Sharon Sanders - Der Mann mit dem Schreibzeug


... in ihrer Mitte aber war ein Mann, der trug ein leinenes Gewand und hatte ein Schreibzeug an seiner Hüfte ... und er rief dem Mann zu ... und siehe, der Mann, der das leinene Gewand trug und das Schreibzeug an seiner Hüfte hatte, brachte eine Meldung ...“ (Hesekiel 9,2-3 u. 11).

Im alten Israel wurden Fakten und Informationen auf Pergament aufgeschrieben, um genau festzuhalten, was eines Tages Geschichte sein würde. Nichts konnte mehr verändert oder gelöscht werden. Jeder Strich und Punkt der Feder war heilig und wurde mit akribischer Genauigkeit nieder geschrieben. In der heutigen Welt der Berichterstattung und des Journalismus berichten immer noch Männer und Frauen – selten gekleidet in leinenem Gewand und Rechtschaffenheit darstellend – über die Welt. Jedoch ist die globale Berichterstattung vor allem im Bezug auf Israel extrem unausgewogen. Wenn Berichte veröffentlicht werden, bestätigen Ungenauigkeiten und manchmal offene Lügen das uralte Sprichwort: „Prüfe die Fakten, bevor du etwas glaubst!“ Wir leben bereits seit über 30 Jahren in Israel, und in dieser Zeit hat uns der Herr gegenüber Voreingenommenheit in den Medien, die viele Leser und Zuhörer in der heutigen Welt täuschen wollen, sensibilisiert. Wir können jetzt das „große Bild“ von einem internationalen Standpunkt aus sehen. Manchmal bekommt man den Eindruck, dass die Wahrheit zu Fall gekommen ist und dass die Menschen Mythen und Märchen sehr leicht schlucken, vor allem wenn es um Israel geht. Fehlerhafte und antisemitische Aussagen werden über Veröffentlichungen, Ausstrahlungen und über das Internet durch die Welt geschickt, von Reportern – jederzeit mit Telefonen und Computern ausgerüstet –, die sich ihre eigene Meinung bilden und diese dann weltweit veröffentlichen. 

Im November 1945 wurde die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, deutsch offiziell Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) gegründet. Heute treffen sich am Place de Fontenoy in Paris 195 Mitgliedstaaten in einem riesigen arenaartigen Auditorium. In ihrer Missionsbeschreibung erklärt die UNESCO, dass sie gegründet wurde um „zu Frieden und Sicherheit in der Welt beizutragen und um für universellen Respekt für Gerechtigkeit, Gesetze, Menschenrechte und Freiheit einzutreten“. Vor kurzem erklärte dieses Gremium, das für „universellen Respekt für Gerechtigkeit“ steht, der Welt, dass Juden und Christen kein Recht darauf hätten, den Tempelberg in Jerusalem für ihren Glauben als wichtig zu bezeichnen oder zu besuchen. Was noch weniger plausibel ist: Sie behaupten, dass es niemals einen Ersten oder Zeiten Tempel auf diesem heiligen Berg geben hätte. Glauben sie, göttliche Autorität bekommen zu haben, so eine Lüge zu verbreiten? Nach meiner Meinung war das ein kühner Versuch, das Wort Gottes aus der Geschichte und aus den Herzen der gläubigen Menschheit zu löschen. Diese Diplomaten der UNESCO, einfache Menschen – aber Vertreter ganzer Nationen – infizierten vor kurzem, mit „Schreibzeug“ oder, passender ausgedrückt, mit „blitzschneller Computertechnologie“ in den Händen, den Planeten mit einer enormen, wahnhaften Lüge. Wie ein Virus verbreitete sich diese Lüge, und so schwer sie auch zu schlucken war, Millionen von Menschen nahmen diese bittere Pille ein und sind nun getäuscht. Dass die UNESCO Juden und Christen den Tempelberg und Jerusalem verweigert, ist ein Versuch, das Wort Gottes zunichte zu machen. Sie haben versagt, den Einen Wahren Gott anzuerkennen und haben ihre eigene „grobe Revision der Geschichte“ erschaffen (Eylon Asian-Levy). Die UNESCO hat die Wahrheit verletzt, dass der Allmächtige Gott durch einen Schwur versichert hat, dass Jerusalem dazu auserwählt ist, „der Thron des Herrn“ (Jeremia 3,17) zu sein, nicht Mohammeds sitz. Der Mensch hat wieder einmal die Pläne und Absichten des Allmächtigen für Israel (und die Jünger Jesu) angegriffen. Viele sind mächtig getäuscht worden und wir möchten die Berichte richtig stellen!

Die Berichte richtig stellen

„Jeder Mensch hat das Recht auf seine Meinung aber kein Mensch hat das Recht sich in den Fakten zu irren“ (Bernard Baruch).

Ein weiser Mensch hat einmal gesagt: „Lasst uns die Fakten prüfen! Fakten sind Aussagen, die man beweisen kann, Meinungen kann man nicht beweisen. Meinungen basieren auf den Gedanken, den Gefühlen und dem Verständnis einer Person. Obwohl diese Person Fakten hinzuziehen kann, um eine Meinung glaubhafter zu machen, ist es immer noch nur eine Meinung! Auch wenn eine Meinung weithin akzeptiert wird, macht das diese Meinung immer noch nicht zu einer Tatsache“ (Anonym). „Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, so dass sie der Lüge glauben ...“ (2. Thessalonicher 2,11).

Wenn diese aktuelle Entscheidung der UNESCO, dass Juden keine historische Verbindung zum Tempelberg haben (und Christen auch nicht), geglaubt wird, dann haben sie die Geschichte umgeschrieben und Gottes Verheißungen ignoriert. Die Folgen könnten Israel auf drastische Weise betreffen: a) Israel müsste alle Arbeiten einstellen, die das jüdische Erbe in Jerusalem feiern, b) Pläne abbrechen, den Gebetsplatz an der Westmauer zu erneuern und c) auch die Pläne für das Kedem Zentrum, ein neues archäologisches Besucherzentrum in der Davidsstadt, abbrechen. Hinzu kommen noch folgende Pläne, mit denen die UNESCO nicht einverstanden ist: das Liba House Projekt am Platz vor der Westmauer (dazu gehört auch eine Freilegung tieferer Fundamente der Mauer), der vorgeschlagene Bau von Klassenzimmern und einem Hörsaal für Bildungszwecke usw. Nachdem jetzt die Zeit ist, dass Jerusalem ihre „Ehrenkleider“ anzieht (Jesaja 52,1), erkennen wir, dass es der Geist hinter dem Islam ist, der das verhindern will! Gleich im Anschluss an diese UNESCO Resolution kam gleich ein weiterer Schlag. „Das Komitee der Vereinten Nationen verabschiedete zehn anti-Israel Resolutionen an einem Tag ... mehr als doppelt so viele, wie für den Rest der Welt zusammen in dieser Woche“ (TheTower.org Staff, 10. November 2016). Hinzu kommt noch, dass „Israelis glauben, dass die Palästinensische Autonomiebehörde versucht, das kulturelle Gremium der UN zu benutzen, um die Schriftrollen vom Toten Meer für sich zu beanspruchen ... welche zu den wichtigsten archäologischen Schätzen Israels gehören.“ (Times of Israel).

Indem sie Israel das Recht auf Jerusalem und Familienschätze wie diese Schriftrollen verweigert, hofft die arabische Welt, dass das Licht Israels ausgelöscht wird. Damit würde kein Volk auf der Erde übrig bleiben, das für den Allmächtigen Gott Sein irdisches Königreich vorbereitet. Diejenigen, die das Wort Gottes kennen und danach leben, wissen, dass egal wie hart die Nationen versuchen, Israel aus der Geschichte zu löschen, Gott Sein Auserwähltes Volk für Seine Pläne und Absichten wieder gesammelt hat. Er bringt sie immer noch nach Hause, um ihnen ihr versprochenes Erbe zu geben. Sein Bund mit Israel bleibt bestehen so lange Mond und Sterne Licht abstrahlen (Jeremia 31,35-38). Jedoch haben viele Nationen der Welt sich entschieden zu glauben, was unwahr ist. 

Drei Meister der Lügen, Adolf Hitler, Joseph Goebbels und Vladimir Lenin haben alle zu gut gewusst, was Lügen bewirken können. „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben ... Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind ...“ (Joseph Goebbels/Adolf Hitler). „Eine Lüge, die oft genug erzählt wird, wird irgendwann zur Wahrheit“ (Vladimir Lenin). 

Offenbar leben wir in der Generation der Auslöscher. Der IS hat die Geschichte von Zivilisationen vernichtet und eine ethnische Gruppe nach der anderen eliminiert. Wir haben gesehen, wie göttliche Fundamente aus führenden Nationen entfernt wurden. Im Herbst 2016 haben wir erlebt, dass eine Kandidatin für das Amt des US-Präsidenten Tausende von E-Mails über Veranstaltungen und Geschehnisse innerhalb ihrer politischen Karriere gelöscht hat. Der Versuch, eine ganze Nation von den Landkarten und aus den Annalen der Geschichte zu löschen, kann auf die leichtsinnige Berichterstattung über tatsächliche Fakten zurückgeführt werden, als Teil eines dämonischen Plans, Israel in Verruf zu bringen. 

Diese aktuelle absurde Ankündigung durch die UNESCO enthält auch Behauptungen, dass es nie einen israelitischen Tempel gegeben hat – nicht von König Salomon, auch keinen Zweiten Tempel von Ezra oder einen Tempel des Herodes. Das würde bedeuten, dass Jesus nie in einem Tempel gelehrt hat, was eine offenkundige Irreführung ist. „... dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, so dass sie der Lüge glauben ...“ (2. Thessalonicher 2,9-11). Ihre Behauptungen nehmen von dem Wort Gottes weg (Offenbarung 22,18-19) und versuchen, Gottes ewige Versprechen für Sein Volk auszulöschen. 

Niemand kann den „Löschen Knopf“ drücken und hoffen, dass dadurch die Auserwählte Nation aus der Erinnerung der Welt gelöscht wird. Gott toleriert es nicht, dass Menschen in Sein Ewiges Wort hineinpfuschen. Seine Worte sind rein, wie geläutertes Silber (Psalm 12,7-8). Diese Einmischung durch die UNESCO ist ein weiteres Zeichen dafür, dass wir in den letzten Tagen leben. Es ist eine lärmende Resolution und auch ein Versuch, der das Zweite Kommen Christi nicht verhindern können wird. Wenn sie jede Spur von jüdisch-christlicher Geschichte auf dem Tempelberg entfernen könnten, dann würde der Messias nicht zurückkehren. Gottes Königreich wird nicht mit islamischen Flaggen, die auf den Türmen Jerusalems wehen, errichtet werden. Damit Israels König kommt muss Israel in seinem Heimatland wieder versammelt sein, Jerusalem muss in den Bergspitzen etabliert sein und Israel muss die Kontrolle über den Tempelberg besitzen. Das Königreich gehört dem Einen Wahren Gott und alle Nationen werden in den letzten Tagen nach Jerusalem hinaufkommen, um Ihn anzubeten. Dies ist die Wahrheit und das sind die Fakten.

Fast unmittelbar nach der Leugnung der Geschichte Israels durch die UNESCO wurde in Israel berichtet, dass Gott aus dem Staub der Geschichte einige Überraschungen geschenkt hat. Im Nachklang nach jeder historischen Lüge, die in den letzten Wochen erzählt wurde, kamen mehr Schätze aus dem Staub der Geschichte zum Vorschein, die laut proklamierten: „Hier haben wir es ... wir waren schon immer hier!“ Die Stücke wurden zurück in das Puzzlebild gesetzt um uns die Wahrheit der Geschichte aufzuzeigen. Die Artefakte aus der Ära von Salomons Tempel (8. und 6. Jahrhundert) wurden zum ersten Mal auf dem Tempelberg entdeckt. Ähnliche Artefakte wurden durch das Tempelberg-Suchprojekt gefunden, bei dem ungefähr 400 Lastwägen Bauschutt durchsucht worden ist, der durch die Islamische Waqf in 1999 vom Tempelberg abgegraben und entfernt wurde. Der historische Schutt „... war im Schutz der Nacht durch die moslemische Autorität im Kidron Tal abgeladen worden“ (TheTower.org). Das waren alles Versuche, Israels Verbindung zum Tempelberg zu verschleiern. Noch etwas: „... eine altertümliche moslemische Inschrift bezeugt, dass der ursprüngliche Name des Felsendoms ‚Bayt Al-Maqdis’ war oder ‚Beit Hamikdash’ auf Hebräisch, wie der Jüdische Tempel auch bezeichnet wurde“ (David Israel). Diese Inschrift soll 1000 Jahre alt sein. Neues Licht wird weiterhin auf Jerusalem und ihre größte Bestimmung geworfen: der Ort des Throns des Herrn, des Gottes Israels, zu sein!

Der Leiter des Tempelinstitutes, Rabbi Yisrael Ariel, erklärte kürzlich, dass niemand die Torah löschen und weiterhin sagen kann, dass es verboten ist, den Tempelberg zu betreten. Gott hat vor Kurzem den Behörden Jerusalems einen neuen Drang aufs Herz gelegt, dass jüdische Menschen den Gott Israels auf dem Tempelberg anbeten. 

Ein weiteres Zeichen dafür, dass Jerusalem ihre „Ehrenkleider“ für die Ära des Königreiches anlegt, ist die kürzliche Befürwortung des massiven Projekts, einen ganz neuen Stadtteil in Jerusalem zu bauen, durch den Bürgermeister Jerusalems. Das Projekt wird „Der Eingang nach Jerusalem“, bezeichnet. Es soll zu einem der prominentesten Geschäftsviertel in der Heiligen Stadt werden. Die neuen Büros von CFI und das Verteilzentrum befinden sich mitten in dieser neuen zentralen Stelle Jerusalems.

Die Torheit der Nationen, Gott und Sein Wort in den Wind zu werfen, ist wie ein Armdrücken mit dem Allmächtigen. Die Wahrheit mag zu Fall gebracht werden, aber sie wird sich wieder aufrichten und eigenständig gehen. Ich habe über die Jahre Situationen erlebt, bei denen Menschen sich eine Meinung gebildet haben, aber nicht alle Fakten kannten. Deswegen sind sie fälschlicherweise gegen die Wahrheit gestanden. So wird es auch bei der UNESCO und der UN sein, die fälschlicherweise gegen Israel stehen. Der Sumpf der Irreführung breitet sich weiter mit voller Geschwindigkeit aus. Jerusalem wird als „die Pforte der Völker“ bezeichnet (Hesekiel 26,2) und alle Nationen werden unter Gottes Regierung hier heraufkommen und Israels Rolle wird ausgeführt werden. 

Die Feinde Israels halten Treffen auf obersten Ebenen ab, wie es in Psalm 83,3-5 beschrieben wird. Ihr gemeinsames Ziel ist es, sie „zu vertilgen, dass sie kein Volk mehr seien“. Um das zu tun müssen sie zuerst Lügen verbreiten und leugnen, dass die Juden jemals in dem Land existiert haben und zweitens behaupten, dass sie nichts mit dem Tempelberg zu tun hatten. Mit verhärteten Herzen, wie bei Pharao zu Moses Zeiten, werden im Schatten des Islam böse Pläne geschmiedet, um gegen Israel Krieg zu führen – einen Krieg, der alle anderen in den Schatten stellen wird. Die UNESCO hat dabei geholfen, die Räder des Krieges in Bewegung zu setzen, aber Gott wird der Verteidiger Israels sein!

Wie stellt sich Israel der Zukunft? Wie wird sich der wahre Leib Christi in den vor uns liegenden Tagen verhalten? Wir müssen uns an den Versprechen Gottes festhalten und immer nach der Wahrheit suchen und nach den Fakten forschen. 

Die Kreise des Halbmondes des Islam werden um die Grenzen vieler Länder des Nahen Ostens gezeichnet; ihre Pläne werden jedoch zunichte werden. Römer 9,17 sagt uns, dass Gott viele Dinge zulassen wird, damit Seine große Macht auf der ganzen Welt gesehen werden kann. Alle Regierungen müssen sich am Ende vor Seiner Herrschaft beugen. Ich habe vor kurzem sagen gehört, dass „der Staat Israel wegen dem kommenden Königreich verschwinden wird“. Ich glaube jedoch, dass das Israel Gottes aufstehen wird und Er ihr helfen wird, ihre Ehrenkleider anzuziehen. Ein aktueller Bericht aus Jerusalem sagt aus, dass die Regierung „eine Gesellschaft kreieren will, die sich selbst vor den Dingen schützt, die einen hohen Preis fordern ... Israel befindet sich zur Zeit in einem Prozess ...“ (Hana Levi Julian). Dieser Prozess, korrupte Praktiken wie Glücksspiel, illegalen Handel und Prostitution zu eliminieren, bedeutet, dass Israel sich auf dem Weg zu positiven Veränderungen befindet. Welche andere Nation auf der Welt hat heutzutage schon solche Dinge auf ihrer Agenda?

Der Gesang kommt zurück nach Zion und der Lobpreis zurück zu Gott. Wir wollen alle zusammen unser eigenes Schreibzeug in die Hand nehmen und es der Welt zu lesen geben: „Wir erheben dich, Allmächtiger Gott, du bist würdig allen Lobes, Mögen sich alle Nationen vor dir beugen, du ewiger Gott“ (Gaither/Holy Highway). Falls Sie Schreibzeug zur Hand haben, egal ob es ein Stift oder ein Computer ist, dies ist ein Thema, über das es sich für die zukünftigen Generation zu berichten lohnt, wie es die Schreiber im Altertum getan haben. 

von Sharon Sanders