Die Vergangenheit hinter sich lassen und nach vorne schauen


NEUE EINWANDERER – Die meisten von ihnen, oder zumindest die Mehrzahl derjenigen, mit denen wir täglich Kontakt haben, kommen aus Afrika, Lateinamerika, Russland oder der Ukraine.

Wenn man es mit russischen Einwanderern zu tun hat, dann sieht man ihnen die Geschichte, und alles, was sie durchgemacht haben, förmlich an. Die Mehrheit der verstreuten Juden – auch nach dem Krieg um Jerusalem während den Kreuzzügen – siedelten sich in der ehemaligen Sowjetunion und Gebieten Eurasiens an. Im Zweiten Weltkrieg, als das Regime Adolf Hitlers weite Teile Europas eingenommen hatte, wurden neben den sechs Millionen Juden, die in verschiedenen Konzentrationslagern umkamen, auch 26,6 Millionen Russen getötet. Einige von ihnen waren als Juden identifiziert und viele von ihnen wurden als Soldaten an die Kriegsfront geschickt. Sie wurden gezielt angegriffen und viele starben auf der Flucht, als Schiffe voller Menschen, einschließlich unschuldiger Frauen und Kinder, versenkt wurden. Gottes Volk wurde auf wundersame Weise durch all die Zerstörung hindurch durch Sein Eingreifen schließlich befreit. Nach dem Sieg der Sowjetunion und der Alliierten über Deutschland in 1945 wurde die Nazibewegung eliminiert, was auch zur Befreiung von vielen jüdischen Holocaustüberlebenden führte.

Bei ihrem Neuanfang ist Mitgefühl eines der Willkommensgeschenke, das wir als Christliche Freunde Israels den neuen Einwanderern anbieten wollen. Viele von ihnen verloren während diesen unvorstellbaren Ereignissen in der Vergangenheit geliebte Menschen. Irgendwie fanden sie aber die Kraft zu überleben und dies gab ihnen wiederum in ihrem Inneren einen Grund, Gott anzuerkennen. So fanden sie schließlich auch den Ort, der für sie als Wohnort voherbestimmt ist, denn sie sind das Volk Israel und sie gehören hierher. Als Organisation ist es für uns ein Privileg, sie nach Hause kommen zu sehen und wir helfen ihnen in ihren ersten drei Jahren, bis sie sich eingelebt haben, mit Essen und Kleidung aus.

Der russische Mann, der auf dem Bild oben zu sehen ist, kam zusammen mit seiner Frau zwei Wochen nach ihrer Ankunft in Israel zu uns. Er war so glücklich über alles, was wir für die neuen Einwanderer tun. Als Ausdruck seiner Dankbarkeit brachte er sogar ein paar Kleidungsstücke für die Kleiderkammer mit. Obwohl er stolperte, als er eintrat und einige Kleidungsstücke auf den Boden fielen, lächelte er die ganze Zeit.

Am Ende ihres ersten Besuchs in unserem Verteilzentrum, nachdem wir mit meinen sehr eingeschränkten Russischkenntnissen und seinem gebrochenen Englisch zu kommunizieren versucht hatten, stand ich an der Tür und sagte zu ihm: „Willkommen in Israel und wir sehen uns bei eurem nächsten Besuch!“ Er kam zu mir und sagte mit einem Lächeln auf den Lippen und Tränen in den Augen in gebrochenem Englisch: „Vielen Dank gnädige Frau“. Ich bin mir sicher, dass sie auch viele Geschichten zu erzählen hätten, aber ich wage es gar nicht zu fragen, denn es geht hier nicht um die Vergangenheit, die sie zurück gelassen haben, sondern um die strahlende Zukunft, die vor ihnen liegt und wie wir, zusammen mit Ihnen in den Nationen, dazu beitragen können, dass diese zu Stande kommt.

„Tue deinen Mund auf für den Stummen, für das Recht all derer, die dem Untergang geweiht sind! Tue deinen Mund auf, richte recht und verteidige den Elenden und Armen“ (Sprüche 31,8-9).

Ich habe während unseren gemeinsamen Zeiten viele Tränen gesehen, auch meine eigenen. Nöte und Lebensumstände kommen in unterschiedlichen Paketen und wie möchte unser Meister, dass wir reagieren, wenn unser Nächster in Not ist? Ich hoffe, dass sich noch viel mehr Menschen unseren Bemühungen anschließen werden und nicht gleichgültig vorübergehen.

„Als er aber die Volksmenge sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Matthäus 9,36).

Die Zeit ist knapp und es geht nicht nur darum, was wir für sie tun können, sondern auch darum, wie wir für sie sein können wenn sie uns brauchen, unabhängig von Politik, Weltsicht und kulturellen Unterschieden.

Ihnen, die unseren Dienst durch großzügige Spenden unterstützen, möchte ich meinen Dank ausdrücken. Danke, dass Sie uns dabei zur Seite stehen, Diener Gottes zu sein, die Seinem Volk Hoffnung bringen, die ewig anhält.

Karen Tohon
Projekt Offene Tore


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