Sharon Sanders - Jesus und Seine unerschütterliche Verbindung zu den jüdischen Schriften


Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns …“ (Johannes 1,14 SLT).

„Einerseits stärkte er majestätisch die Torah von Mose ... und nicht einer unserer Weisen sprach sich nachdrücklicher zur Unveränderlichkeit der Torah aus.“ (25 prominente Rabbis aus Israel und der Welt, Israel Today, Januar 2020)

Jesus gab der Torah (was die Christen das „Alte“ Testament nennen) mehr Macht, als Er verkündete, dass nicht einmal der kleinste Buchstabe vergehen würde, bis sein Zweck erfüllt ist. „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist“ (Matthäus 5,18). Jesus sagte auch, wer nun eines von diesen kleinsten Geboten (im „Alten“ Testament) auflöst, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel (Matthäus 5,19). Haben Christen vielleicht Seine Beziehung zu den hebräischen Schriften falsch verstanden oder sogar falsch charakterisiert? Wenn die Torah tot und nicht länger anwendbar ist, warum stand dann Jesus auf und lehrte sie? Und warum wird Er dann als König auf Erden sie den Nationen lehren, wie in Jesaja 2,3 prophezeit? Die Kirche fährt fort damit, genau die Gebote zu vernachlässigen, von denen Gott sagte, dass sie nicht vergehen werden (Matthäus 24,35)? Die Schlussfolgerung der Angelegenheit ist, dass die Kontroverse, die Jesus mit Seinen religiösen Freunden hatte, war, „zu zeigen, wie man am besten das Gesetz einhalten sollte, aber nicht, so wird argumentiert, darüber, ob man es einhalten sollte ... Jesus war ein standhafter Verteidiger der Torah gegen das, was Er als eine Bedrohung für sie durch die Pharisäer sah“. (Jüdische Evangelien, Rabbiner Daniel Boyarin).

Das von den Rabbinern im obigen Zitat verwendete Wort „Unveränderlichkeit“ zeigt, dass Gott in Seinem Charakter, Seinem Willen und Seinen Bündnisversprechen von Genesis bis Maleachi unveränderlich ist. Auch was von Matthäus bis zur Offenbarung geschrieben steht, gilt als „es steht geschrieben“. Wenn jede Bibel auf der Welt zerstört würde, würde es Gottes ewige Worte nicht verändern. Trauriger Weise gibt es in vielen Kirchen heute eine Dürre des Wortes. „Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, HERR, da sende ich Hunger ins Land, nicht einen Hunger nach Brot und nicht einen Durst nach Wasser, sondern danach, die Worte des HERRN zu hören“ (Amos 8,11). Predigten, die mit dem „Fleisch“ des Wortes Gottes gefüllt sind, sind heute rar und oft sind die Schafe meist noch hungrig, wenn sie wieder nach Hause gehen. Die Torah war immer im Herzen Jesu. Wenn man die Torah verwirft, dann verwirft man gleichzeitig die Worte des Herrn, da Er die „Lebendige Torah“ war und ist. Sie war das Fundament für Seine Antworten wie auch für Seine Fragen an andere. Das Neue Testament ist fest gegründet auf dem Fundament des „Alten“ Testaments.

Jesus wird die Torah lehren

Als ich in meiner Jugend an einem Kirchencamp teilnahm, hörten wir das frühmorgendliche Signalhorn, das uns anzeigte, dass es Zeit war, aufzustehen und der amerikanischen Flagge die Treue zu geloben und dann am Gebetsgottesdienst teilzunehmen. Möge diese Botschaft ein Signalhorn für die Treue zu Gottes Worten sein und einen Aufruf darstellen, den ganzen Ratschluss Gottes zu lesen. Wenn Jesus die Torah so sehr liebte, wenn Er zu der Zeit, als Er auf Erden lebte, nur aus den hebräischen Schriften lehrte und wenn Jesus die „lebendige Torah“ war und ist, die Fleisch geworden ist, warum wurde dann den Christen beigebracht, sie zu ignorieren? Es ist Zeit das Signalhorn zu blasen und jeden aufzuwecken!

Ich habe kürzlich gelesen, dass ein Christ mit seinem Nachbarn gesprochen hatte und sagte: „Mein Priester sagte mir, das Alte Testament sei nicht mehr relevant, und als Christen brauchen wir nur noch das Neue Testament zu lesen. Ich stütze also nichts auf das Alte Testament.“ Mit kaum einem Gedanken wurde das Alte Testament als alte und veraltete Information abgetan. (Geschichte aus Freunde Israels, www.foi.org). Wie traurig, aber dies ist nur die Spitze des Eisbergs.

Wo wir gerade von Eisbergen sprechen, sie sind gewöhnlich ein kleiner Teil eines viel größeren Problems. Ein berühmtes Schiff ging einmal unter (Titanik), weil es einen Eisberg ignorierte. Die „Kirche“ hat einen Eisberg getroffen, wenn es um ihr „fehlendes Glied“ (Israel) geht, und die Unkenntnis der Torah ist schockierend für unsere jüdischen Freunde, die überrascht sind, wie wenig die Christen über Gottes Worte aus der ganzen Bibel wissen! Es fällt ihnen schwer zu glauben, dass die Christen nur das Neue Testament lesen und das Fundament, auf dem es steht, auslassen würden. Es ist leicht zu erkennen, dass Christen von Kirchenvätern „programmiert“ wurden, die an die Ersatztheologie glaubten. Das Endergebnis ist eine Generation von Christen, die gelehrt wurde, die hebräischen Schriften aufzugeben, sich vor ihrer Erwähnung zu fürchten, oder schlimmer noch, zu erstarren, wenn sie das Wort „Torah“ hören! Wenn auch nur in ihren Köpfen, haben sie es in den Mülleimer geworfen.

Die Zeit wird knapp. Wie kann die Lampe von jemandem brennen, der die Torah auslöscht? Die Torah wird immer als Grundlage der Lehren Jesu aufgrund Seines jüdischen Hintergrundes weiterleben. Wenn das Kommende Königreich auf Erden errichtet wird, wird es Jesus sein, der der Welt das „Gesetz“ von Zion überbringen wird. Jesus wird als König und Messias die Worte Seines Vaters zu den Nationen sprechen. „Und viele Völker werden hingehen … damit er uns belehre über seine Wege … Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem“ (Jesaja 2,3; Micha 4,2-3). Wenn Christen heute die Torah verwerfen, wird es dann nicht seltsam für sie klingen, wenn diese von den Lippen des Messias zitiert wird?

Das jüdische Baby Jeschua (Jesus) wurde in eine jüdische Welt hineingeboren und in das Haus eines gläubigen orthodoxen Ehepaares, Yosef und Miriam bzw. Joseph und Maria im Christentum, das nach der Torah lebte. Die meisten Christen werden heute so nervös wie eine Katze auf heißen Ziegelsteinen und arbeiten sich in einen Zustand extremer Nervosität hinein, weil sie befürchten, „unter das Gesetz gezogen zu werden“. Sofort denken sie an „Unfreiheit“. Wir leben in Tagen, die den Tagen Noahs ähneln. Die Menschen zu Noahs Zeiten waren in alle bösen Dinge verwickelt, die es gab – einschließlich genetischer Manipulation. Gottes Schöpfung wird erneut durch KI manipuliert (künstliche Intelligenz) und Gottes heiliges Wort wird ignoriert. Der Planet, auf dem wir leben, bewegt sich auf eine Welt zu, in der es heißt: Es gibt keine Grenzen - leben Sie, wie es Ihnen gefällt“ und in der Gesetzlosigkeit zunehmend herrscht. „Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten“ (Matthäus 24,12). Die Menschheit war nie dazu bestimmt, ohne Grenzen und Richtlinien zu leben.

Was als „Altes“ Testament bezeichnet wird, lehrt uns, was „rein und unrein“ und „heilig“ und „verdorben“ ist. Paulus erinnert uns daran, dass „alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung geschrieben“ (Römer 15,4). Einige Christen vergessen, dass „alle Schrift … von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit [ist]“ (2. Timotheus 3,16). Der hebräische Psalmist schreibt ganz klar: „Das Gesetz des HERRN ist vollkommen, … es erleuchtet die Augen“ (Psalm 19,8-9). Wo wurde uns jemals die Täuschung beigebracht, dass wir nicht die ganze Bibel studieren müssen – sondern nur das „Neue“ Testament? Es gibt absolut keinen Beweis dafür, dass Jesus jemals den jüdischen Schriften ein Ende gesetzt hat... wie ich eingangs sagte, gab Er ihnen mehr noch durch Seine Worte mehr Kraft.

Der Hauptstreit des Herrn im Neuen Testament betraf die religiösen Gelehrten und wie sie Gottes Wort aus ihren eigenen Traditionen und Kommentaren heraus interpretierten. Er hat die Torah nicht in Frage gestellt. Er stellte die Menschen in Frage. Jene, die Gottes Wort ergänzt und wie sie es definiert hatten. Das Christentum hat Gottes Wort auch durch Glaubensbekenntnisse, Dogmen und außerbiblische Traditionen ergänzt. Wir müssen sehr sorgfältig darauf achten, Gottes Wort so zu befolgen, wie Gott es gegeben hat und wie es auf den Schriftrollen der alten Geschichte niedergeschrieben wurde.
Jesus ist nicht gekommen, um das Neue Testament zu erfüllen, sondern um die Torah zu erfüllen. (Zu der Zeit gab es kein Neues Testament.) Jesus hielt das Gesetz perfekt für uns ein und bezahlte die Schuld, die wir schuldig waren. Er kann niemals von den Worten Seines Vaters in den Schriftrollen getrennt werden. Torah und das Neue Testament verbinden sich und bestätigen einander auf wunderbare Weise, denn alle Schrift führt zum Vater – dem einen wahren und allmächtigen Gott – und Jesus ist unser Hohepriester vor Gott.

Wenn aus den jüdischen Schriften hervorgeht, dass Paulus etwa 25 Jahre nach seiner Offenbarung des Messias immer noch die Torah befolgte, sollte dies dann nicht Christen dazu veranlassen, die Traditionen der Kirchenväter, die gegen die Torah predigten, zu überdenken? Jesus erinnert uns: „Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten“ (Matthäus 7,12).

Die Didache: Die Lehren der Apostel

Toby Janicki schafft in seinem Buch „The Way of Life (Der Weg des Lebens) – Die wiederentdeckten Lehren der zwölf jüdischen Heidenapostel, die Didache genannt werden“, eine unverzichtbare wissenschaftliche Quelle für die Gläubigen an Jesus. Jüdische Jesusgläubige behaupten, dass weder Jeschua noch Seine ersten Anhänger sich eine getrennte und eigenständige Glaubensbewegung außerhalb oder losgelöst vom Judentum Jesu vorstellten. Sie gründeten nie eine neue Religion, sondern verstanden sich vielmehr als eine Bewegung innerhalb der jüdischen Gemeinde.

Die frühen jüdischen Gläubigen, die der Torah treu waren, waren dem Nazarener Jeschua treu und verkündeten Seine Botschaft der Umkehr und des von den Propheten angekündigten Kommenden Königreichs. Aus der Didache erfahren wir, dass die frühe gläubige Gemeinde Besuchslehrer hatte, und sie behauptet, dass diejenigen, die die Torah unterstützten und aufrechterhielten, „wie vom Herrn gesandt empfangen werden sollten“. Noel Rabinowitz, Ph.D., Professor von Biblischen Studien, am Israel Study Center, schlägt vor: „Es wird einige ein wenig erschaudern lassen, wenn man andeutet, dass die frühe Kirche (ekklesia) den Torah-Gehorsam als Maßstab ethischen Verhaltens annahm.“ Aber heute schauen wir auf die Wahrheit und nicht auf das, was uns in der Vergangenheit von Klerikern und kirchlichen Vorvätern gelehrt wurde, die überhaupt keine Offenbarung über ihre hebräischen Grundlagen hatten.

Im Kommenden Königreich auf Erden wird nicht die Religion herrschen. Der König wird regieren und die Heiligen Schriften austeilen, wie Sein Vater es wünscht. Sie werden zu den Nationen „hinausgehen“, und Er allein wird sie überbringen – nicht Rabbiner, nicht Schriftgelehrte, nicht Pastoren – als der König aller Könige, der unter den Menschen leben und herrschen wird. Wird es nicht wunderbar sein, eine Ewigkeit damit zu verbringen, die Höhe, Breite, Tiefe und Länge der Liebe Gottes zu lernen, die sich in Seinen ewigen Worten befindet, und zu lernen, diese Worte zu schätzen? Erinnern wir uns daran, dass es Gottes Wort in den jüdischen Schriften war, das eine fast tote Nation auferstehen ließ, als alle Hoffnung verloren war! Die Worte wurden lebendig und erweckten das Volk Israel wieder zum Leben! Kirche in den Nationen! Wollen wir diese ewigen Worte Gottes wirklich „in den Mülleimer“ werfen und sie weiterhin missachten, weil wir Angst davor haben, „unter das Gesetz zu kommen“? Wir müssen unser Volk von dieser Angst befreien. Zugegeben, Israel kann Jesus immer noch nicht sehen; aber lassen Sie uns nicht in Arroganz und geistlichem Stolz weiterhin das Gefühl haben, dass sie geistlich tot sind, denn sie sind weit davon entfernt. Mit der „Rückkehr“ nach Israel ist eine tiefe Suche nach dem Verständnis Gottes und Seiner Worte mitauferweckt worden.

Alle Schrift ist von Gott inspiriert

In einer früheren Ausgabe von Um Zions Willen habe ich darüber geschrieben, dass Paulus auf seinen Reisen immer seine Torahrollen (in der Antike auf Pergament) bei sich haben wollte. Er ließ alle wissen, dass er ohne sie nicht auskommen könne! „Den Reisemantel, den ich in Troas bei Karpus ließ, bringe mit, wenn du kommst; auch die Bücher, besonders die Pergamente“ (2. Timotheus 4,13). Wenn dies bei Paulus der Fall ist, wie kann dann die Kirche 77% der Bibel ignorieren? Im Neuen Testament gibt es 283 direkte Zitate aus den Hebräischen Schriften. In der Amerikanischen Standard Version der Bibel erscheinen die Worte „Es ist geschrieben“ 913 Mal – in der Revised Standard Version 924 Mal und in Young‘s Literal Translation 971 Mal. Wir dürfen nie vergessen, dass „Der Mensch … nicht vom Brot allein [lebt], sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!“ (Matthäus 4,4). Jesus sagte: „Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat“ (Johannes 7,16). Die Torah selbst kann zwar keine Vollkommenheit vor Gott erreichen, aber unser Hohepriester hat sie in dem Sinne abgeändert, dass Er sie erfüllte, aber nicht abschaffte; daher sind ihre Grundsätze, ihre ethischen und moralischen Codes, das, was „rein und unrein“ ist, nach dem Meister unveränderlich.

Kennen Sie jemanden, der vielleicht Durst nach lebendigem Wasser hat, aber das „Alte“ Testament nicht lesen will? Warum fangen Sie nicht an zu beten, dass sich der ganze Ratschluss Gottes öffnet, wie es den Jüngern Jesu geschah, als sie auf den staubigen Straßen Israels gingen, wie es in Lukas 24,15-32 aufgezeichnet ist. Viele von uns haben erlebt, dass wenn wir einmal einen Schluck aus den Brunnen Jakobs genommen hatten, uns die Worte, aus denen unser Herr Jesus täglich trank und die Er auslebte, nur noch durstiger werdenließen, sowohl die Torah als auch das Neue Testament tiefer zu studieren.

Ich stimme den Rabbinern zu – niemand hat jemals über die zeitlose und dauerhafte Unveränderlichkeit des Alten Testaments gesprochen wie Jesus.

Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in Jerusalem, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 13.11.2018 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

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