Wie lange, o Herr?

Weiterleben

„Wie lange, o Herr, rufe ich [schon], ohne dass du hörst! Ich schreie zu dir [wegen des] Unrechts, und du hilfst nicht.“ (Habakuk 1,2)

Wo wir auch immer in den Nationen sind, wir wollen daran denken, was das Auserwählte Volk Gottes täglich durchmachen muss, um in „seinem“ Land zu überleben. Traurigerweise sind seit 13. September 2015 34 Menschen (zwei von ihnen waren Nichtjuden) bei Terrorangriffen getötet worden und 411 (einschließlich 4 Palästinenser) wurden in dieser Terrorwelle verwundet. Laut der Statistik des Außenministeriums Israels gab es bis 27. März 2016 211 Angriffe mit Stichwaffen (einschließlich 66 versuchte Angriffe), 83 Angriffe mit Schusswaffen und 42 Angriffe mit Fahrzeugen (Rammen). 

„Wie lange O Herr muss dieses Böse Bestand haben?“ Ein fragender Blick traf uns, als Rahamim Cohen diese Frage stellte, bevor er seinen Bruder Tzvika im Krankenhaus besuchte. Sein Bruder wurde am 26. Februar 2016 fast durch die Hand eines palästinensischen Jugendlichen getötet, der im gleichen Einkaufszentrum arbeitete. Rahamim musste den Terrorismus am eigenen Leib erleben, als ein Palästinenser, der in seinem Taxi mitfuhr, 15 Mal auf ihn einstach und ihn in einer Blutlache zurückließ. Der Terrorangriff auf Tzvika erschütterte Israel besonders, weil der Terrorist im gleichen Einkaufszentrum arbeitete und zwei Tage vor dem Angriff noch mit Tzvika Kaffee getrunken hatte. Als Tzvika die Tür im Einkaufszentrum für seinen Mitarbeiter geöffnet hatte, zog dieser eine Axt aus der Tasche und begann von Hinten brutal auf Tzvikas Kopf einzuschlagen, auch noch nachdem Tzvika bereits auf den Boden gefallen war. Rahamim bat das ganze Land für Tzvika zu beten, der immer noch im Koma liegt und um sein Leben kämpft. Rahamims Frage ist keine einfache. Wir sagten ihm, das wir ganz ehrlich die Antwort nicht wüssten, aber Gott sagt: „Mein ist die Rache und die Vergeltung ...“ (5. Mose 32,35).

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Weiterleben

Weiterleben

Israel ist von einer neuen Welle des Terrors heimgesucht worden, der seit Oktober letzten Jahres durch Einzelgänger verübt wird. Diese Art des Terrorismus hat sich als sehr gefährlich und tödlich herausgestellt und als die schlimmste, weil sie so unvorhersehbar ist. 

Im Gegensatz zu organisierten Terroranschlägen, welche eine Kommunikationspur hinterlassen, die es dem Shin Bet (Israelischer Geheimdienst) ermöglicht, immer wieder Zellen der Hamas und des islamischen Dschihads in Judäa und Samaria zu beobachten und zu zerschlagen, geben Terroristen, die alleine handeln, vor ihren Angriffen keinerlei Warnsignale ab. Viele Israelis sind bei diesen Angriffen getötet worden, auch Kinder. Folgendes sind einige der neuen Formen der Terrorangriffe, die durch „Einsame Wölfe“ ausgeführt werden.

Angriffe mit Fahrzeugen: Es gab viele Vorfälle, bei denen Einzelgänger mit ihren Autos in Menschenmengen rasten, die an den Straßenbahnen in Jerusalem warteten, und dabei herzzerreissende tödliche Verletzungen verursachten. Unter den Opfern war auch ein drei Monate altes Mädchen, deren Eltern lange darauf gewartet hatten, endlich ein Kind zu bekommen und als es schließlich geboren war, wurde es ihnen auf diese bösartige Weise wieder entrissen.

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Trauer und Schmerz bleiben

CFRI unterstützt bei Therapien unterschiedlichster Art

Seit September 2000 hat Israel wiederholt tödliche Terrorangriffe erleben müssen, die das Leben vieler Zivilisten forderten, das tägliche Leben und die Wirtschaft zum Erliegen brachten und eine Atmosphäre der Unsicherheit und der Furcht verbreiteten. Mehr als 1000 Israelis wurden getötet und mehr als 8000 wurden als Folge palästinensischer Terrorangriffe verletzt. Nachdem ein Terrorangriff stattgefunden hat berichten die Nachrichten etwa einen Tag lang darüber, dann machen die Menschen mit ihrem Leben weiter und es gerät in Vergessenheit. Es ist jedoch so, dass die Trauer, das Trauma und der Schmerz der Verletzten und der Familien der Todesopfer einfach nicht aufhört. Zwei, drei oder auch zehn Jahre später müssen die Terroropfer und ihre Familien noch mit den anhaltenden Nachwirkungen der Probleme zurecht kommen.

Yoram ist nicht in der Lage nach dem Terrorangriff – ein horrendes Selbstmordattentat – den er überlebt hat, den Weg zurück in ein normales Leben zu finden. Bilder von abgetrennten Armen, Körper in halb gerissen, spritzende Arterien und Blutpfützen sind in seine Erinnerung eingebrannt. Er wurde auf Grund seiner Trauer und seines Traumas dermaßen arbeitsunfähig, dass sein Schuhladen dicht machen musste.

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Wir sind die Sieger

Avi und sein Vater Rafi

Das Projekt Unter Seinen Flügeln wurde zur Zeit des Höhepunktes der Zweiten Intifada eingerichtet, um Terroropfer zu erreichen. Es ist eine intensive und manchmal sogar überwältigende Erfahrung mitzuerleben, wie Terroropfer im Alltag zu kämpfen haben, andererseits ist es eine unvergleichbar große Freude zu sehen, wie sie Fortschritte machen. Lassen Sie sich von diesem Bericht der Fortschritte eines Terroropfers ermutigen, für den das Projekt USF eine wichtige Rolle gespielt hat.

„Wohl dem, der sich des Armen annimmt; der Herr wird ihn erretten zur bösen Zeit ... ja, du wirst ihn nicht der Gier seiner Feinde ausliefern!“ (Psalm 41,2-3).

Eran und Abi Mizrachi sind Zwillinge, die heute in ihren späten Zwanzigern sind. Bei unserem letzten Besuch waren wir sehr bewegt von ihrer Einstellung gegenüber einem Ereignis, dass zum Bösen gedacht war, nämlich einem Terrorangriff. Weil sie als Zwillinge oft Dinge zusammen unternehmen, wurden sie auch beide zusammen bei zwei Terrorangriffen verletzt. Die erste Selbstmordattacke ereignete sich auf ihrem Schulweg im Bus. Darüber hinaus wurde einer von ihnen in dem zweiten Angriff beinahe getötet.

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Tröstet, tröstet Mein Volk

Alexander

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wanderten über eine Million jüdischer Menschen aus der ehemaligen UdSSR nach Israel ein – ein Teil der Erfüllung biblischer Prophetie. Die meisten kamen auf Grund der Hoffnung hierher, ein besseres Leben für ihre Kinder zu finden. Allerdings zerplatzte dieser Traum für viele durch den Vorfall am 1. Juni 2001, als in einer der tödlichsten Selbstmordattentate, der Delphinarium Terrorattacke, 21 Israelis getötet und 132 verletzt wurden.

Vor kurzem hatte das „Unter Seinen Flügeln“-Team das Vorrecht, ein Terroropfer, Herrn Alexander Vasiliev, zu besuchen, der in diesem Attentat schwer verletzt wurde – ein Attentat, das sich im Bewusstsein der israelischen Bevölkerung als eine der schwerwiegendsten Attacken der zweiten Intifada eingebrannt hat. Es ist herzzerreißend über die Details dieses Terrorangriffs zu hören und wie er weiterhin das Leben dieses tollen jungen Mannes wie auch das seiner Familie beeinflusst.

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Spenden

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