Jüdischen Überlebenden im Land dienen

Olga mit YakovAm 7. Juli 2014 ging Israel in einen weiteren Krieg mit Gaza hinein, nämlich mit der Operation „Protective Edge“. Das Team für das Projekt „Vergesst sie nicht“ stellte trotzdem ihre Besuche in die südlich gelegenen Städte Israels nicht ein und erlebte zusammen mit den Überlebenden die Sirenenwarnungen. Wir entschlossen uns dem Volk Israel auf praktische Weise zu dienen, mit Unterstützung und Trost.

Yakov kennen wir bereits seit vielen Jahren und diese Freundschaft ist dem „Vergesst sie nicht“-Team sehr wertvoll.

Yakovs Leid

„Ich wurde in dem Dorf Dzhuryn geboren, in Oblast Winnyzja, Ukraine. Ich war 6 Jahre alt als der Krieg begann. Für uns Kinder war der Begriff „Krieg“ bedeutungslos. Doch als die ersten Bomben auf das Dorf fielen und die ersten Häuser zerstört wurden, die ersten starben und wir Blut sahen – da verstanden wir sehr schnell was Krieg bedeutete. Es erstaunt mich immer noch, wie das Gedächtnis eines Kindes Informationen abspeichert und es Jahrzehnte später wiedergibt, eine Episode nach der anderen ...“

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Auf der Straße zum Tod

Boris„Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben“ (Jeremia 29,11).

Es ist ein großartiges Privileg für uns als Team von „Vergesst Sie Nicht“ Holocaust-Überlebende in ihrem Zuhause besuchen zu dürfen und enge Beziehungen mit ihnen zu knüpfen. Boris ist einer unserer ältesten Freunde, der eingewilligt hat seine Herz zerreißende Geschichte mit uns zu teilen.

„Ich war 11 Jahre alt als allen Juden in meinem kleinen Dorf Sekureny (Ukraine), einschließlich meiner Eltern, drei Brüdern und zwei Schwesters, befohlen wurde sich am Friedhof zu versammeln. Wir kehrten nie wieder zu unserem Zuhause zurück, denn von dort begann der lange, erschöpfende Marsch in eine unbekannt Richtung mit vielen Menschen aus verschiedenen Dörfern und Städten, die uns unterwegs angeschlossen wurden. Wir tranken Wasser aus Regenpfützen und aßen alles was wir auf unseren Stopps zwischendurch im freien Feld finden konnten. Diejenigen, die zu schwach waren um vorwärts zu gehen oder hinten nachhingen wurden erschossen! Während eines Stopps erkrankten meine Mutter und mein mittlerer Bruder an Durchfall und waren zu schwach um weiter zu gehen. Mein älterer Bruder wollte sie auf seinem Rücken tragen, doch ein Soldat schlug ihn mit dem hinteren Teil seines Maschinengewehres und befahl ihm sie alleine zu lassen. Dasselbe Schicksal fiel auf meinen Bruder Shalom. Wir wurden gezwungen ihn am Ufer des Flusses Dniester zurück zu lassen.

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Rosh Hashanah Wunder nahe Vinnitsa

Vergesst Sie nicht Teammitglied, Olga, mit Milia und ArkadyArkadys persönliche Geschichte

Es ist jedes Mal ein Segen, Geschichten über Gottes wundersame Errettung für Sein wertvolles Volk mitten im Horror des Zweiten Weltkrieges zu hören. Arkady und Milia erzählten uns vor kurzem ihre Geschichte, wie Christen in mehreren Situationen ihr eigenes Leben riskierten, um die Juden in ihrem Dorf während der deutschen Besetzung zu beschützen und um ihr Leben zu flehen. Arkady und Milia wuchsen zusammen auf. Sie lebten in derselben Straße, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Vinnitsa in der Ukraine. Als zehnjährige Kinder erlebten sie dieselben Schrecken. 

Bald nachdem der Zweite Weltkrieg erklärt wurde erreichte die deutsche Armee – an einem sehr traurigen Tag – auf Motorrädern das Dorf und schrie auf grausame Weise „Juden! Juden!“ In kürzester Zeit wurde ein Ghetto errichtet und das Leben wurde unerträglich. Es herrschte Hungersnot und Körper blähten sich auf. Am Markttag gelang es Arkady etwas Nahrung für seine Familie im Tausch für etwas Wasser zu erhaschen.

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Eure Besuche zeigen uns, dass wir euch nicht egal sind

Bill & Becky mit SaliaWir Möchten uns bei allen bedanken, die kürzlich für Holocaust-Überlebende gespendet haben. Es ist uns eine Freude, Ihre Spenden zu überbringen und den Überlebenden zu erzählen, dass diese von Einzelpersonen gekommen sind, die für sie beten und sie mit einer Liebesgabe segnen wollen. Ihre Reaktion ist immer sehr herzlich und oft ähneln ihre Worte, die von Tränen der Dankbarkeit begleitet werden, der Aussage dieser beiden Überlebenden: „Eure Besuche zeigen uns, dass wir euch nicht egal sind und dass ihr mich, einen Überlebenden des Nazi-Horrors, nicht vergessen habt.“ Und die andere Überlebende sagte: „Wir wünschen euch beste Gesundheit, Zufriedenheit und allen Erfolg in dieser noblen Sache, die ihr tut.“

Neben Geldgeschenken haben wir die Überlebenden auch mit handgemachten Socken und gehäkelten Westen aus Finnland, warmen Umhängetüchern aus England und Amerika und wunderschönen Patchwork Quilts aus Amerika gesegnet. Wie Sie aus dem untenstehenden Brief herauslesen können, erzählen die Überlebenden ihren Familien über die Liebe, die sie empfangen haben und so sickert Ihre Liebe auch in die nächste Generation hinein.

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Der Holocaust und der Engel, der mich rettete

Hanukkah Fest mit ÜberlebendenIm Laufe der schrecklich langen, grausamen und furchterfüllten Jahre des Zweiten Weltkrieges erlebten manche Überlebende das führende, stärkende Licht Gottes, das auf ihrem Weg leuchtete und ihnen die Kraft gab, mit vorsichtigen Schritten der Zukunft entgegenzutreten, ohne den Trost und die Unterstützung einer Familie und von Freunden zu haben. Demetri erfuhr auf diese Weise Hilfe. Am 9. Juli 1941, kurz bevor Demetri 13 Jahre alt wurde, belagerten die Deutschen seine Stadt. Tötungsüberfälle begannen sofort und es wurde ein Ghetto errichtet. Jeder wurde gezwungen zu marschieren, einschließlich Demetris Vater, der aufgrund einer Operation noch mit Krücken lief. Allerdings war sein Tempo zu langsam und er wurde aus der Linie herausgezogen und vor Demetris Augen erschossen!

Im September 1941 gab es einen weiteren Tötungsüberfall. Demetri stand in der Schlange, doch als er schon ziemlich weit vorne war, gelang es ihm auf wundersame Weise zu entfliehen. Glücklicherweise gelang es der christlichen Freundin seiner Mutter gefälschte Papiere für ihn anzufertigen. Demetri wurde in ein deutsches Arbeitslager geschickt, dann arbeitete er in zwei verschiedenen Arbeitslagern in der Sowjetunion, bevor er in die Uran-Minen geschickt wurde, um dort sechs Jahre lang zu arbeiten.

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Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in Jerusalem, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 13.11.2018 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

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