Alijah Bericht


einwanderer06 Vor Kurzem besuchte eine reizende Gruppe aus Südamerika unser Verteilzentrum. Neue Einwanderer aus Argentinien, Paraguay, Brasilien, Bolivien, Chile und ein Einwanderer aus Spanien. Sie waren begeistert als wir ihnen erzählten, dass wir die jüdischen Schriften (die Torah) auf spanisch hätten. Bei ihrem Aufbruch sagten uns die Einwanderer aus Brasilien: „Dies ist das beste Geschenk, dass ihr uns heute gegeben habt.“ Der Einwanderer aus Paraguay sagte auch: „Das ist ein wertvolles Geschenk.“ Sie boten uns an zurückzukommen wenn der nächste Container ankommt, um uns beim Abladen zu helfen.

Rückkehr in das Land 

Innerhalb der letzten Monate zeichnete sich eine Zunahme an olim Besuchern aus einem viel breiteren Sektor der Welt aus: Südafrika, Brasilien, Frankreich, Belgien, Großbritannien, Kanada, Argentinien, Australien, Rumänien, Iran, Äthiopien usw.  Die Zeit, in der die Juden aus einer freien Entscheidung heraus nach Hause kommen können, geht zu Ende. Die Wellen des Antisemitismus rauschen wie ein Tsunami in den Ländern, die bisher als mild und zivilisiert, tolerant und menschenrechtsbewahrend galten, was mehr Juden dazu zwingt, nach Israel zurückzukehren.

Viele neue Einwanderer kommen nach wie vor aus der ehemaligen Sowjetunion: Russland, Ukraine und Belarus. Es läuft gerade ein sehr aktiver Alijah-Prozess aus asiatischen Ländern wie Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan, Aserbaidschan, usw. Viele dieser olim wählen den nördlichen Teil Israels, um sich niederzulassen. Einige Male sind ganze Busse aus Haifa, mit neuen olim gefüllt, zum Verteilzentrum gekommen, die von der Repräsentantin der Jewish Agency, Elena Falkovich, begleitet und assistiert wurden. Elena und ihr Mann Lev bemühen sich sehr sorgsam um die olim und helfen ihnen dabei, sich so einfach und schnell wie möglich im Land niederzulassen und wohl zu fühlen. Sie stehen ihnen mit gutem Rat zu Seite, führen sie herum und geben ihnen hilfreiche Kontakte und Hilfsquellen. CFRI ist einer der Orte, wohin Elena neue israelische Staatsbürger busweise hinbringt. Man bedenke, dass die Neueinwanderer, die hierher kommen, fast alles zurücklassen mussten: ihr Zuhause, ihre Arbeit, Zertifizierungen, ihre Sprache, unterstützende Freunde und manchmal auch Familienmitglieder. Es fällt demnach nicht schwer zu verstehen, dass diese Menschen in viel größerer Not sind, als die ansässigen Israelis. Jüdische Agenturen geben ihnen nur eine kleine staatliche Hilfe für die ersten sechs Monate nach ihrer Ankunft und der Großteil der Bürger versucht in dieser Zeit zumindest die Grundlagen des Hebräischen zu lernen. Wir alle verstehen, dass es in Israel nicht viele Arbeitsoptionen gibt, wenn man nur grundlegendes Hebräisch kann. 

Vor Kurzem kam eine große Gruppe Neueinwanderer aus Haifa zum Verteilzentrum. Alle zusammen wollten ganz betont jeden von Ihnen wissen lassen, wie dankbar sie für Ihre spürbare Liebe und Fürsorge sind, die ihnen so offensichtlich wurde. Vielen herzlichen Dank dafür, dass Sie uns helfen ein wenig von dem Schaden wieder gut zu machen, den die geschichtliche Christenheit dem jüdischen Volk zugefügt hat, und dafür, dass Sie uns dabei helfen, weiterhin Jesus (Yeshua) auf rechte Art und Weise zu repräsentieren!

Von Ruth Rishton, Managerin des Verteilzentrums

Von den Russen, mit Liebe

Jede Woche lernen wir neue Einwanderer (olim) durch das Projekt Offene Tore kennen, die vor Kurzem Alijah (aufsteigen, klettern, hoch gehen) gemacht haben. Sie haben sich dazu entschlossen, ihr Leben in Israel zu führen. Für sie ist es ein wahr gewordener Traum, in Israel zu leben. Allerdings ist es wie zur Zeit Josuas und dem Volk Israel, die in das Verheißene Land einzogen. Sie mussten das Land nach und nach erobern und es war nicht leicht, sondern viel harte Arbeit. So ist es heute auch für die Neueinwanderer im Land. Sie müssen ihre „Riesen“ überwinden:

• Das Leben in Israel ist eine komplizierte Angelegenheit. Überall sind Herausforderungen.

• Eine neue Sprache zu erlernen ist zeitaufwendig und anstrengend.

• Eine Arbeit zu finden erfordert Beharrlichkeit und Zeit für die Kontaktsuche.

• Je nach dem Alter der Einwanderer ist der Eintritt in die Armee Pflicht. Dies ist abfordernd und einsam, kann aber auch sehr hilfreich in der Freundes- und Kontaktsuche für die Zukunft sein.

• Für viele ist das bürokratische Labyrinth eine verwirrende Reise, die viele Menschen erschöpft. 

• Die Art und Weise, wie Menschen denken, wie auch ihr Wertesystem, sind unterschiedlich.

Olim müssen soziale und Arbeitskontakte knüpfen. Ihnen fehlen die Vorzüge von Kindheitskontakten aus ihrer Schul- und Studienzeit, wie auch aus der Armee und Universität.

Was oft geschieht, ist, dass viele olim bald davon überzeugt sind, dass sie von jedem ausgenutzt werden wollen. Israelis wollen immer helfen, auch wenn es nicht benötigt, erbeten oder gewollt ist. Taxifahrer berechnen manchmal mehr als sie sollten, oder fahren eine längere Route zum Ziel. Manchmal drängeln sich andere in einer Schlange vor, in der man wartet. Manchmal wird einem etwas mehr berechnet, als man zahlen sollte, oder für etwas, das man gar nicht haben will oder bekommen hat. 

Wenn wir neue olim und ihre bedürftigen Familien treffen, hören wir von vielen solchen Herausforderungen. Ihre Unterstützung durch finanzielle Mittel und durch Gebet hilft uns sehr ihren Nöten begegnen zu können. Wir sind Ihre Hände und Füße, indem wir Geschenkpakete verteilen und gebrauchte Kleidung in höchster Qualität anbieten. Wenn wir in der Lage sind ihnen einen Scheck zu überreichen, der ihre Stromrechnung oder Miete deckt, sind sie sehr dankbar und sagen, „Todah rabah“ was bedeutet „Vielen Dank, dass ihr euch um uns sorgt“.

Aus unserem „Gästebuch“

„Danke für eure Hilfe und Fürsorge! Für eine lange Zeit litten die Juden unter dem Antisemitismus. Doch offensichtlich gibt es einige Leute, die uns helfen möchten! Vielen Dank! Es ist sehr wichtig zu spüren, dass wir nicht alleine hier sind, dass es Menschen gibt, die uns wertschätzen!“

„Danke für Ihre Freundlichkeit und die Hilfe, die Sie uns entgegenbringen. Sie ist unbezahlbar für die Menschen, die in dieses Land zurückkehren ohne Familie, Geld und Freunde. Möge Gott Sie segnen. Vielen Dank.“

„Ich bin erstaunt von der Aufmerksamkeit und der Fürsorge derjenigen, die uns helfen. Vielen Dank von ganzem Herzen.“

„An alle Christen in der Welt und an CFRI – ein großes Dankeschön. Dank eurer Geschenke ist es einfacher ein neues Leben in Israel zu beginnen.“

„Siehe, Ich habe [euch] das Land gegeben, das vor euch liegt; geht hinein und nehmt das Land in Besitz, von dem der Herr euren Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dass Er es ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben will!“ (5. Mose 1,8).

Von Gordon Milmine, Koordinator von Offene Tore


Spendeninformation für dieses Projekt
Christliche Freunde Israels
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Volksbank Raiffeisenbank Dachau EG
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