Gebetsmauer - März 2022


Yesud HaMa’ala und das Hula-Tal

"Und er wird sagen: Macht Bahn, macht Bahn! Ebnet den Weg! Räumt jeden Anstoß aus dem Weg meines Volkes!" (Jesaja 57,14).

Yesud HaMa'ala ist eine Moschawa (Kolonie) im Norden Israels im Hula-Tal, die 1883 während der ersten Alijah (Einwanderungswelle) errichtet wurde. Sie war eine der ersten modernen jüdischen Landwirtschaftsgemeinden. Eine Moschawa unterscheidet sich von einer Moschaw. In einer Moschawa sind das gesamte Land und das Eigentum in Privatbesitz, während der Kibbuz und die Moschaw kollektives Eigentum sind. Ein christlicher Zionist, Laurence Oliphant, gab eine große Spende, um den Weg für die Gründungspioniere von Yesud HaMa'ala zu ebnen.

Im späten 19. Jahrhundert bestand das Hula-Tal hauptsächlich aus Sumpfland und dem 61 km² großen, flachen Hula-See. Reis und Papyrus wuchsen dort problemlos. Allerdings war diese Region auch ein bekannter Brutplatz für Moskitos. Leider wurde die neue Gemeinde von Malaria heimgesucht, so dass die Sorge um Malaria die weitere jüdische Ansiedlung in diesem Gebiet über fünfzig Jahre lang behinderte. In den 1920er Jahren waren Entwässerungstechnik und Pestizide entwickelt worden, so dass die Ansiedlung im Hula-Tal möglich wurde.

Dieses Tal in der Nähe der Golanhöhen war und ist nach wie vor ein umstrittenes Gebiet. Seit den frühen 1800er Jahren wollten die Nationen, die das Hula-Tal kontrollierten, den Sumpf trockenlegen, doch verschiedene Kriege behinderten diesen Prozess. Das Projekt zur Trockenlegung des Hula-Tals wurde erst nach der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 in Angriff genommen. Ziel des Projekts war es, mehr Land für den Ackerbau zu gewinnen und Malaria zu beseitigen. Israel begann 1951 mit der Trockenlegung und schloss sie 1958 ab. Das Hindernis für das Leben im Hula-Tal war beseitigt, was für eine junge Nation eine erstaunliche Leistung darstellte. Dies wurde durch die Hand Gottes ermöglicht, der Sein Volk ermächtigte! Seitdem hat Israel laufend Verbesserungen im Hula-Tal vorgenommen, um das Gleichgewicht des Ökosystems zu erhalten. 1993 begann Israel mit dem Hula-Wiederherstellungsprojekt, bei dem Rohrleitungen verlegt wurden, um das Sumpfwasser zur Bewässerung der Felder in das neue Einan-Reservoir zu leiten. Außerdem wurde ein kleiner flacher See namens Agmon-See angelegt. Der See wurde mit Pflanzen, Fischen und Vögeln bestückt und mit grünen Weiden und grasenden Safaritieren umgeben, um als Zentrum für Ökotourismus und Erholung zu dienen. Der ehemalige Sumpf ist zu einer wunderschönen Touristenattraktion geworden.

Die Nähe von Yesud HaMa'ala zu den Golanhöhen hat es manchmal in das Kreuzfeuer von Scharmützeln gebracht. Im Jahr 1964 griff Syrien die israelische Landwirtschaft und Fischerei in der Region an. Drei Jahre später wurden die syrischen Streitkräfte weiter aus Yesud HaMa'ala vertrieben, als Israel im Sechstagekrieg 1967 die Golanhöhen einnahm. Während des Libanonkriegs 2006 griff die Hisbollah Yesud HaMa'ala an und verletzte eine Person leicht, glücklicherweise gab es keine Toten. An der nördlichen Grenze der Golanhöhen auf dem Berg Bental befindet sich eine der strategischen militärischen Hochburgen Israels, so dass die Bewohner von Yesud HaMa'ala bei Gefahr schnell alarmiert sind (Jewish Virtual Library, Jewish Gen KehilaLink, Wikipedia, Jerusalem Post).

Unser Freund Arik Lubovsky, ein langjähriger Bewohner von Yesud HaMa'ala, erinnert sich an seine Hilfe für Einwanderer vor Jahren, als sie Israel zu ihrer neuen Heimat machten. Mit Stolz zeigt er eine Ehrenurkunde des Staates Israel für seinen herausragenden humanitären Dienst. Mögen andere dem Beispiel Ariks folgen und den Neuankömmlingen helfen.

Gebet für das Hula-Tal

An unsere lieben Gebetskrieger,

Jetzt ist die Zeit für intensive Gebete für Israel und die Völker. Als Freunde Israels haben wir die Gelegenheit, vorzutreten und unsere anhaltende Liebe füreinander zu zeigen. In Sprüche 17,17 heißt es: "Ein Freund liebt zu jeder Zeit, und als Bruder für die Not wird er geboren". Es war mir eine große Freude, nach Brasilien zu reisen und mit meinen treuen Brüdern und Schwestern dort zu beten. Mögen wir weiterhin in Liebe zusammenstehen.

Shalom
Linda D. McMurray
Koordinatorin der CFI-Gebetsmauer