Sharon Sanders - Das fehlende Bindeglied im Christentum?


Ben Rubin fasst es in seinem Buch „Was ist Buße?“ zusammen. Er schreibt: „Die Gemeinde hat sich schuldig gemacht, indem sie sich bewusst für Blindheit gegenüber dem jüdischen Volk entschieden hat. Sie täuscht vor, ohne den ‚natürlichen Ölbaum‘ zu existieren. Ohne Israel gibt es keine Gemeinde. ‚Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich!‘ (Römer 11,18).“

Es ist eine weit bekannte Tatsache, dass eine Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied ist, wie ein Sprichwort aus dem 18. Jahrhundert besagt. Das Wurzelsystem des Christentums muss für eine gute Entwicklung gesund und stark sein. In Verbindung mit dem Teil des Baumes zu bleiben, der die Verbindung zum Boden herstellt und für die Versorgung des ganzen Baumes sorgt, ist notwendig, um die geistliche Fülle und Fettigkeit ihres Ursprungs zu erhalten. Das Christentum ist vielleicht nicht so stark wie es aussieht, angesichts der Tatsache, dass ein wichtiges Glied in den Grundsätzen des Glaubens fehlt. Die Kette des Glaubens wurde zerbrochen und über die Jahrhunderte verlor es natürlich seine Verbindung. Nachfolger Jesu brauchen Israel, denn Israel ist die Wurzel; wir sind nur die Zweige. Ich glaube nicht, dass Jesus jemals gewollt hätte, dass sich Seine Jünger von Seinen Brüdern abspalten. Wir brauchen in der Tat eine weitere Reformation, um zu unserer Fülle zu gelangen. Und Israel braucht eine Offenbarung, um zu seiner Fülle zu gelangen.

Die Wahrheit über unsere hebräischen Fundamente wurde in unseren christlichen Lehrkursen ausgelassen. Es muss der Realität ins Auge gesehen und der Fehler korrigiert werden. Glaube an Gott ist gut, aber wir müssen auch alles annehmen, was Gott uns gezeigt hat. Die Kapitel 9, 10 und 11 des Römerbriefes zu lesen und zu verstehen, wird uns dabei helfen, uns mit dem auseinanderzusetzen, was uns fehlt.

Wenn jemand Brot backt, aber kein Mehl verwendet, dann fehlt eine Hauptzutat. Unser erlösender Glaube in den Messias Israels braucht eine höchst wichtige Komponente, damit Er als Retter der ganzen Welt Gültigkeit besitzt: Er musste (im Fleisch) mit jüdischer Herkunft geboren werden. Ohne Israel haben wir keinen Unterbau aus Felsen, auf den wir unsere Ansprüche stützen können. Es waren die jüdischen Schriften, also das „Alte“ Testament oder die Tora/Tenach, die voraussagten, dass der Messias kommen würde. Israel ist die Wurzel unseres Glaubens, weil uns alles, was wir haben, durch das jüdische Volk gegeben wurde. Es ist Grundwissen, dass Jesus im Fleisch ein Jude war und es auch immer sein wird. Er erinnert uns in Offenbarung 22,16 daran. Er brachte eine jüdische Botschaft über das kommende Königreich zu Israel, und Seine jüdischen Jünger offenbarten diese Botschaft der ganzen Welt der Nichtjuden. Jesus machte es aber klar, dass Seine Botschaft zuerst für Israel, für die Juden, galt.

Diese Wahrheit ist aber Jahrhunderte lang mit einem Mantel der Vernachlässigung bedeckt worden. Es macht den Anschein, dass viele sich entschieden „zu glauben, was ihnen gesagt wurde“, anstatt sich selbst Einsicht zu verschaffen. Erst wenn sie wirklich beginnen, das Wort zu studieren, erkennen sie, dass etwas fehlt. „Ihr Brüder, werdet nicht Kinder im Verständnis, sondern in der Bosheit seid Unmündige, im Verständnis aber werdet erwachsen“ (1. Korinther 14,20). Ein großer Teil der Gemeinden versucht immer noch, dieses fehlende Bindeglied zu ignorieren. Damit eine nichtjüdische Frau Ihn verstand, war es Jesus wichtig, ihr Folgendes mitzuteilen: „... das Heil kommt aus den Juden“ (Johannes 4,22). Das jüdische Volk und seine monumental wichtige Rolle in der Erlösung der Welt, kann nicht verleugnet werden, in dem man es herunterspielt. Aus diesem Mangel an Verständnis können viele Christen die Bedeutung des Staates Israel in der modernen Zeit nicht begreifen. Bis das Bindeglied nicht wieder eingefügt ist, wird die Fülle der Gemeinde niemals komplett sein. Die gekürzte Form der Lehre vermindert die wunderbare Liebesgeschichte zwischen dem Allmächtigen, einem Auserwählten Volk und der ultimativen neuen Menschheit, die hervorkommen wird, sobald der Messias nach Jerusalem zurückgekehrt ist.

Die Offenbarung ist Jahrhunderte lang verborgen geblieben. Denken Sie darüber nach! Wie können wir jüdische Schriften lesen, an jüdische Propheten und Psalmisten und an einen jüdischen Messias als Retter unserer Welt glauben und dabei Sein Volk nicht miteinbeziehen? Christen sind Opfer eines unzureichenden christlichen Lehrprogrammes geworden, das unser Erbe in Israel nicht beinhaltet. Die Bibel sagt, dass wir uns mit Israel freuen sollen, weil sich in Israel Gottes Wort erfüllt, so wie Er gesagt hat: „Freut euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!“ (Römer 15,10). Wer sind diese „Heiden“, die sich freuen sollen, wenn nicht die Christen? Wir sind die einzigen, die aus dem Boden Israels hervorgekommen sind.

Diese Reise des Verständnisses setzt das Wissen voraus, dass der Geist der Verführung tief in den ketzerischen Predigten unserer Vorväter verwurzelt war. Wenn man darauf aufmerksam machen möchte, dass große Teile der Gemeinde einer Lüge glauben, die man Ersatztheologie nennt, dann stellen sich leider viele gerne blind. Indem wir jedoch diese Übertretung offen legen, können wir das Christentum aus der gefährlichen Abtrünnigkeit herausführen.

Diese Ersatztheologie sagt aus, dass Gott Seinen ewigen Bund mit Israel gebrochen hat, dass Er Seine Meinung geändert und sich von Seinem Auserwählten Volk geschieden hat, um ein anderes, nämlich die Kirche, zu heiraten. Diese Art des Denkens missachtet die Glaubwürdigkeit der unveränderlichen Dekrete im Wort Gottes. Die faulen Früchte der Ersatztheologie sind Beweis dafür, dass Gottes Verheißung aus 1. Mose 12,3 leichtgenommen wurde, und daraufhin sind auf der geistlichen Kleidung des Christentums Blutspuren zurückgeblieben. Jeder, der Christen lehrt oder zu ihnen predigt, muss sich mit diesem tödlichen „Dorn“, der in die Seite unseres Glaubens gestochen wurde, auseinandersetzen. Wir müssen ihn wieder herausziehen.

Nicht jede Gemeinde oder Denomination verkündet offen die Ersatztheologie, aber im Kern vieler unserer Predigten ist sie unterschwellig vorhanden. Die Offenlegung der Kirchengeschichte mit Israel erschüttert vielleicht einige feste, traditionelle Überzeugungen. Einer der renommiertesten Rabbis der Welt, Rabbi Daniel Boyarin, sagte mit präziser Klarheit: „Manchmal erschüttern neue Nachforschungen alte Gewissheiten.“

Die jüdischen Menschen sind ebenfalls am lernen, wie sie nach Jahrhunderten der negativen Behandlung mit uns umgehen sollen. Viele herzliche Beziehungen sind gewachsen, die ihnen beweisen, dass wahre Gläubige an Jesus in der Tat ihre besten Freunde sind. Was Christen mit der Wahrheit, die sie lernen, anstellen, könnte die Geschichte verändern. Elie Wiesel sagte einst: „Es kann Zeiten geben, in denen wir darin machtlos sind, Ungerechtigkeit zu verhindern, aber es darf nie eine Zeit geben, in der wir es unterlassen dürfen, zu protestieren.“ Wir protestieren gegen die Ersatztheologie, die über Jahrhunderte hinweg kaum angefochten wurde. Wir hoffen, Sie werden das Gleiche tun.

Wenn wir weiter darüber nachdenken, wie es im Christentum zu diesem „fehlenden Bindeglied“ in der Kette des Glaubens kommen konnte, müssen wir es zulassen, dass die Fakten für sich sprechen dürfen. Dann müssen wir zu einem Entschluss kommen, wie wir unseren Beitrag dazu leisten können, den Bruch zu reparieren. So wie wir erkennen, dass Allegorien einen großen Anteil an dieser Irrlehre hatten, kann unser Glaube beginnen zu heilen.

Eines Morgens, bei meiner täglichen Andacht (Word for Today, UCB.co.uk), hat Folgendes mein Herz tief berührt. Grundlage ist Richter 3,31. „Schamgar erschlug 600 Philister mit einem Rinderstachel. Er errettete Israel ... weil die Israeliten gegenüber Gott ungehorsam waren, endeten sie als Sklaven der Philister, die mit Furcht und Einschüchterung über sie regierten. Aber Schamgar ließ sich nicht einschüchtern. Er beschloss, den Status Quo zu stören und er tat dies mit einem Rinderstachel – ein langer Stab, den Bauern dazu benutzten, ihre Tiere zu treiben. Er weigerte sich daran zu glauben, das er nichts tun könnte – ließ sich nicht davon abhalten, das zu tun, was er konnte – Schamgar schnappte sich seinen Rinderstachel und ging auf 600 Soldaten der Philister los. Die Feinde machten sich wahrscheinlich über seine Behelfswaffe lustig, bis er damit begann, die Waffe einzusetzen. Dann jagte der Blick in seinen Augen Furcht in ihre Herzen ... Wenn Gott einem das Startsignal gibt, dann heißt es volle Fahrt voraus ... welchen ‚Rinderstachel‘ auch immer Gott einem gegeben hat ... es ist ein Frontalangriff auf die Mächte der Dunkelheit, indem man entscheidet, dort, wo Gott einen hingestellt hat, ‚Salz und Licht‘ zu sein. Das ist mehr, als nur auf die Probleme hinzuweisen. Es beinhaltet eine Hingabe, selbst Teil der Lösung zu sein ... Es ist eine Entscheidung zum Handeln ... anstatt an der Seitenlinie zu sitzen ... es bedeutet das einzusetzen, was Gott einem gegeben hat ...“. Meiner Ansicht nach ist es an der Zeit, unsere „Rinderstachel“ (und unsere Bibeln), in die Hand zu nehmen und in Liebe die Wahrheit auszusprechen. Wir können Werkzeuge des Allmächtigen sein, um dabei zu helfen, christlichen Antisemitismus auszumerzen. (Wir dürfen uns von Niemandem überzeugen lassen, dass es so etwas gar nicht gibt.) Manche mag es in ihrem Kern erschüttern, aber die Gemeinde muss ihr Geschichtsbuch lesen, das ich als „christliche Halle der Schande“ bezeichne, an den Stellen, die die Beziehung zu Israel betreffen.

Es ist traurig, dass die meisten Gemeinden in ihren Mitteilungsblättern kaum Platz für die Erwähnung von biblischer Prophetie machen. Der Glaube kann leider nicht gestärkt werden, wenn Gottes Versprechen an Israel zwar wahr werden, diese aber kaum erwähnt werden. Sowohl Israel als auch die Gemeinde hat es mit bösen Mächten zu tun, deren einziges Ziel unsere Zerstörung ist. Wir sollten stärker gemeinsam gegen die Feinde Gottes stehen.

Außer dem Judaismus selbst ist keine andere Glaubensgemeinschaft in ihrer Natur so jüdisch wie das wahre Christentum. Wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, um die Kluft, die heutzutage zwischen Christen und Juden besteht, zu schließen. Wenn wir diese Verbindung bilden, dann brauchen wir auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit, um unsere gemeinsamen erklärten Feinde zu bekämpfen.

Wo fängt man an?

Zunächst sollten sich Christen fragen: „Warum würden wir ohne den Ölbaum, aus dem wir gewachsen sind, existieren wollen und uns selbst von der Fettigkeit der Wurzel abtrennen?“ Über die Jahrhunderte haben sich zerstörerische theologische Fehler eingeschlichen – durch missverstandene Ausdrucksweisen und durch Stellen, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Hinzu kam ein mangelndes Verständnis der ursprünglichen Sprache der Bibel: Hebräisch. Christen wurde ein Mahl aus kirchlichen Predigten serviert, die von Nichtjuden mit westlicher Mentalität verfasst wurden. Sie bekamen leider keine vollständige Nahrung mit Trinkwasser aus den Quellen Jakobs.

Von den Kanzeln spricht man selten über den „Weg“ (so bezeichneten sich die frühen Nachfolger Jesu selbst) als den „Sprössling“ von Israels Ölbaum. Zweitausend Jahre lang versuchte das Christentum Höheres anzustreben, ohne jedoch ihre hebräischen Grundlagen anzuerkennen (Römer 11,25), was zu zerstörerischen Ergebnissen führte. Wir müssen die Vorhänge der Vergangenheit zurückziehen und betrachten, was in den Versammlungsräumen des ersten Konzils von Nicäa, das von Kaiser Konstantin in 325 n. Chr. einberufen worden war, passierte. Die Unbekümmertheit und Kälte gegenüber der jüdischen Nation rief in intoleranten, engstirnigen und voreingenommenen Menschen Antisemitismus hervor. Elie Wiesel sagte einmal so treffend: „Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit.“

Christliche Dienste bringen immer noch gute Frucht in Krankenhäusern und beim Versorgen der Armen mit Kleidung und Essen hervor, aber wie sieht es mit Bibellehre über die jüdische Herkunft der menschlichen Seite Jesu aus, oder über die Nation, aus der Er stammt? Über unsere Fundamente zu lernen, war mit das Aufregendste, was ich jemals gelernt habe. Mein Geist hüpfte vor Freude, als ich die Wahrheit erfuhr.

Wir müssen uns selbst die Frage stellen: „Worauf bewegt sich das Christentum in den USA und in Europa zu, wenn wir uns den Zustand der Kirche ansehen?“ Unsere Leiter müssen Gebet für das, wofür Gott uns geboten hat zu beten, intensivieren: nämlich für den Frieden Jerusalems (Psalm 122,6). Wir müssen den Schafen lehren, das zu lieben, was Gott liebt – was Er mit ganzem Herzen liebt und als Seinen „Augapfel“ bezeichnet (Sacharja 2,12). Ein jüdischer Gelehrter, David Nekrutman, erinnert uns daran, dass wir als Christen „Gott in den Augapfel gestochen haben“, indem wir die grausamsten Taten gegen das auserwählte Volk Gottes verübt haben. Wir nehmen auch Gottes Bemühungen, uns zu segnen, (1. Mose 12,3 „Ich werde die segnen, die Mein Volk segnen“) viel zu leichtfertig, was eine ungesunde Einstellung ist. Die Tatsache, dass Gott die ganze Welt liebt, Israel aber das Zentrum Seines Blickes ist, wird sich nie ändern. Er bleibt fokussiert auf Israel und das Land, „vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres“ (5. Mose 11,12),

Wenn ein Gemeindekörper das „Alte“ Testament, die jüdische Schrift (Tora), als überholt betrachtet und außer Acht lässt, ist das nicht nur eine Beleidigung für einen jüdischen Menschen, sondern auch ein falsches Begriffsverständnis. Wie können die ewigen Worte des ewigen Gottes jemals „alt“ oder überholt sein? Nirgendwo in der Bibel steht, dass wir Gottes ewiges Wort, das uns durch die jüdischen Schriften überliefert wurde, jemals außer Acht lassen sollen! Das Konzil der Kirchen in Nicäa spielte eine große Rolle in der Einführung der Terminologie des „Alten“ Testaments, und an dieser Stelle riss die Kette.

Jeder kann in den jüdisch-christlichen Beziehungen einen Unterschied bewirken und dabei helfen, den Bruch zu reparieren (Jesaja 58,12). Den größten Teil meines Lebens in Israel zu leben hat meinen Glauben vertieft und mir zugleich auch eine jüdische Welt gezeigt, die ich zuvor nicht kannte. Es ist die Verantwortung aller Christen, sicher zu stellen, dass wir, sobald wir gelernt haben zu lieben wie Jesus es uns gelehrt hat, es „nie wieder“ zulassen, dass die Kette, die uns zusammenbindet, gebrochen wird. Wir dürfen uns nie wieder von Israel trennen. „Und der Fremdling, der sich dem HERRN angeschlossen hat, soll nicht sagen: Der HERR wird mich gewiss von seinem Volk ausschließen ...“ (Jesaja 56,3).

Materielle Dinge kann man mal verlegen, aber wenn in meinem Glauben etwas abhanden kommt, dann suche ich voller Eifer und so schnell ich kann danach, um es wieder zu finden. Ich möchte zu jedem Christen, der dies liest, sagen: „Schnell! Schnell weg von Irrlehre!“ Ähnlich wie Jesus, lehrte auch unser lieber Rabbi Yaacov, der viele Jahre mit CFI zusammenarbeitete, ständig. Er hinterließ uns die Worte „Lehrt, lehrt, lehrt!“ Yaacov vermittelte uns eine Liebe für die Tora, die wir zuvor nicht gekannt hatten. Wir zeigten ihm bedingungslose Liebe, etwas, das er zuvor nie erlebt hatte. Jahrhundertelang saßen Kirchgänger in den Bänken und wiederholten Phrasen, ohne sich bewusst zu sein, dass ihnen falsche Doktrin gelehrt wurde. Zu viele gingen mit einem Hass auf die Juden ins Grab, weil sie einer Lüge glaubten. Das ist schwer zuzugeben, aber wir müssen der Wahrheit ins Auge blicken.
Als das Christentum in der ganzen Welt Wurzeln schlug, wuchsen seine Äste so schnell, dass sie sich von den hebräischen Wurzeln abspalteten. Neue Gemeinden schlugen eigene Wurzeln, anstatt mit der Mutterwurzel verbunden zu bleiben, und begannen schließlich schlechte Früchte zu tragen. Ersatztheologie hatte einen Brutkasten gefunden, in dem sie heranwachsen konnte, und wegen ihr mussten viele jüdische Menschen sterben. Ich habe viel Zeit mit Holocaustüberlebenden in Israel verbracht und ich habe oft überlegt: „Wie wäre wohl der Holocaust abgelaufen, wenn christliche Nachbarn auf den Hilferuf ihrer jüdischen Nachbarn reagiert hätten, anstatt still daneben zu stehen, als die Nazis an ihren Türen anklopften? Was wäre gewesen, wenn sie vor ihre jüdischen Freunde getreten wären und zu den Nazis gesagt hätten: ‚Ihr könnt sie nicht mitnehmen, wenn ihr nicht auch mich mitnehmt!‘“ Die gute Nachricht heute ist, dass Gott gebildete Lehrer eingesetzt hat, die dazu qualifiziert sind, die Gefahren der Ersatztheologie, die uns auf den falschen Pfad gezogen hat, aufzudecken.

„Manchmal haben Menschen Grundüberzeugungen, die äußerst stark sind. Wenn ihnen Beweise vorgelegt werden, die gegen diese Überzeugungen gehen, dann werden diese neuen Beweise nicht angenommen. Dies kann extrem unangenehme Gefühle erzeugen, die man kognitive Dissonanz nennt. Und weil es so wichtig scheint, diese Grundüberzeugungen zu beschützen, wird alles, was nicht mit diesen Grundüberzeugungen übereinstimmt, rationalisiert, ignoriert oder sogar abgestritten” (Frantz Fanon). Wir müssen in unserem Streben, das Licht der Wahrheit aus der jahrhundertelangen Finsternis hervorzubringen, entschlossen bleiben.

Es ist erstaunlich zu sehen, wie der Eifer über die Grundlagen des Christentums zu lernen, nicht von Seminaren oder Institutionen kommt, sondern von normalen Menschen. In meinen Reisen in über fünfzig Nationen, in denen ich über die Gemeinde und Israel lehrte, war es an manchen Orten tatsächlich eine verblüffende Offenbarung, dass Jesus ein Jude war. Ein Christ sagte zu einem Freund von mir: „Jetzt, da ich die Wahrheit kenne, muss ich den Müll aus vielen Jahren entsorgen und von Neuem beginnen.“ Dr. Michael S. Heiser, Gelehrter des Israel Bible Center Round Table Talk (Runder Tisch Gespräch des Israel Bibelzentrums) legte seinen Studenten sachgemäß die Wahrheit auf den Tisch, indem er sagte: „Der richtige Kontext, um die Bibel zu interpretierten, ist der Kontext der biblischen Autoren – der Kontext, der die Bibel hervorbrachte. Jeder andere Kontext ist den biblischen Autoren fremd und damit auch der Bibel fremd. Und doch findet man in der gläubigen Gemeinde überall die Tendenz, die Bibel durch Vorlieben von Überzeugungen, Konfessionen und Denominationen zu filtern.“

Adam und Gila Milstein sagten: „Wir müssen die Tragödie der Vergangenheit in Lehren für die Zukunft umwandeln.“ Diejenigen, die sich darin engagieren, Christen zu helfen, das „fehlende Bindeglied“ zu finden und die daran arbeiten, die Ersatztheologie auszurotten, müssen auch weiterhin das jüdische Volk behüten und Israel unter den Flügeln des Gebetes beschirmen. Es liegt in unseren Händen, sicherzustellen, dass die nächste Generation von Gläubigen nach dem Wohl des jüdischen Volkes strebt und keine erneute Trennung zulässt. Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können die Zukunft ändern und Gleichgültigkeit nicht länger tolerieren. Berichten Sie uns über Ihren Eifer für die Wahrheit und wir werden für Sie da sein, um Sie mit dem fehlenden Bindeglied in Verbindung zu bringen.

Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in Jerusalem, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 13.11.2018 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

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