Könnte er ein Engel gewesen sein?


 Hana Melemud mit ihrem Ehemann"Er sandte Sein Wort und machte sie gesund und ließ sie aus ihren Gräbern entkommen" (Psalm 107,20).

Jüdische Menschen, die den Holocaust überlebt haben, tragen immer noch die Wunden aus den Zeiten, die sie in den Lagern und Ghettos verbracht haben, mit sich herum. Viele von ihnen leiden an Krankheiten, die sie sich wegen Hunger und schlechter Behandlung zugezogen haben. Im Februar hatte unser Team das Vorrecht, Hana und ihren Ehemann zu besuchen, die beide langsam alt und gebrechlich werden. Sie sind seit 66 Jahren verheiratet. Heute leben sie im Haus ihres ältesten Sohnes und seiner Frau in einer separaten Wohnung, damit sie beide ihren eigenen Wohnbereich haben.

Hana erinnert sich ...

Als der Krieg ausbrach, lebte Hanas Familie in Kryzhopol in der Ukraine, während Hanas zwei ältere Brüder an die Front geschickt worden waren. Ihre Eltern wollten nach Moldawien gehen, wo der Rest der Familie lebte, sie wurden jedoch unterwegs aufgehalten und zurückgeschickt. Diese Reise rettete jedoch ihr Leben. Während sie auf dem Weg zurück nach Kryzhopol waren, wurden die Juden in Kryzhopol getötet! Ungefähr zur gleichen Zeit wurde auch ihre Familie in Moldawien getötet! Hanas Familie wurde in der Nähe von Bershed aufgehalten, wo sie mit ansehen mussten, wie die Deutschen die Juden bestraften und ein Ghetto errichteten. Ein christlicher Mann half ihnen und gab ihnen für einen Tag lang ein Versteck. Am nächsten Tag zeigte er ihnen einen sichereren Weg zurück in ihre Stadt. Dann mussten sie aber erkennen, dass die Deutschen in Kryzhopol ein Ghetto errichtet hatten und sie fanden heraus, dass aus ihrer Gegend nicht viele Juden überlebt hatten. 

Sie waren von Juli 1941 bis April 1944 in dem Ghetto. Die Aufsicht über das Ghetto ging von den Deutschen auf die rumänische Polizei über. Hana sagte: „Die Deutschen töteten. Die rumänische Polizei war sehr grausam, sie töteten aber niemanden!“ Einmal wurde Hana mit einem Gürtel geschlagen und einer der Polizisten brach ihren Schädel mit der Gürtelschnalle. Hana konnte nicht viel über den Schrecken des Krieges mitteilen, da ihr dabei übel wurde. Sie sagte uns, dass sie nach dem Krieg Medizin studieren wollte, ihr Studium aber nicht abschließen konnte, da sie all das Leid, das sie in diesem Beruf sah, zu sehr an die Dinge erinnerte, die sie im Ghetto gesehen hatte. Später studierte Hana für das Lehramt. In 1994 machten Hana und ihr Ehemann Alijah nach Israel.

Hana und ihr Ehmann genießen heute keine gute Gesundheit. Sie müssen viele Medikamente kaufen, wofür sie von der Regierung keine Unterstützung erhalten. Als wir kurz davor waren sie wieder zu verlassen, erzählte uns Hana diese wunderbare Geschichte:

Vor Kurzem war Hanas Ehemann noch sehr krebskrank. Nach vielen Arztbesuchen sollte er endlich zu Behandlungen ins Krankenhaus kommen. Am Morgen seiner Behandlung, als er so da saß und auf die Behandlung wartete, fühlte er die Berührung eines Mannes, der gerade vorbeikam. Der Mann sprach ein wenig mit ihm; und dann, als der Mann wieder ging, legte dieser die Hand auf die Schulter von Hanas Ehemann und sagte: „Es wird alles gut werden.“ Als die Ärzte die letzten Untersuchungen unmittelbar vor der Behandlung durchführten, mussten sie erstaunt feststellen, dass der Krebs vollkommen weg war!! Keine weitere Behandlung war nötig. Später an diesem Tag kam Hana, um ihren Ehemann zu besuchen. Sie rechnete damit, dass er sich von der Behandlung erholen müsste, und war deshalb sehr überrascht, dass keine Behandlung an ihm durchgeführt worden war. Er erzählte ihr von dem Mann, der gesagt hatte: „Es wird alles gut werden.“ Sie fragten sich: „Könnte der Mann ein Engel gewesen sein?“ Sie fragten uns die gleiche Frage: „Könnte er ein Engel gewesen sein?“

Vielen herzlichen Dank, für Ihre Gebete und Spenden, die es uns möglich machen, diese besonderen Menschen Woche für Woche zu segnen!

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Von Jenny Milmine, Koordinatorin von Vergesst sie nicht


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