Wo du hingehst, da will ich auch hingehen!


„Dringe nicht in mich, dass ich dich verlassen und mich von dir abwenden soll! Denn wo du hingehst, da will ich auch hingehen, und wo du bleibst, da will ich auch bleiben; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott!“ (Rut 1,16-17).

Wir kennen diese Worte von Rut, der Moabiterin, die in das Volk Israel eingepfropft und die Großmutter von König David wurde und auch in das Geschlecht des Messias eintrat. „Was für ein Privileg“, könnten wir sagen. Aber man muss auch den Preis bedenken.

Die militärische Operation „Wächter der Mauern“ brach am 10. Mai aus.

Wir beten immer und hören auf den Heiligen Geist, wohin wir reisen und wen wir besuchen sollen. So wurde unsere Reise nach Aschkelon für den 27. April vereinbart und für den 11. Mai mit Nicolene, einer CFI-Freiwilligen, geplant. Am späten Abend des 10. Mai begann schwerer Raketenbeschuss auf den Süden Israels, insbesondere auf Aschkelon, der die ganze Nacht andauerte, sich aber bis zum Morgen wieder beruhigte. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, ob es einen weiteren Angriff geben würde. Wir beteten, und nach der inneren Bestätigung des Friedens Gottes, verließen wir das Büro.

Ich möchte mit Ihnen Nicolenes Bericht über diesen Tag teilen: „Ich war so aufgeregt, Olga beim Besuch von Holocaust-Überlebenden zu begleiten. Anatoly servierte uns Saft und Kuchen. Helena, seine Frau, erwähnte, dass die Raketen um ca. 10 Uhr morgens erwartet wurden. Um 10:10 Uhr gingen die Sirenen los. Anatoly sprach mit Helena und forderte sie auf, zum Durchgang zu kommen. Als die Raketen aufhörten, setzten wir unser Gespräch fort und verabschiedeten uns schließlich. Während wir im Auto nach einer Adresse suchten, ertönten die Sirenen erneut. Da ich nicht wusste, was ich tun sollte, rief mir Olga zu, unter einem Wohnblock Schutz zu suchen. Ich konnte sehen, wie die Raketen in der Luft kreisten und wie Popcorn zerplatzten, als der Iron Dome sie traf. Es war SO laut. Man konnte die Intensität in der Luft spüren. Wir waren draußen, ungeschützt. Wir standen hinter einer dünnen Säule, so nah wie möglich beieinander und beteten laut. Sobald es aufhörte, suchten wir Schutz. Olga fand einen Platz unter einer Treppe. Als die Sirenen widerhallten, kauerten wir uns zusammen und hielten uns bedeckt. Die Sirenen und Raketen wurden lauter und intensiver. Nach 40 Minuten beteten wir, fühlten uns vom Geist Gottes freigesetzt, rannten zum Auto und fuhren los. Als wir an einer Kreuzung warteten, gingen erneut Sirenen los. Was nun? Wohin sollten wir gehen? Schließlich machten wir uns auf den Weg zu dem letzten Überlebenden. Er hatte den Fernseher an; in den Nachrichten wurde ein von einer Rakete getroffenes Auto gezeigt. Die Realität holte uns ein; das hätten auch wir sein können. Die Sirenen gingen wieder los. Wir suchten Schutz in seinem Schutzraum. Kurze Zeit später drängte Olga darauf, dass wir sofort aufbrechen sollten. Kaum hatten wir Ashkelon verlassen, regneten die Raketen auf die Stadt herab. Was für ein mächtiger Gott, dem wir dienen. Gott hielt unser Leben in Seiner Hand, und niemand konnte es Ihm entreißen.“

Es war ein Vergnügen, Nicolene bei mir zu haben. Vielleicht war es göttliches Timing, dass wir die schwierige Realität des Lebens in einem Kriegsgebiet erfahren durften. Unsere Herzen werden weicher für unsere Überlebenden, wenn wir die guten und schlechten Tage an ihrer Seite durchleben. Wie Rut bleiben wir bei ihnen, wo immer sie sind und wohin sie auch gehen, in Schwierigkeiten und im Sieg. Wir möchten unsere tiefe Dankbarkeit für all Ihre Gebete, Ihre Liebe und Unterstützung und Ihr ständiges Engagement für uns zum Ausdruck bringen.

Olga Kopilova
Projekt Vergesst sie nicht


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