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Israel befindet sich in einer neuen Phase. Gleichzeitig spüren viele, wie tief die Belastungen der vergangenen Jahre gehen. Heilung von solch anhaltendem Stress braucht Zeit – persönlich wie auch als Nation. Während sich die äußeren Umstände verändern, wandeln sich auch die Bedürfnisse der Menschen. Als Team suchen wir nach neuen Wegen, um in dieser Situation Unterstützung, Trost und ganz praktische Hilfe zu geben. Wir besuchen weiterhin traumatisierte Menschen in ihren Häusern und konnten in letzter Zeit auch Kinder im Krankenhaus besuchen und ihnen mit kleinen Geschenken Freude bringen.

Berichte von Überlebenden

Vor einigen Wochen feierten wir das 40-jährige Jubiläum von „Christian Friends of Israel“. Im Rahmen dieses Treffens hörten wir bewegende Zeugnisse von Überlebenden des 7. Oktober, die wir begleiten durften – darunter Michal, eine Überlebende des Nova-Festivals, und Katya aus Nahal Oz. Ihre Berichte zeugen davon, wie Gott sie durch unvorstellbares Leid getragen hat. Gleichzeitig drückten sie tiefe Dankbarkeit für die erfahrene Unterstützung aus.

Traumatisierte Soldaten

Viele Soldaten, die aus dem Einsatz zurückkehren, stehen vor großen inneren Herausforderungen, darunter Symptome von Trauma und PTBS. Unsere Herzen sind bei ihnen, und wir möchten ihnen weiterhin zur Seite stehen und Unterstützung anbieten, wo immer sich Türen öffnen. Wir beten weiterhin darum, dass sich Türen öffnen, damit wir ihnen dienen und zu ihrem Wohlergehen beitragen können. Vor kurzem wurde ich zu einem Schabbatessen eingeladen, wo ich das Privileg hatte, neben einem jungen, bescheidenen Reservisten zu sitzen, der erzählte, wie sein Glaube an den Messias ihn während des gesamten Krieges im Gazastreifen gestützt hatte. Er berichtete, wie er und ein enger Freund den tragischen Tod ihres Kommandanten miterlebt hatten. Während sein Freund eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelte, bezeugte er, dass der Friede des Herrn sein Herz und seinen Verstand bewahrt hatte.

Vor ein paar Wochen, als ich meinen Monatsbericht schrieb, war einer der Gebetsanliegen, die ich notierte: „Dass der Herr uns Türen öffnet, um Überlebenden und Soldaten mit PTBS zu dienen, die selbstmordgefährdet oder verzweifelt sind, bevor es zu spät ist.“ Gerade als ich das Dokument speicherte, klingelte es an der Tür. Es war ein älterer orthodoxer Mann, der Hilfe suchte. Während er darauf wartete, dass Julia Essensgutscheine brachte, erzählte er mir, wie sehr er Christen schätze und wie dankbar er für die Unterstützung sei, die er erhalten habe. Ich sagte ihm, dass es uns eine Ehre sei – dass wir es lieben, Gottes Volk zu dienen, das wir den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs lieben und dankbar sind für die Thora und für unseren jüdischen Messias, Jeschua. Ich fühlte mich dazu bewegt, ihm zu sagen, dass wir täglich für die Soldaten der IDF beten – für ihren Schutz und für die Heilung von Traumata. Sofort hellte sich sein ganzes Gesicht auf. Er krempelte seinen Ärmel hoch und zeigte ein gelbes Plastikarmband mit der Aufschrift „PTSD“. Er erklärte, dass er ein traumatisierter Reservist sei, der sich gerade für drei Tage ins Krankenhaus eingewiesen habe, weil er einen Punkt der Verzweiflung erreicht hatte. Er war erst wenige Stunden zuvor entlassen worden und war direkt zu uns gekommen. Er zeigte uns unzählige Fotos aus seinen Dienstjahren – von den 1980er Jahren bis zum jüngsten Krieg im Gazastreifen. Er sprach von Albträumen, Flashbacks und davon, wie schwierig das tägliche Leben für ihn geworden ist. Als er fertig war, spürte ich eine starke Eingebung, für ihn zu beten. Ich fragte, ob ich um Heilung beten dürfe, und er antwortete: „Frag nicht, denn ich darf nicht ‚Ja‘ sagen – bete einfach für mich!“ Ich betete, und seine Augen füllten sich mit Tränen. Dann betete auch Julia für ihn. Er war so bewegt, dass er uns beide einlud, ihn zu Hause zu besuchen und seine Familie und Freunde kennenzulernen.

Danke, dass Sie uns beistehen, mit uns beten und Teil dessen seid, was Gott in diesem Land tut. Es ist eine Ehre, Israel in diesen Tagen zu dienen.

Paula O’Keefe
Projekt Unter Seinen Flügeln


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Christliche Freunde Israels e. V. (CFRI) ist der deutsche Arbeitszweig von Christian Friends of Israel (CFI-Jerusalem) mit Hauptsitz in Jerusalem, ISRAEL. Telefon: 972-2-623-3778 Fax: 972-2-623-3913 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

CFRI ist zuletzt vom Finanzamt Traunstein am 25.04.2022 als gemeinnütziger eingetragener Verein bestätigt worden.

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