Weiterleben


Weiterleben

Israel ist von einer neuen Welle des Terrors heimgesucht worden, der seit Oktober letzten Jahres durch Einzelgänger verübt wird. Diese Art des Terrorismus hat sich als sehr gefährlich und tödlich herausgestellt und als die schlimmste, weil sie so unvorhersehbar ist. 

Im Gegensatz zu organisierten Terroranschlägen, welche eine Kommunikationspur hinterlassen, die es dem Shin Bet (Israelischer Geheimdienst) ermöglicht, immer wieder Zellen der Hamas und des islamischen Dschihads in Judäa und Samaria zu beobachten und zu zerschlagen, geben Terroristen, die alleine handeln, vor ihren Angriffen keinerlei Warnsignale ab. Viele Israelis sind bei diesen Angriffen getötet worden, auch Kinder. Folgendes sind einige der neuen Formen der Terrorangriffe, die durch „Einsame Wölfe“ ausgeführt werden.

Angriffe mit Fahrzeugen: Es gab viele Vorfälle, bei denen Einzelgänger mit ihren Autos in Menschenmengen rasten, die an den Straßenbahnen in Jerusalem warteten, und dabei herzzerreissende tödliche Verletzungen verursachten. Unter den Opfern war auch ein drei Monate altes Mädchen, deren Eltern lange darauf gewartet hatten, endlich ein Kind zu bekommen und als es schließlich geboren war, wurde es ihnen auf diese bösartige Weise wieder entrissen.

Angriffe mit Steinen und Brandsätzen: Steinewerfen wird oft als eine unschuldige Provokation heruntergespielt, aber in der Tat können Steine ernsthaft verletzen und sogar töten. Diese Art der Angriffe ereignen sich täglich, werden aber oft von den etablierten Medien ignoriert. 

Angriffe mit Stichwaffen: Diese Form der Terrorangriffe ereigneten sich auf den Straßen, in Supermärkten, Bussen, an Kontrollpunkten und haben viele Tote und Verletzte verschuldet. Traurigerweise können sich die jüdischen Menschen in Israel nicht einmal mehr den Luxus leisten, sich bei Busfahrten auszuruhen, wenn sie müde oder angeschlagen sind. Das traf auch auf einen 18-jährigen neuen Soldaten zu, der sich wegen einer Erkrankung auf dem Weg nach Hause befand, und im Bus eingeschlafen war. Dabei wurde er von einem 16-jährigen hasserfüllten palästinensischen Jugendlichen erstochen.

Brutaler Mord: Ein schockierender Terrorangriff ereignete sich in der Har Nof Synagoge in Jerusalem im November 2014. Vier Rabbis und ein drusischer Polizist wurden brutal ermordet und sieben andere Beter verletzt.

Durch das Projekt Unter Seinen Flügeln wurden in 2015 43 Terroropfer und 41 Opfer von Raketenangriffen zu Hause besucht, also insgesamt 84 Hausbesuche in Orten in ganz Israel. Außerdem wurden mehrere Veranstaltungen organisiert. Die Besuche von Opfern von Raketenangriffen führen größtenteils in den Süden Israels, nach Ashkelon, Sderot, Netivot, Beersheva und Kibbuzim in der Nähe der Grenze zu Gaza.

Terroropfer erreichen

Mit Ihrer Hilfe konnte das Team des Projektes Unter Seinen Flügeln viele Überlebende dieser neuen Welle des Terrors in Krankenhäusern besuchen:

Herzl Biton ist ein Busfahrer, der durch einen Einzelgänger-Terroristen ernsthaft verletzt wurde, der in der Nähe von Tel Aviv seinen Bus bestieg. Nachdem der Bus zwei Haltestellen weitergefahren war und mehr Passagiere eingestiegen waren, zog der Angreifer ein Messer und begann damit, auf Menschen einzustechen, wobei er 13 Personen verletzte. Herzl wurde als Held gelobt, denn ohne seine mutige und schnelle Reaktion auf den Terroristen, wäre dieser Angriff noch viel schlimmer ausgegangen. 

Daniel Pelah ist ein weiterer Überlebender des gleichen Angriffes, der auch von unserem Team im Krankenhaus besucht wurde. 

Rabbi Eitan Moalmi erlitt bei dem Terrorangriff in der Har Nof Synagoge schwere Verletzungen am Kopf und seiner linken Hand. Er lag drei Tage lang im Koma. Sein Überleben war ein Wunder. Obwohl seine vollständige Genesung noch viel Zeit benötigen wird, preisen wir den Herrn, dass er nach einem mehrmonatigen Aufenthalt im Krankenhaus und im Rehabilitationszentrum vor Kurzem nach Hause zurückkehren konnte. 

Wir sind so ermutigt zu sehen, dass die Überlebenden von Terrorangriffen, die unser Team des Projektes Unter Seinen Flügeln besuchte, trotz den schweren Verletzungen und allen Leiden Gott für Seine schützende Hand über ihnen dankten und Ihm die Ehre gaben und sagten: „Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten des Herrn verkünden“ (Psalm 118,17).

Die Opfer und ihre Familien sind zutiefst bewegt von der Liebe und Unterstützung der Besuche von Christen. Danke, dass wir Sie repräsentieren dürfen, wenn wir die Opfer von Terrorangriffen trösten. Möge der Gott Israels sie überaus segnen und Sie weiter zu einem Segen machen. Möge Er Sie außerordentlich mit der Freude Seiner Gegenwart beschenken.

Von Maggie Huang, Koordinatorin von Unter Seinen Flügeln

 

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