Sharon Sanders - Er beugte sich nicht!

„Und alle Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, beugten die Knie und fielen vor Haman nieder; denn der König hatte es so geboten. Aber Mordechai beugte die Knie nicht und fiel nicht nieder“ (Ester 3,2).

„Und es geschah in den Tagen des Ahasveros – desselben Ahasveros, der von Indien bis Äthiopien über 127 Provinzen regierte“ (Ester 1,1). Im dritten Jahr seiner Regentschaft beschloss Ahasveros, den Edlen und Prinzen seiner Provinzen seinen Reichtum vorzuführen. 

Ich erinnere mich noch an meine Kindheit, als unsere Familie im mittleren Westen Amerikas, im Prärie-Staat Illinois lebte, einer reichen Agrargegend mit fruchtbarem Farmland. Die meisten Farmen waren gepachtet, was bedeutete, dass fast alle Farmen in unserem Land im Besitz eines einzigen reichen Grundbesitzers aus Großbritannien waren. Mein Vater, einer der Pächter, war zusammen mit der Familie oft in das Anwesen des Landbesitzers in der Nähe von Lincoln, Illinois, eingeladen. Wir wurden eingeladen, um seine stattliche Villa und seinen Reichtum zu besichtigen. Wir trugen immer unsere schönsten Kleider und bewunderten die Blumengärten, den getrimmten Rasen und die elegant gedeckten Tische mit dem feinsten Essen. Es war wirklich ein toller Anblick. 

Deshalb kann ich mir die Szene gut vorstellen, wie den Edlen des Königreiches von Ahasverus der Überfluss vor Augen geführt wurde, und sie einen kleinen Einblick in das Vermögen des Königs erhielten. Nach der öffentlichen Präsentation und dem Bankett übermittelte Mordechai, der Jude, dem König die Nachricht über den zerstörerischen Plan von zwei Eunuchen (Bigtan und Teres), den Mordechai zufällig mitbekommen hatte. Die beiden wollten den Monarchen umbringen. Nachdem der König die beiden Eunuchen konfrontiert hatte, wurden diese erhängt. König Ahasverus ernannte dann Haman, den Sohn eines Agagiters, zu seinem obersten Berater. (An dieser Stelle ist es wichtig anzumerken, dass Agagiter die Nachfahren des Königs Agag sind, dem König der Amalekiter, dem größten Antisemiten der damaligen Zeit.) (1. Samuel 15,7-9 und 32-33).

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Sharon Sanders - Der Gnadenthron

„Du sollst auch einen Gnadenthron machen aus feinem Golde ... Und du sollst den Gnadenthron oben auf die Lade tun ... Dort will ich dir begegnen, und vom Gnadenthron aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, zwischen den beiden Cherubim will ich mit dir alles reden ...“ (2. Mose 25,17-22).

Der Gnadenthron (Sühnedeckel) war der aus solidem Gold gefertigte Deckel auf der Bundeslade, welche eine kleine mit Gold überzogene Truhe war. Stellen Sie sich an den beiden Enden des Gnadenthrons und damit verbunden zwei Cherubim (Seraphim oder Engel) aus getriebenem Gold vor, die einander zugewandt sind. Ihre ausgestreckten Flügel überschatteten den goldenen Sühnedeckel und ihre Gesichter sahen ständig darauf herab. Sie waren Symbole für die Gegenwart der Heiligkeit des Herrn und sie waren Seine auserwählten Instrumente des Gerichts für jede sündige Annäherung an Seine Gegenwart. Als die Cherubim auf das Blut herabsahen, welches der Hohepriester Israels versprenkelte, wurde der Zorn Gottes besänftigt und sie kamen zur Ruhe. Gott redete von diesem Gnadenthron aus (2. Mose 25,22) und die Seraphim bildeten einen Thron für Gott, von dem aus Er Seine Herrschaft auf Erden ausüben würde, eine Vertretung für den Thron des Himmels zu den Zeiten des großen Tempels in Jerusalem.

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Sharon Sanders - Bringt die Schriftrollen!

Charles Spurgeon sagte: „Menschen lesen die Auslegungen ihrer Denomination ... sie lesen die Auslegungen ihrer Leiter ... aber ... die göttliche Quelle aus der alle Offenbarung entspringt – diese wird zu oft außer Acht gelassen ... lesen Sie die Bücher der Bibel, dazu ermutige ich Sie ... und vor allem die Schriftrollen ...“

Zwischen den Einbänden des Buches aller Bücher liegen heilige jüdische Schriftrollen. Diese Worte Gottes, die durch die Propheten Israels gegeben wurden, waren für Shaul (Paulus) unbezahlbar wertvoll, und das sollten sie für uns Christen heute auch sein.

Diese Schriftrollen, von Gottes Hand geschrieben, drücken auf meisterhafte Art und Weise Sein Herz der Liebe und Barmherzigkeit für eine Nation aus, die dazu bestimmt ist, den Nationen das Licht zu bringen. Aus der Feder der Schreiber floss memra (im Sinne des eingegebenen Wortes Gottes ... im Griechischen „logos“). „Man nennt die ersten fünf Bücher der Bibel die Torah, was aus derselben Wurzel wie das Wort Horeh stammt, welches Vorgänger oder Eltern bedeutet ...“ (Avi Lipkin). Die Bücher der Propheten nennt man den Tenach und alles ist von dem Allmächtigen eingegeben.

Jeder jüdische Prophet schrieb jedes einzelne Wort akribisch, so wie es ihm der Heilige Geist vorgab. Heute, nach vielen Übersetzungen in viele verschiedene Sprachen, Dialekte und Mundarten, springen die Worte der Bibel regelrecht aus den Seiten in das Herz der Gläubigen in aller Welt. Allerdings kommt es nicht selten vor, dass viele Christen ihre Bibeln nie zu den jüdischen „Schriftrollen“ der Bücher Jesaja, Jeremia, Joel, Amos und anderen öffnen.

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Sharon Sanders - Mit denjenigen am Tisch sitzen, die Jeremia bereits gesehen hatte

„Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von den Enden der Erde; unter ihnen sind Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende miteinander; eine große Gemeinde kehrt hierher zurück!“ (Jeremia 31,8).

„Hört das Wort des Herrn, ihr Heidenvölker, und verkündigt es auf den fernen Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird es auch sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde“ (Jeremia 31,10).

Es hat Zeiten in meinem Leben gegeben, die mir beinahe unglaublich und surreal vorkamen. Die Tatsache, dass ein ganz normaler Mensch wie ich, mit aller Zuversicht und Ernsthaftigkeit in der Lage ist zu sagen, dass ich das Privileg und die Ehre hatte, mit gerade den Menschen an einem Tisch zu sitzen und ihre Geschichten zu hören, die in Jeremias Visionen vorgekommen sind, und noch dazu Anteil an einer Nation haben darf, die seine Prophezeiungen von vor Tausenden Jahren heute erfüllt, ist fast wie ein Traum für mich. Während ich mir dieser erstaunlichen Sache wieder bewusst werde, dass wir mit denjenigen Gemeinschaft haben dürfen, die Jeremia durch die Zeiten hindurch bereits gesehen hatte, nämlich diejenigen, die aus den Nationen nach Israel heimkommen, wird mir klar welch ein verblüffendes Zeugnis das ist.

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Sharon Sanders - Joseph und seine Brüder

„Ich bin der Ansicht, dass Geschichte mit Identität verknüpft ist. Wenn man seine Geschichte nicht kennt ... seine Familie nicht kennt – wer ist man dann?“ (Mary Pipher)

Unsere jüdische Wurzeln sind mit biblischer Geschichte verknüpft und es ist unmöglich, uns von unseren jüdischen Fundamenten zu trennen, denn sie sind an den jüdischen Messias gebunden. Ich möchte dem obenstehenden Zitat von Mary Pipher noch einen Gedanken hinzufügen: Wenn die Gemeinde Jesu ihre Geschichte nicht kennt, dann kennt sie auch die geistliche Familie nicht, der sie angehört. Wer ist sie dann? Die heutige Kirche benötigt eine Offenbarung über die Familie ihres Bräutigams. 

Während der ganzen Zeitgeschichte hatte die Kirche, genau wie die Geschichte, mit der wir uns gleich näher beschäftigen werden, mit Ablehnung, Betrug und Versöhnung zu tun. Die Geschichte ist ein perfektes Sinnbild für Jeschua und Sein Volk, genauso wie für die Gemeinde und Israel. Lehnen Sie sich zurück und betrachten Sie sorgfältig die wunderbare Symbolik, die für uns mit einem Stift des Himmels in den Händen Gottes gezeichnet worden ist. Keine andere Geschichte in der Bibel illustriert derart vollständig das Leben und das Wirken des Messias, der für diejenigen Errettung gebracht hat, die glauben würden. Er gab sich in die Erniedrigung hin, als einen Weg zur Erhöhung; vergab denjenigen, die gedacht hatten, dass sie Ihn los geworden wären und kam denen zu Hilfe, die dabei waren, zu Grunde zu gehen. Die Geschichte von Josephs Leben, welche das Leben Jeschuas im Voraus andeutet, ist in keinster Weise eine theologische Typologie, die mit der Ersatztheologie vergleichbar wäre. Diese Theorie aus der christlichen Geschichte war im Mittelalter am einflussreichsten und ist in den östlichen orthodoxen Kirchen immer noch gängig. Die vorliegende Illustration (oder allegorische Symbologie) ist eher ein Portrait der Ähnlichkeit zweier biblischer Figuren. Sie soll aus den hebräischen Schriften nicht die Kraft Gottes wegnehmen, die in dem Leben Josephs oder Jeschuas am Wirken war. Josephs Geschichte ist eine wahre Geschichte über Erlösung und sollte als Illustration von dem prophezeiten zukünftigen Erlöser der Welt angesehen werden. 

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Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in Jerusalem, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 13.11.2018 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

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