19. August 2015


Gegner des Iran-Deals mit Mullahs verglichen

Anlage zur Urananreicherung im Iran

In einem Times of Israel Artikel schreibt Shmuley Boteach: „Präsident Obama hat immer und immer wieder seine Naivität gezeigt, wenn es darum geht, mit dem iranischen Regime zu verhandeln. Die Ayatollahs, die das Land regieren, führen regelmäßig ihre Massen von Nachfolgern mit Rufen wie ‚Tod Amerika’ und ‚Tod Israel’ an.“

Weiter in dem Artikel schreibt Boteach, dass der oberste geistliche Führer des Iran, Ayatollah Ali Khameini, der brutale Diktator, der den Iran regiert, auch an einen Kult glaubt, der als „Zwölfer-Schia“ bekannt ist. Diese Sekte glaubt, dass ihr verheißener Messias erst kommen kann, wenn der shiitische Islam die Welt dominiert. Weiterhin glauben sie: „Vor seinem Kommen wird es den roten Tod und den weißen Tod geben, bei dem zwei Drittel der Weltbevölkerung umkommen wird. Der rote Tod bedeutet Gewalt und der weiße Tod ist eine Plage. Ein Drittel der Weltbevölkerung wird durch den roten Tod und das andere Drittel durch den weißen Tod sterben.“ Noch besorgniserregender ist die Tatsache, dass die Oberhäupter des Iran das Verlangen und den Willen ausgedrückt haben, diese Prophetien selbst zu erfüllen.

Viele Zitate, die aus dem Iran stammen, haben gezeigt, dass die iranische Führung das Kommen der Endzeit damit in Zusammenhang bringt, dass sie eine Atomwaffe erhalten. Khameini selbst wird in einem Lesebuch für iranische Elftklässler zitiert: „Ich verkünde der ganzen Welt entschieden, dass wenn die Weltverschlinger [d. h. ungläubige Mächte] gegen unsere Religion stehen wollen, wir gegen ihre ganze Welt aufstehen werden und wir werden bis zur Vernichtung von ihnen allen nicht aufhören. Entweder wir werden alle frei, oder wir werden in die größere Freiheit gelangen, das Märtyrertum. Entweder wir schütteln uns gegenseitig die Hände in Freude und im Sieg des Islam in der Welt, oder alle von uns gehen in das ewige Leben und das Märtyrertum ein. In beiden Fällen sind der Sieg und der Erfolg unser.“

Bei all diesen radikalen religiösen Ansichten, die hinter jedem verbindlichen iranischen Abkommen schweben, findet Präsident Obama das Vorgehen der Republikaner trotzdem unzulässig.

Ein Atomabkommen mit dem Iran bedeutet, einen Pakt mit einem apokalyptischen Regime zu schließen, welches nach dem Tod Amerikas ruft.

Und der Präsident denkt trotzdem, dass es ein guter Deal ist.

Trotzdem beginnt Obama seine Attacken gegen die Republikaner indem er ihre Bedenken einfach als politisches Posieren und automatische Reaktion abtut. „Wir leben in einer Zeit in amerikanischer Politik, in der jegliche außenpolitische Entscheidung durch ein parteistrategisches Gefängnis betrachtet wird, bewertet nach Schlagzeilenträchtigen Ausschnitten. Noch bevor die Tinte auf diesem Abkommen getrocknet war, noch bevor der Kongress es gelesen hatte, erklärte eine Mehrheit der Republikaner ihre virulente Ablehnung.“

Es ist interessant wie Präsident Obama in seiner Ansprache vergisst die zunehmende Unzufriedenheit innerhalb seiner eignen Partei zu erwähnen. Diese Unzufriedenheit geht so weit, dass Senator Chuck Schumer seine Position als Senate Minority Leader riskiert, indem er öffentlich gegen das Abkommen spricht, mit detaillierter Beschreibung warum dieses Abkommen so schwach und gefährlich ist. Und trotzdem ist der Präsident so naiv, dass er die Probleme nicht sehen kann.

Obama führt seine Angriffe auf die Republikaner, die gegen seine Deal sind, dann fort, indem er etwas sagt, dass offenkundig unwahr ist. Er behauptet: „Nur weil die iranischen Hardliner ‚Tod Amerika’ rufen, bedeutet das nicht, dass es das ist, was alle Iraner glauben ... In der Tat sind es die Hardliner, die mit dem Status Quo am glücklichsten sind. Es sind genau die Hardliner, die ‚Tod Amerika’ rufen, die am entschiedensten gegen das Abkommen sind.“ Newsflash, Herr Präsident! Die Hardliner sind das Regime selber. [Hervorhebung von Lonnie] Oder will der Präsident ernsthaft andeuten, dass Ayatollah Ali Khameini nicht einer der Hardliner ist?

Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, Obama bringt es auf das nächste Level und sagt, dass die gleichen radikalen Islamisten, die gegen den Deal sind „gemeinsame Sache mit dem republikanischen Ausschuss machen“. Ernsthaft? Der Vergleich ist unerhört, beleidigend und unter der Würde des Amtes.

Präsident Obama kommt zum Schluss indem er darauf hinweist, dass „die Mehrheit des iranischen Volkes mächtige Anreize besitzt, um ihre Regierung zu bedrängen, in eine andere, weniger provokative Richtung zu gehen, Anreize, die durch dieses Abkommen gestärkt werden. Wir sollten ihnen eine Chance anbieten. Wir sollten ihnen die Gelegenheit geben.“

Nun, Herr Präsident, bisher haben die Ayatollahs ihre Fähigkeit gezeigt, abweichende Meinungen gegen ihre Regierung zu zerschlagen. Und offen gesagt, als die iranischen Menschen ihr Leben bei Protesten auf den Straßen riskiert haben, um den moralisch bankrotten Oberhäuptern entgegenzutreten und einige echte Reformen in ihrer Regierung zu erzwingen, haben Sie absolut nichts getan um ihnen zu helfen. Ohne die Hilfe der westlichen Welt, haben die revolutionären Garden des Iran durch Tötungen und Masseninhaftierungen jede Hoffnung auf Reform zerschlagen. Und jetzt sprechen Sie davon, dass das iranische Volk den Willen besitzt, Veränderung hervorzubringen?

Präsident Obama richtete seinen Blick in seiner Ansprache auch auf Israel. Er sprach davon, dass er ein treuer Freund Israels ist und wie viel er getan hat, um den jüdischen Staat zu unterstützen. Aber Präsident Obamas unaufhörliche öffentliche Zänkereien mit Premierminister Netanyahu sind wahrscheinlich der Grund für den Rückgang der Unterstützung Israels durch die Demokraten in einer kürzlichen Umfrage um fast 10 Prozent. Seine vielen Versuche Israel ein Friedensabkommen aufzuzwingen, bei welchem Israels Sicherheitsbedenken ignoriert worden wären und die sarkastischen Kommentare seines Außenministers über Israel während des Gazakrieges ermutigten die Feinde Israels und ermöglichten Verleumdungen gegen den Staat. Sein darauf Bestehen, dass Netanyahus klarstellende Kommentare über einen palästinensischen Staat unglaubwürdig seien und Konsequenzen haben würden und auch seine versteckten Drohungen, dass die USA Israel nicht vor korrupten UN-Resolutionen beschützen würden, strapazierten Israels Ruf.

Israel hat auch gute Gründe, Präsident Obamas Versprechen in Frage zu stellen. Israelis müssen die Tatsache in Betracht ziehen, dass Obama wenig Willen gezeigt hat, das Leben von jesidischen, sunnitischen und kurdischen Frauen und Kindern zu beschützen, die in die Sklaverei verkauft und getötet werden, ganz zu schweigen von den über 200.000 ermordeten Syrern. Welche Garantie besteht dann, dass er israelisches Leben noch wertschätzt?

(Von Shmuley Boteach, The Times of Israel, 12. August 2015. Rabbi Shmuley Boteach ist der Gründer von This World: The Values Network. Er ist der Autor von Judaism for Everyone [Judaismus für alle] und 30 anderer Bücher.)

„Wohl dir, Israel! Wer ist dir gleich? Du Volk, das sein Heil empfängt durch den HERRN, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deine Feinde werden dir huldigen und du wirst auf ihren Höhen einherschreiten“ (5. Mose 33,29).

Bericht für CFI-Jerusalem
Lonnie C. Mings