Der Schatten Seiner Flügel

„Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten des HERRN verkünden“ (Psalm 118,17).

„Ich kann jetzt ruhen, da ich weiß, dass du sicher nach Hause gekommen bist. Ich werde nun mit wunderbaren Erinnerungen an deinen heutigen Besuch leben. Gute Nacht, Olenka.“

Diese SMS erhielt ich von Raisa nach einem Besuch. Sie nennt mich immer Olenka, ein liebevoller Spitzname für Olga, genau wie meine Oma mich zu nennen pflegte. Raisa weiß, dass ihr Leben ein Wunder ist und dankt immerzu Gott, der sie liebt, und sie liebt Ihn im Gegenzug.

Ein paar Wochen später schrieb mir Raisa wieder eine SMS: „Olenka, heute ist mein 85. Geburtstag, und es ist der Gedenktag meiner Mutter und Großmutter. Bitte erzähle den Leuten, wie Gott ein Kind, das sich nicht selbst retten konnte, vor dem sicheren Tod bewahrt hat. Lassen Sie die Ungläubigen hören und an die Macht Gottes glauben. Der Herr, der allmächtige Gott, ist mit uns. All meine Liebe und Umarmungen.“

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Die Ketten der Einsamkeit durchbrechen

„Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen!“ (Galater 6,2).

Haben Sie sich jemals einsam gefühlt? Einsamkeit ist ein Gefängnis des Herzens. Die COVID-19-Pandemie hat die Gefühle der Isolation nur noch verstärkt und ist für viele zur Qual geworden. Einsamkeit, obwohl isolierend, kommt von Natur aus nie allein ins Herz. Sie hat ihre treuen Begleiter wie Depressionen, Angstzustände, lästige Gedanken und schlechte Erinnerungen. Als Team hier fühlen wir die Dringlichkeit, unseren wertvollen Holocaust-Überlebenden die Hand zu reichen, um das Licht und die Liebe Gottes in ihren Alltag zu bringen. Jeder Ausdruck von Zuwendung bringt Befreiung und ein Gefühl von neuem Leben. Ein Anruf, ein Besuch, eine Karte der Ermutigung mit einem Bibeltext und sogar eine Geburtstagskarte erinnert sie daran, dass sie doch nicht so allein sind.

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Ein Freund liebt zu jeder Zeit

„Viele sogenannte Freunde schaden dir nur, aber ein echter Freund steht mehr zu dir als ein Bruder“ (Sprüche 18,24 HFA).

Jeder wünscht sich, Freunde zu haben. Wir brauchen jene besonderen Menschen in unserem Leben, ob viele oder nur wenige, mit denen wir lachen, weinen, schweigen und viel sprechen können; im Wesentlichen jene, mit denen wir wir selbst sein und unser Leben teilen können. Wir hätten uns nie das Privileg vorstellen können, einige der vielen Holocaust-Überlebenden als unsere Freunde zu bezeichnen, oder noch wertvoller, dass sie uns als Freunde betrachten würden. Wir erhalten oft Dankesbriefe, freundliche Worte von unseren Überlebenden und Telefonanrufe mit der Bitte, sie bald zu besuchen. Wenn wir jedoch Briefe wie den folgenden erhalten, dann schmelzen unsere Herzen vor demütiger Dankbarkeit und süßer Liebe, denn wir erkennen, dass wir wirklich Freunde von einigen dieser wertvollen Menschen Gottes sind.

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Vergesst nicht euch zu erinnern!

Aber ich rief deinen Namen an, o HERR, tief unten aus der Grube. Du hörtest meine Stimme ...“ (Klagelieder 3,55).

Der Holocaust ist eines der traurigsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte! 75 Jahre später untersuchen Historiker und Psychologen immer noch diese Ereignisse und fragen sich, was Menschen zu solchen Gräueltaten veranlassen könnte. Immer noch werden neue Tatsachen enthüllt, von denen einige so widerwärtig und abscheulich sind, dass kein Buch es je wagen würde, sie zu beschreiben. Sechs Millionen unschuldige Menschen, deren einziges Verbrechen darin bestand, als Juden geboren zu werden, wurden von anderen Menschen vernichtet. Sechs Millionen Menschen, von den Erstgeborenen Gottes, die Er erwählte, um durch sie Seinen Namen und Sein Wesen unter den Völkern bis ans Ende der Welt zu manifestieren, sechs Millionen Seines besonderen Besitzes.

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Lebensabend der letzten lebenden Zeugen - Mögen wir bis zum Ende bei ihnen sein

„Der Mächtige, Gott der HERR, er redet und ruft die Erde vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang” (Psalm 50,1).

Wir alle waren einst bezaubernde, wunderschöne kleine Babys, die die Aufmerksamkeit anderer mit unserem ansteckenden Lachen und unseren lustigen Mimiken erregten. So wie die Sonne in den frühen Morgenstunden aus ihren Kammern kommt, so ist auch ein Baby für die Welt. Wir sollten uns also auch die älteren Menschen ansehen; Menschen in ihrem Lebensabend, deren Ruhm in der Frucht ihres Lebens und im Erbe ihrer Kinder liegt. Sonnenuntergänge sind schön, aber es gibt auch eine Traurigkeit im Licht einer untergehenden Sonne. Im kostbaren Leben der alternden Holocaust-Überlebenden hatten wir als CFI-Team in Israel das Privileg, jahrelang unzähligen Überlebenden zu dienen, und wir sehen täglich Sonnenuntergänge. Viele Gesichter und Lächeln, die wir gekannt haben, verblassen plötzlich und versinken hinter dem Horizont. Ihre Erinnerungen schwinden, ihre Kraft ist nicht so stark, aber wir halten immer noch ihre Hände, schauen in ihre sanften Augen, einige leuchten immer noch mit einer erstaunlichen Helligkeit, wie Rosa. Dies sind die letzten Jahre.

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Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in Jerusalem, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 13.11.2018 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

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