineingeboren. Die Welt erscheint für sie unsicher und angsterregend, voller Ungewissheit und Chaos. Ihr Sinn für Sicherheit wurde durch fortlaufende Raketenangriffe zerstört.
Ein Dankeschön von Herzen an Sie, die unser Projekt Kommunen unter Beschuss (früher Attackierte Gemeinden) unterstützen und für Ihre laufende finanzielle Hilfe. Ihre Gaben ermöglichen es uns, traumatisierte Kinder zu besuchen, ihnen das tröstende Wort Gottes zuzusprechen, für sie und mit ihnen zu beten und sie zu ermutigen, in ihrem jungen Alter ihre Sicherheit und Zuflucht in Gott zu finden. Um traumatisierten Kindern in Sderot oder im Süden Israels zu helfen, fügen Sie Ihrer Spende bitte das Kennwort Kommunen unter Beschuss zu.
Vielen Dank!
Helene Iedema, Direktorin der Hilfsdienste und Maggie Huang, Projektassistentin

