Leben berühren


Sharon Sanders mit RaisaRaisa stammt aus Moldawien. Sie war weder in einem Konzentrationslager noch in einem Ghetto, aber genau wie viele andere jüdische Menschen hat Raisa aus ihren frühen Jahren viele schreckliche Erinnerungen. Nachdem Deutschland ihre Stadt in Moldawien erobert hatte, wurden alle Juden in Viehwägen gedrängt und zuerst nach Kasachstan und schließlich nach Sibirien gebracht. Raisas Großmutter erfror auf dem Zug und ihr Körper wurde einfach abgeworfen, noch bevor ihre Familie sich verabschieden konnte. In den Arbeitscamps wurde Raisas Mutter und alle anderen Frauen gezwungen, Gräben in den gefrorenen Boden zu graben. Wenn sie nicht schnell genug vorankamen, wurden sie geschlagen. Die Kinder, die keine Werkzeuge hatten, mussten mit ihren bloßen Händen graben, was ihnen offene Wunden zufügte.

Nur kurze Zeit nach ihrer Rückkehr nach Moldawien starb Raisas Mutter, die sehr unter den harten Bedingungen in den Arbeitscamps gelitten hatte! Raisas Vater, der in der Armee gedient hatte, war im Krieg verschwunden. Die Juden mussten feststellen, dass in ihrer Stadt in Moldawien der Antisemitismus noch immer sehr stark verbreitet war und Raisa kann sich immer noch an die Schmerzen der verbalen Attacken und an die vielen Male, bei denen ihr Haus vandalisiert worden war, erinnern.

Später litt auch Raisas Sohn, der eine medizinische Schule besuchte, unter dem Antisemitismus. Einige der anderen Studenten malten einen großen Davidstern auf seinen weißen Labormantel und zeichneten „hässliche“ Dinge darum herum. Raisas Ehemann wollte immer nach Israel ziehen und traurigerweise starb er nur kurze Zeit nach ihrem Umzug hierher an Krebs und hinterließ Raisa mit ihrer kleinen Familie, für die sie von nun an alleine sorgen musste. Nina, Raisas Tochter, lebt mit ihr und arbeitet, aber nur 20 Stunden pro Woche, was nicht ausreicht, um alle Kosten für Raisas medizinische Versorgung, die Fahrten zum Krankenhaus und zurück für ihre Strahlenbehandlung, und alle anderen Ausgaben zu decken. Raisa leidet an Lungenkrebs. Bitte beten Sie für ihre Genesung.

Sie hat nichts Gutes erlebt

Raisa sagte, dass sie aus dieser schweren Zeit keine guten Erinnerungen hat. Sie sagte: „Ich habe nichts gesehen, was gut gewesen wäre!“ An dem Tag als ihr Ehemann starb, starb auch ihr Bruder, der noch in Russland lebte. Es fiel ihr sehr schwer, damit zurecht zu kommen. Raisa erzählte uns, dass ihr Mann ein wunderbarer christlicher Mann war, der ein Herz aus Gold hatte. Sharon sah Raisa an und sagte: „Diese Augen haben also tatsächlich ihr Leben lang nur Schwierigkeiten und Hass gesehen.“ „Ja,“ antwortete Raisa. Raisa sagte, dass ihre größte Not wäre, ihre Medikamente zu bezahlen, die sehr teuer sind. Als wir ihre Tochter Nina fragten, was ihre größte Not wäre, antwortete sie: „Ich bin so gesegnet, dass es euch tatsächlich ... wichtig genug war, uns zu besuchen. Dies bedeutet uns wirklich sehr viel.“ Bei CFRI kennen wir folgendes Sprichwort sehr gut: „Für die Welt magst du zwar nur eine einzelne Person sein, aber für eine einzelne Person bedeutest du vielleicht die Welt.“ Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns bei dieser weiterhin wichtigen Arbeit unterstützen!

Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in Jerusalem, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 13.11.2018 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

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