Verwundete Seelen heilen

Maya leidet an Parkinson und unter dem Trauma eines Terrorangriffes„Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind“ (Psalm 34,19).

Von allen Festen und Feierlichkeiten in Israel ist Purim einer der beliebtesten jüdischen Feiertage. Doch vielen jüdischen Kindern im Süden Israels wurde traurigerweise ihr Purim dieses Jahr durch Raketenangriffe weggenommen. Während unserer letzten Reise in den Süden Israels, kurz vor Purim, um Opfer von Raketenangriffen zu besuchen, wurden wir von örtlichen Bewohnern darauf hingewiesen, unsere Autofenster unter der Fahrt geöffnet zu lassen, damit wir die Sirenenwarnung hören konnten, falls eine Rakete abgefeuert werden würde. In den Nachrichten war soeben berichtet worden, dass Ashkelon und Ashdod Minuten zuvor von Katuscha Raketen getroffen wurden, und auch, dass am Vortag 60 Kassam Raketen der radikalen Dschihadisten im Gaza auf den Süden Israels herab geregnet waren.

Eine der Familien, die das Team des Projekts Kommunen unter Beschuss auf dieser Reise besuchte, war die Familie Kargachi. Am Tag vor unserem Besuch sprachen wir mit Yuri, dem Sohn von Maya Kargachi. Yuri dient derzeit in der IDF in der Nähe von Gaza und er erzählte uns, dass er die Erlaubnis von seinem Kommandanten bekommen hatte, nach Hause zu kommen, wo er uns treffen wollte. Seine russisch-sprechenden Eltern können nur ein bisschen hebräisch und Yuri sollte für uns übersetzen. Allerdings wurde uns gesagt, dass Yuri seinen Posten auf Grund des intensiven Raketenbeschusses aus Gaza nun doch nicht verlassen durfte. Doch wir preisen den Herrn, der uns einen netten kleinen Engel schickte – Mayas Enkel, Daniel, der – wie viele andere Kinder im Süden auch – Angst hatte, die Purim Feier in seiner Schule zu besuchen. Somit hatten wir einen kleinen russischen Übersetzer.

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Eine Stadt wird zu einem Symbol

Kati mit ihren Eltern und ihrem BabyWÄHREND der „Operation Säule der Verteidigung“ im November 2012 wurden die ohrenbetäubenden Sirenen, die vor einem Raketenangriff warnten, zum ersten Mal in Jerusalem, Tel Aviv und anderen israelischen Städten gehört. Die ganze Nation fühlte auch einmal den Schmerz und das Leid der Bürger von Sderot – der Stadt im westlichen Negev, die für Israel zu einem Symbol geworden ist. Sderot befindet sich seit mehr als 12 Jahren unter ständigem Raketenfeuer aus Gaza.

Bevor Ariel Sharon, der ehemalige Ministerpräsident Israels, alle Truppen und 7.800 Israelis aus Gaza abzog, war Sderot ein wunderbarer Ort zum Leben gewesen. Die ansässigen Bewohner können einem Geschichten über die guten alten Zeiten erzählen – über die Tage, an denen sie unbeschwert nach Gaza gehen konnten um einzukaufen, zum Frisör zu gehen, in Restaurants zu essen und sogar zum Angeln zu gehen. Heute sind diese Erinnerungen mit Argwohn und Furcht durchsetzt. Tatsächlich ist Sderot an raketenfreien Tagen ein wunderschöner Ort zum Leben (siehe Bilder unten). An einem ruhigen Tag kann man Senioren auf Parkbänken sitzend sehen, die den Sonnenschein genießen, oder auch Teenager, die vor einem Pizzaladen abhängen, oder Soldaten, die an einer Bushaltestelle auf den Bus warten, der sie zurück zu ihrem Armeestützpunkt bringen soll. Allerdings kann sich dieser Friede innerhalb von Sekunden zu einer Herz zerbrechenden Szene verwandeln. Und das ist genau, was Kati Alkobi erlebte.

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Drei Mal schlug eine Rakete ein

Kolet und YosefFÜR DIE HAMAS ist heute, wie auch für Yasser Arafat früher, jeder Waffenstillstand bestenfalls eine zeitlich begrenzte Waffenruhe und Verringerung der feindseligen Handlungen gegen den Feind. Es ist ein strategischer Zug, der Zeit kaufen soll, bis es taktisch von Vorteil ist die Angriffe wieder aufzunehmen. Das Modell für die Hamas und andere islamische Terrorgruppen ist dasselbe, wie der „Friedensvertrag“ des Propheten Mohammed mit der Quraysh Volksgruppe, bekannt als das Abkommen von Hudaybiyyah, im Jahre 628 n. Chr. unterzeichnet. Der Friede sollte zehn Jahre halten, dauerte jedoch weniger als zwei Jahre an. Sobald Mohammed stärker geworden war, brach er das Abkommen. Obwohl also letzten November ein Waffenstillstand mit Israel unterzeichnet worden ist, fährt die Hamas damit fort, Raketen nach Israel abzufeuern. (Eine israelische frustrierte Interpretation eines Waffenstillstands mit der Hamas lautet: Wir halten still, sie feuern!)

Es war schockierend für das Kommunen unter Beschuss Team zu hören, dass Kolets Haus bereits drei Mal von aus dem Gazastreifen abgefeuerten Raketen getroffen wurde! Der erste Einschlag war im Mai 2007. Gott sei Dank für Seine schützende Hand über Kolets Leben, denn nur eine Minute nachdem sie nach einer Dusche das Badezimmer verlassen hatte schlug eine Rakete in ihrem Badezimmer ein! Kolet erlitt schwere Verletzungen an ihrem Rücken und an der rechten Schulter und benötigt heute noch weitere Operationen. Ihr jüngster, fünf Jahre alter Sohn wurde ebenfalls verletzt. Die Ärzte entfernten viele Schrapnell Stücke, doch einige befinden sich immer noch in seinem Körper.

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In Raketenangriffe hineingeboren

Gemäß Statistiken, die von dem Sderot Medizinischen Gesundheitszentrum zur Verfügung gestellt wurden, haben über 90% der Sderot Bewohner eine Explosion einer palästinensischen Kassam Rakete erlebt – sei es in der Nachbarschaft, im eigenen Heim, in der Schule, am Spielplatz, an der Bushaltestelle, im Einkaufszentrum, im Geschäft oder in anderen Wohngebieten. Viele der Opfer von Raketenangriffen leiden unter Depressionen, Schlaflosigkeit, starken Angstgefühlen und finden nur schwer in einen geregelten Alltag zurück. Diese Bewohner leiden nun unter dem posttraumatischen Stresssyndrom (PTSD). Sie müssen regelmäßig in das medizinische Gesundheitszentrum gehen um Antidepressiva einzunehmen. Ein Drittel der Sderot Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren leidet an Lernstörungen, die auf traumatische Erlebnisse zurückzuführen sind.

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Leben in Sderot ist schwierig

Trost für Sophie„O Gott, erlöse Israel aus allen seinen Nöten!“ (Psalm 25,22)

Sophie war eine der über 1.000.000 Juden, die aus dem „Land des Nordens“ in den 1990ern Alijah nach Israel machte. Wie viele andere Olim aus Russland, der Ukraine, Moldawien und Weißrussland siedelte auch sie sich in Sderot an. Das Leben in Sderot war schwierig für Sophie. Sogar nach vielen Jahren in Israel fällt es ihr immer noch schwer, hebräisch zu sprechen. Sie bevorzugt ihre Muttersprache Russisch. Seit ihrer Ankunft in Israel lebte Sophie ein sehr ärmliches und einsames Leben von ihrer israelischen Pension.

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Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in Jerusalem, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 13.11.2018 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

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