Das Licht des Verteilzentrums leuchtet hell


Erst seit zwei Tagen in Israel

„...ihr leuchtet als Lichter in der Welt“ (Philipper 2,15) „Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Matthäus 5,15).

CFIs einmaliges Verteilzentrum, das während des Golfkrieges in 1990 eröffnet wurde, dient heute immer noch den neuen Olim (Einwanderern) aus vielen Nationen. Wenn sie eintreten, erkennen sie, dass sie an einem sicheren Hafen angekommen sind, wo es Menschen gibt, von denen sie geliebt und respektiert werden. Im Laufe der letzten Monate kamen etwa 220 Neueinwanderer aus der Ukraine – einige aus der Krim und Odessa – in das Verteilzentrum. Viele der Familien, die aus Odessa einwanderten, wurden schon vor ihrer Umsiedlung nach Israel von ihrer örtlichen Jewish Agency über das Verteilzentrum von CFI informiert. Die Jewish Agency gibt den Einwanderern noch vor ihrer Reise die Telefonnummer und Adresse von CFI mit. Einer bestimmten Familie aus Usbekistan wurde von der Jewish Agency gesagt, dass sie unbedingt zu uns kommen sollten und nannten sogar den Namen eines CFI Mitarbeiters!

Warnsignale aktiviert

In Odessa kommen ganze Busladungen von Juden in der Jewish Agency an um ihre Alijah Papiere auszufüllen. Viele rechnen damit, dass eine große Alijah Welle aus der Ukraine noch kommen wird. Unsere persönliche von Gott gegebene Aufgabe für CFI ist nicht sie nach Israel zu holen, sondern ihnen hier bei der Einsiedlung im neuen Land zu helfen. So viele von Ihnen, die dieses Magazin lesen, sind treue Unterstützer des Verteilzentrums von CFI, teilweise sogar seit dessen Eröffnung in schwierigen Zeiten für Israel. Die Einwanderer kommen fortlaufend! Aufruhr geht oft geistlichem Fortschritt voran.

Ihre Hilfe für das Projekt „Offene Tore“ ist von Nöten um Haushalts- und andere elektrische Geräte, Bettwäsche, Badutensilien, wie auch Willkommenskörbe und finanzielle Hilfe anbieten zu können. Ihre Liebesgabe sollte bitte mit Kennwort „Offene Tore“ vermerkt sein. Unser Licht wird für alle leuchten, die aus der Dunkelheit des Antisemitismus und Isolation herauskommen. Wir sind hier um das Leid zu absorbieren, uns ihre Erlebnisse anzuhören und ihnen christliche Liebe und Unterstützung anzubieten; so sind wir Zeugen des Lichts. Wir bewirken einen Unterschied!

Hier bei CFI ist es unser Bestreben einen Lebensstil der Gnade und Barmherzigkeit gegenüber dem jüdischen Volk auszuleben, so wie der Herr Gott auch uns Gnade erwiesen hat (Römer 11,11). Er lebt Sein Leben durch uns und unsere guten Taten. Wir ersetzen die alte Straße des christlichen Antisemitismus mit einer Neuen. So wie der Boden zwischen den Juden und Christen zu tauen beginnt, kann weitergebaut werden. Unsere „Reparatur-Teams“, unsere Mitarbeiter im CFI Verteilzentrum, reparieren die Lücken, füllen „Schlaglöcher“ auf und verrichten große Renovierungen zwischen Gott und Seinem jüdischen Volk (Jesaja 62,10-11; Jeremia 31,31). Möchten Sie uns bei diesem „Straßenbau“ behilflich sein? Helfen Sie uns das Licht in das Leben derer leuchten zu lassen, die aus der Dunkelheit ihrer bisherigen Heimat herausgekommen sind.

Einer unsicheren Zukunft entgegen

„Aufruhr und globaler Antisemitismus verdoppelt die Alijah (Einwanderung) nach Israel. Aus der ganzen Welt ist es um 55% gestiegen, hauptsächlich auf Grund dramatischer Zunahme von Antisemitismus in Frankreich und der Ukraine“ (Vorsitzender der Jewish Agency, Natan Sharansky).

Russland beschwört Nazi Horrorvorstellungen herauf um die Ukraine mit ihrem zunehmenden Neo-Nazismus scharf zu kritisieren. Eine vom Kreml angetriebene Propaganda Offensive, die Ausdrücke und Bilder aus der Ära des Zweiten Weltkrieges einsetzt um gegen die junge ukrainische Regierung zu schimpfen, verwenden Wörter wie „Nazis“, „Faschisten“ und „Fritze“. Auf Grund dieses letzten Aufruhrs wandern ukrainische Juden mitten in diesen wachsenden Unruhen nach Israel aus. Die Jewish Agency hat angeblich allein im Mai dieses Jahres mehr als 200 Juden die Einwanderungserlaubnis erteilt. Einwanderung nach Israel aus dieser unruhigen Region ist um 142% gestiegen. „’Juden müssen sich registrieren lassen’ stand auf einem Flyer in der Ukraine, was wie ein Echo des Babi Yar Massakers während des Holocaust klingt. Die Flyer waren auf russisch und trugen ein russisches Symbol ... Juden wurden darauf befohlen sich registrieren zu lassen und ihre Gebühr zu bezahlen (im April) ... der Flyer war offensichtlich Teil eines generellen Bestrebens den ukrainischen Juden Furcht einzuflößen.

Am 28. September 1941 wurden überall Poster aufgehängt, auf denen alle Juden in Kiev informiert wurden, dass sie am folgenden Tag mit all ihrem Hab und Gut an einen bestimmten Ort kommen sollten. Am nächsten Tag, dem 29. September, erschienen zehntausende Juden am angegebenen Ort. Sie wurden zu einem Marsch zu einem Steinbruch namens Babi Yar in den nahegelegenen Wald gezwungen. Allen wurden die Besitztümer entrissen, wie auch die Kleidung genommen, dann wurden sie erschossen. Bis zum nächsten Tag waren mehr als 34.000 Juden ermordet worden“ (Lori Lowenthal Marcus, US Korrespondentin für die jüdische Presse).

Die große Sammlung

Es wird für die derzeit passierende Sammlung von Juden aus aller Welt viel mehr Unterkunftsmöglichkeit gebraucht. „Mit dem derzeitigen Tempo könnte die Zahl der Alijah in 2014 ihren höchsten Stand seit mehreren Jahren erreichen, berichten Regierungsagenturen.“ – Die ersten paar Monate zeichneten eine Zunahme von 32% im Vergleich zu 2013 auf, mit etwa 7.000 Einwanderern, die nach Israel umsiedeln“ (Israel Hayom, 15.06.14). Juden machten trotz Flughafenkämpfen Alijah; die Jewish Agency brachte in einer Rettungsaktion sechs jüdische Einwanderer mitten aus ukrainisch-russischen Zusammenstößen am Donetsk Flughafen nach Israel (Ari Yashar, Aruz Sheva 27.05.14). Das Chaos führt sie tatsächlich nach Hause. Sorge und Furcht sind unter den jüdischen Kommunen weit verbreitet. Ich mache mir manchmal Gedanken darüber, wie es den wunderbaren älteren jüdischen Menschen geht, die ich vor einigen Jahren kennenlernen durfte, als ich die Ukraine bereiste ... viele von ihnen werden es nie zu einem Flughafen schaffen. Wir müssen für sie beten.

Nach Hause kommen

In einem kürzlichen Aufruf eines Rabbis schrieb er: „... Antisemitismus wächst in einem mörderischen Tempo ... Ihr Menschen von Israel, die ihr in allen fünf Teilen der Welt lebt, seid aufgerufen ... aufzustehen und euch zu präsentieren, steht und wacht auf um in diesen Bund einzutreten, das Land Israel mit aufzubauen, und lasst auch nicht eine Seele draußen ... wir werden aufsteigen und zu unserer wahren Mutter, dem Land Israel, gehen und ihr unsere Kraft widmen um sie von jetzt an und für immer aufzubauen, die Mauern zu reparieren und die Ruinen neu zu bauen ... lasst uns stark sein um des Volkes willen und um der Städte unseres Gottes willen ...“

„Und er wird für die Heidenvölker ein Banner aufrichten und die Verjagten Israels sammeln und die Zerstreuten Judas zusammenbringen von den vier Enden der Erde“ (Jesaja 11,12)

Ich dachte sie kommen um mich!

Die folgende Geschichte hat mein Herz berührt und zeigt unseren Lesern, welchen Situationen die jüdischen Menschen, vor allem jetzt in der Ukraine, ausgesetzt sind. Ich zitiere aus einem Bericht vom Ebenezer Hilfsfond, der mit den jüdischen Menschen in der Ukraine arbeitet. Bitte hören Sie ihre Geschichte: „... Josef beichtete uns, dass, als er uns auf seiner Türschwelle sah, Erinnerungen des Holocaust in ihm hochkamen. Er war ein kleiner Junge als die Nazis zu seinem Haus kamen und seine Eltern wegnahmen ... als wir kamen hatte er dieselbe Furcht, wie all die Jahre her und dachte, dass sie (die Antisemiten) diesmal kamen um ihn zu holen!“ (Ebenezer Emergency Fund Webseite: www.operation-exodus.org).

Von Gordon Milmine, Koordinator von Offene Tore


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