Überwältigt aber voller Hoffnung


Diese Familie kennt das Wort Niederlage nicht. Hoffnung ist der Faden, aus dem unser Leben gewebt, geflickt und in manchen Zeiten neu hergestellt wird. Es formiert sich ein einzigartiges und außergewöhnliches Kunstwerkt, das nur der Schöpfer, unser Herr, perfektionieren kann. Ähnlich wird die Pracht Seines Werkes auch vernebelt oder beschädigt, wenn der Faden der „Hoffnung“ oder Erwartung, der zusammenhält oder wiederaufbaut, geschwächt wird und scheinbar in Unvollkomenheit verkommt.

Für Manche ist die Verzweiflung auch das Springbrett, das ihnen Kraft und Motivation gibt, die Widrigkeiten des Lebens zu überwinden. Andererseits kann Verzweiflung für diejenigen, die sich als Opfer ihrer Umstände sehen, auch das Gewicht sein, welches alle Gefühle der Hoffnung und Sicherheit zerdrückt und zerstört. Warum ist das so? Warum ist es so, dass verzweifelte Umstände oder Situationen eine „Gabel“ oder einen Spalt im Weg des Lebens schaffen – mit einem Weg zum Sieg – oder einem Weg zur Niederlage? Viele Menschen, mit denen wir durch „Hoffnung für die Zukunft“ (HFZ) in Kontakt kommen, schwanken zwischen den beiden Möglichkeiten. Der folgende Bericht beleuchtet eine dieser „verzweifelten“ Familiensituationen, in welcher die Eltern für die nackte Existenz ihrer Familie kämpfen.

Bei der Familie Atsnafa leben 12 Menschen in einer sehr kleinen Wohnung mit drei Schlafzimmern. Neun Kinder leben in dem Zuhause, und noch der junge Sohn einer der Töchter. Sieben der Kinder sind unter 18 und immer noch in der Schule – sechs der Jungen besuchen das WIZO Pardes Katz Nachschulprogramm, welches HFZ unterstützt. Einer der Jungs ist auf einem Internat und kommt übers Wochenende nach Hause ... Eines der Mädchen ist in der Armee, kommt aber nach Hause, wenn sie keinen Dienst hat. Einer der Jungs war in der Armee, lebt aber jetzt wieder Zuhause, weil er wegen Trinken unehrenhaft entlassen wurde – das Resultat des Versuches, mit der extremen Familiensituation zurecht zu kommen ... Eines der Mädchen hat ihren Wehrdienst abgeschlossen, erhielt ihr Zertifikat als Zahnarztgehilfin, lebt aber mit ihrem Sohn auch zuhause. Die Mutter leidet immer noch an den Folgen von erfolglosen Augenoperationen – die Auswirkungen von schwerer Diabetis – und ist nicht in der Lage zu arbeiten. Der Ehemann arbeitet und sammelt nebenbei alle möglichen Dinge, die er für etwas Extraeinkommen verkaufen kann. Der Stress, mit 12 Menschen verschiedensten Alters auf engem Raum zu leben, zusammen mit den finanziellen Problemen, medizinischen Schwierigkeiten für die Mutter und vielen anderen Herausforderungen, ist überwältigend, vor allem für die Mutter. Zum Beispiel, der Direktor der Schule wollte ihr die Kinder durch das Sozialamt wegnehmen lassen, falls sie es nicht schafft, ein belegtes Brot oder anderes Mittagessen für die Kinder bereitzustellen.

Um etwas „Licht“ in die Wohnung der Familie zu bringen, und auch die Hoffnung auf mehr, wurde die Wohnung durch HFZ und ein CFI-Team aus Volontären aus Colorado neu gestrichen. Wir beten zum Herrn, dass Sein Wille geschehen möge und dass Sein Königreich in das Leben der Familie Atsnafa kommen möge, als gesamte Familie und für jeden Einzelnen. Ich fühle mich an ein Lied erinnert, mit dem Text aus Psalm 61,2: „Wenn ich überwältigt bin wollest du mich führen auf einen hohen Felsen ...“ Danke für Ihre anhaltende Unterstützung für die Benachteiligten aus dieser jüdischen Gemeinschaft.

Von Linda Edwards, Koordinatorin von Hoffnung für die Zukunft 


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