Sharon Sanders - Der Mann mit dem Schreibzeug

... in ihrer Mitte aber war ein Mann, der trug ein leinenes Gewand und hatte ein Schreibzeug an seiner Hüfte ... und er rief dem Mann zu ... und siehe, der Mann, der das leinene Gewand trug und das Schreibzeug an seiner Hüfte hatte, brachte eine Meldung ...“ (Hesekiel 9,2-3 u. 11).

Im alten Israel wurden Fakten und Informationen auf Pergament aufgeschrieben, um genau festzuhalten, was eines Tages Geschichte sein würde. Nichts konnte mehr verändert oder gelöscht werden. Jeder Strich und Punkt der Feder war heilig und wurde mit akribischer Genauigkeit nieder geschrieben. In der heutigen Welt der Berichterstattung und des Journalismus berichten immer noch Männer und Frauen – selten gekleidet in leinenem Gewand und Rechtschaffenheit darstellend – über die Welt. Jedoch ist die globale Berichterstattung vor allem im Bezug auf Israel extrem unausgewogen. Wenn Berichte veröffentlicht werden, bestätigen Ungenauigkeiten und manchmal offene Lügen das uralte Sprichwort: „Prüfe die Fakten, bevor du etwas glaubst!“ Wir leben bereits seit über 30 Jahren in Israel, und in dieser Zeit hat uns der Herr gegenüber Voreingenommenheit in den Medien, die viele Leser und Zuhörer in der heutigen Welt täuschen wollen, sensibilisiert. Wir können jetzt das „große Bild“ von einem internationalen Standpunkt aus sehen. Manchmal bekommt man den Eindruck, dass die Wahrheit zu Fall gekommen ist und dass die Menschen Mythen und Märchen sehr leicht schlucken, vor allem wenn es um Israel geht. Fehlerhafte und antisemitische Aussagen werden über Veröffentlichungen, Ausstrahlungen und über das Internet durch die Welt geschickt, von Reportern – jederzeit mit Telefonen und Computern ausgerüstet –, die sich ihre eigene Meinung bilden und diese dann weltweit veröffentlichen. 

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Sharon Sanders - Ein Ruf nach Reformation

„Wenn du sagen wolltest: ‚Siehe, wir haben das nicht gewusst!’ — wird nicht der, welcher die Herzen prüft, es erkennen …?“ (Sprüche 24,12). „Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!“ (Matthäus 25,40).

„Dieser Traum verfolgt mich seit Jahrzehnten. Es gibt manche Dinge, die die Zeit nicht ausradieren kann … sich der Vergangenheit zu stellen ist die einzige Möglichkeit nach vorne zu gehen … Gott, hilf uns Christen, die nichts taten um einzugreifen.“ (Zeugnis eines Christen) 

Sich der Vergangenheit stellen: „Vor vielen Jahren standen mein Mann und ich vor der Schlosskirche zu Wittenberg in Deutschland, vor den Toren, an denen Martin Luther seine 95 Thesen genagelt hatte „mit Hammerschlägen, die durch ganz Europa hallten“ (Luther Gedenkstätte in Sachsen-Anhalt). Dieser Akt der Auflehnung gegen die katholische Kirche wurde zum Symbol der Reformation von Oktober 1517. Diese Reform deckte Misshandlungen durch die Römisch Katholische Kirche auf und brachte letztendlich die Errichtung vieler protestantischer/reformierter Kirchen hervor. Mark Batterson, ein Kolumnist der Christian Post und Autor des Buches „Primal: A quest for the Lost Soul of Christianity” (wörtl. a. d. Engl. – Auf der Suche nach der verlorenen Seele des Christentums) war einer der christlichen Leiter, die sich in 2008 in Wittenberg, Deutschland, versammelten um den Zustand des Christentums zu analysieren. Die Frage kam auf: „Brauchen wir eine neue Reformation?“ Seine kurze Antwort war „Ja“. Es war damals schon klar und das ist es auch heute, dass die „Kirche“ vom biblischen Pfad abgekommen ist. Ihre Behandlung des jüdischen Volkes war tragisch und sollte weder gerechtfertigt noch vergessen werden. Ich hätte mich niemals für eine Reformatorin gehalten, aber eine Reformation ist dringend nötig.

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Sharon Sanders - Nationen in der Waagschale

„… Du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht erfunden worden.“ (Daniel 5,27)

„Es gibt Zeiten in der Weltgeschichte, in denen Nationen vor einer Kreuzung stehen und den falschen Weg einschlagen.“ (Anonym)

Die Herausforderung Elias an das Volk Israel auf dem Berg Karmel lautete: „Wie lange wollt ihr auf beiden Seiten hinken? Ist der Herr Gott, so folgt ihm nach, ist es aber Baal, so folgt ihm! Und das Volk erwiderte ihm kein Wort“ (1. Könige 18,21). „Sowohl Moses als auch Josua bezeichneten in ihren Abschiedsreden das Volk als zwischen zwei alternativen Handlungsmöglichkeiten stehend ... Moses bezeichnete die Auswahl als eine Entscheidung zwischen Gehorsam und Ungehorsam ‚... so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt‘ (Josua 24,15).“ (Dictionary of Biblical Imagery). 

Ich bekomme Briefe von Menschen, die der Meinung sind, dass ihre Nationen ein Warnsignal hören sollten. „Falls es ertönen sollte, ‚hören‘ wir dann, oder sind wir, wie es Salomo beschreibt, die Braut, die tief schlafend im Bett liegt?“ (Beryl Hunter). Wer läutet die Alarmglocke und, falls sie geläutet wird, ist sie laut genug?

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Sharon Sanders - Unsere Glaubensgrundlagen befestigen

„Wenn das Fundament zerstört ist, was sollen die Gerechten dann tun?“ (Psalm 11,3)

In der wissenschaftlichen Untersuchung der Grundsteine unseres christlichen Glaubens wurde etwas aufgedeckt, das wie Fäule unter der Oberfläche aussieht, und das sich über Jahrhunderte lang wegen falschem oder fehlendem Verständnis der jüdischen Wurzeln des Christentums aufbauen konnte. Was meine ich damit? Als Christen behaupten wir „Jesus ist unser Fundament!“ Ja, das ist Er, und weil Er das ist sind diese Entdeckungen genau der Grund warum wir Ihn auch als jüdischen Messias-König kennenlernen müssen, wie auch den Retter der Welt. Wie Jesus als Kind erzogen wurde, und dann als orthodoxer Jude, wirft ein neues Licht auf Seine Lehrmethoden, israelitische Redewendungen, sowie auch jüdische Traditionen, an die Er sich hielt. Er brachte der Menschheit ein Verständnis der hebräischen Verbindung zum Glauben. Ohne dieses Verständnis machen einige Dinge einfach keinen Sinn.

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Sharon Sanders - Das Land der Verheißung

„Und ich werde für mein Volk Israel einen Ort bereiten und werde es einpflanzen, dass es dort bleiben und nicht mehr beunruhigt werden soll; und die Söhne der Bosheit sollen es nicht mehr verderben wie zuvor …“ (1. Chronik 17,9)

„Denn wohin soll man laufen, wenn man schon im Verheißenen Land ist?" (Claude Brown – Autor des gefeierten Buches „Manchild of the Promised Land“)

Gehört das Land wirklich den Juden?

Diese Frage wird von so vielen in der heutigen antisemitischen Welt und den Medien gestellt. Ich möchte diese Frage mit einem Zitat aus der Zusammenfassung einer in 2005 geschriebenen Dissertation beantworten, die ich in unserer privaten Bücherei entdeckt habe. Die Dissertation trägt den Titel „Das historische und legale Recht der Juden auf das Land Israel“ von Richard E. Bristol. Er gibt hier die Antwort. „Während die Bibel ausreichenden Beweis dafür liefert, vor allem für Bibel-Gläubige, wer die Rechte auf das moderne Land Israel inne hat, ist dies jedoch für die Millionen von Menschen, die die Bibel nicht als unfehlbare Wahrheit betrachten, keine Rechtfertigung für den modernen Staat Israel. Nur in der Etablierung des jüdischen Volkes als Nation und der Zurückverfolgung der jüdischen Geschichte innerhalb dem besagten Territorium liegt der einzige Weg, um ihren historischen und rechtlichen Anspruch auf das Land als einen nationalen Staat zu beweisen. Die Juden haben eine nationale Identität, wie es nach wissenschaftlicher Definition definiert ist. Sie besitzen eine historische Verbindung zu dem Land. Nach internationalem Recht, wie es vom Völkerbund, der UN, internationalen Abkommen und dem Eroberungsrecht anerkannt wird, besitzt Israel alle Rechte auf den Gaza­streifen wie auch auf Judäa und Samaria, was heute als Westjordanland bezeichnet wird.“ Dies ist die Prämisse, auf der ich meine eigene Argumentation in der Verteidigung Israels aufbauen werde.

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